Festumzug als Höhepunkt des dreitägigen Rheinland-Pfalz-Tages in Alzey
250.000 Menschen feierten das Landesfest
Alzey. Drei Tage lang war Alzey in Rheinhessen die heimliche Hauptstadt von Rheinland-Pfalz. Elf Bühnen, darunter zwei Großbühnen und zahlreiche über die ganze Innenstadt von Alzey verteilte Mitmachaktionen sorgten bei freiem Eintritt für Unterhaltung und beste Laune. Zum Höhepunkt des 33. Rheinland-Pfalz-Tages verfolgten über 100.000 Zuschauer den großen Festzug durch die Straßen der Alzeyer Innenstadt.
Mit dabei waren auch sehenswerte Beiträge aus Andernach, Bad Ems, Kettig, Lahnstein, Linz, Mayen, Mülheim-Kärlich, Neuwied, Sayn, Sinzig, Vallendar und Wirges. Teile der Region machten auch über die drei Festtage mit touristischen Angeboten auf der sogenannten „Meile der Städte und Landkreise“ erfolgreich auf sich aufmerksam.
200. Geburtstag von Rheinhessen gefeiert
Das Land feierte von Freitag bis Sonntag sich und vor allem den 200. Geburtstag Rheinhessens. Mehr als 250.000 Gäste kamen dafür insgesamt nach Alzey. Hauptmagnet waren die großen Bühnen.
Der Zugang musste sogar zeitweise geschlossen werden: zu groß war der Andrang zu dem Platz, auf dem am Freitag und Samstag Künstler wie der irische Sänger Rea Garvey („Supergirl“), Singer-Songwriter Max Giesinger („80 Millionen“) oder am Samstag die Berliner Reggae-Band Culcha Candela („Monsta“) auftraten.
In den Straßen der Alzeyer Altstadt präsentierte sich das Land. Etwa 250 Vereine, Verbände, Ministerien, Museen, Blaulicht-Organisationen und Handwerker informierten über ihre Arbeit oder führten ihr Können vor. Auf einer Sportmeile konnten die Besucher selbst ihre Geschicklichkeit beweisen und sich im Einrad-Fahren, an der Kletterwand oder beim Rudern versuchen.
Festumzug bei strahlendem Sonnenschein
Regenschirme kamen zunächst nur am Freitagabend zum Einsatz, am Sonntag dienten sie eher sogar als Sonnenschutz. Während die Besucher des Festivals „Rock am Ring“ in der Eifel wegen Unwettergefahr vorzeitig das Gelände verlassen mussten, konnten die Rheinland-Pfälzer in Alzey unbeschwert feiern.
Bei unerwartet gutem Wetter begeisterten beim Festumzug am Sonntag 116 Zugnummern die Zuschauer. So zum Beispiel unter den Zugnummern 46 und 47 die Abordnung des Rhein-Lahn-Kreises, die traditionell aus der Kreisstadt Bad Ems gestellt wird. Karnevalsprinz Felix, Prinzessin Alexandra, Rosenkönigin Iskra und Marktkönigin Steffi mit ihren Pagen Christin und Steffi bildeten den „majestätischen“ Rahmen für den mit zehntausenden Blumen geschmückten Prunkwagen der Marktkönigin als Werbeträger für den Blumenkorso. Für den guten Ton und beste Unterhaltung sorgten die Musikfreunde „Nodefuddeler“ aus Bad Ems. Traditionell überreichte die Repräsentantin des Blumenkorsos einen Blumengruß an Ministerpräsidentin Malu Dreyer – verbunden mit der Einladung zu Deutschlands größter rollender Blütenschau am letzten August-Sonntag.
Die Ehrengarde der Stadtsoldaten Neuwied und das Stadtsoldatencorps „Rud-Wieß“ Linz mit Spielmannszug und Gulaschkanone stellten mit insgesamt rund 60 Teilnehmern eine beeindruckend große Gruppe im Festzug, die Kanone der Stadtsoldaten sorgte mit einem donnernden Knall an der Ehrentribüne für markante Aufmerksamkeit.
Programmabbruch wegen einer Unwetterwarnung am Sonntagabend
Am Sonntagabend musste dann allerdings auch in Alzey das Programm wegen Unwetterwarnungen gegen 21 Uhr eingestellt werden, da war aber das Rheinland-Pfalz-Tag-Programm schon so gut wie abgearbeitet.
Im nächsten Jahr macht der Rheinland-Pfalz-Tag Pause, dann wird der „Tag der Deutschen Einheit“ am 2. und 3. Oktober in Mainz kräftig gefeiert. 2018 ist Worms dann wieder im normalen Ablauf Gastgeber des Landesfestes.
.Willi Willig
Heiß war es an der Ehrentribüne beim Rheinland-Pfalz-Tag nicht nur wegen des strahlenden Sonnenscheins.
Die Abordnung aus dem Rhein-Lahn-Kreis bei Ministerpräsidentin Malu Dreyer: v.li. Frank Ackermann, Beigeordneter der Stadt Bad Ems; Frank Puchtler, Landrat Rhein-Lahn-Kreis; Ministerpräsidentin Malu Dreyer; Marktkönigin Steffi Balcke; Bernd Geppert, Vorsitzender des Bartholomäusmarktvereins.Fotos: WW
