Künstler aus der VG Rengsdorf stellten im Rathaus aus
26 Kunstschaffende zeigten ihre Werke
Rengsdorf. Das Schöne an der Kunst ist, dass sie keinen Zweck erfüllen muss. Außer, dass man sie sehen können sollte. Dafür braucht sie Raum und Zeit. Beides stellte die Verbandsgemeinde Rengsdorf am letzten Oktoberwochenende in ihrem Rathaus zur Verfügung. „Heimische Künstler und Kunsthandwerk“ hieß die Ausstellung, die mit einer musikalischen Vernissage am Vorabend von Bürgermeister Hans-Werner Breithausen eröffnet wurde.
Zu sehen waren Malereien, Skulpturen, Holzarbeiten, Schmuck, Filz, Spitze, Lampen und Fotografien von 26 Künstlerinnen und Künstlern aus der Verbandsgemeinde. Diese Sammelschau heimischer Künstler unter dem Dach der Verbandsgemeinde gibt es schon seit 40 Jahren, anfangs in den Räumlichkeiten des Wellenbades „Monte Mare“.
Einer ihrer „Väter“ ist der in vielerlei Hinsicht engagierte Herbert Schröder aus Rengsdorf. In jedem Jahr wird ein Gastkünstler von außerhalb dazugebeten. Die Unkeler Künstlerin Ulrike Paulmann konnte man gewinnen, ihre außergewöhnlichen Fotoarbeiten in den Kurort im Westerwald zu bringen. Neben ihr stellten aus: Christel Bierbrauer (Rengsdorf): Klöppeln, Rebecca Britz (Rengsdorf): Arbeiten mit Filz, Andrea Dillenberger (Rengsdorf): Holzarbeiten, Lampen, Dana Lena Dückmann (Oberhonnefeld-Gierend): Acryl- und Aquarellmalerei, Graphit, Rosemarie Feische (Melsbach): Ölmalerei/Mischtechnik, Susanne Heinze (Thalhausen): Acryl- und Aquarellmalerei, Erika Kuhlmey (Straßenhaus): Schmuck, Marita Nick (Kurtscheid): Acrylmalerei, Trude Petry (Rengsdorf): Zeichnungen, Aquarellmalerei, Paul Pütz (Rengsdorf): Skulpturen, Plastiken aus Holz und Stein, Brigitte Riebold (Straßenhaus): Steinarbeiten mit Speckstein, Marmor und Alabaster, die Malruppe „Farbspiel“ (Rüscheid, mit Sandra Risse, Beate Schaller, Dorothea Ramscheid und Bettina Thielecke): Acrylmalerei, Märchen, Karin Runkel (Rengsdorf): Druckgrafik, Holzskulpturen, Heinz Scholz (Neuwied): Holz-Intarsienarbeiten, Marie Gisela Schreyögg (Straßenhaus): Pastellmalerei, Gordon Strutz (Rengsdorf): Fotoaufnahmen von Landschaften weltweit, Monika Tiggemann (Rüscheid): Aquarell- und Acrylmalerei, Anouchka Wolleh-Abel (Oberhonnefeld-Gierend): Acrylmalerei, Erika von Loh (Kurtscheid): handwerkliche und künstlerische Arbeiten aus Ruanda, Gruppe „Farbenfroh“ (Rüscheid, mit Edith Cemberecki und Erika Fackert): Acryl- und Kreidemalerei, Malen mit diversen Materialien.
Vorstellung von Ulrike Paulmann
Bürgermerister Breithausen stellte die Unkeler Künstlerin ausführlich dem zahlreichen Vernissagen-Publikum vor. Ulrike Paulmann, heute 72 Jahre alt, war bis 2006 im Bonner Ministerium für Jugend tätig und dort für außerschulische Jugendarbeit zuständig. Sie war viel unterwegs, auch im Ausland. Im Ruhestand wurde die Fotografie zu ihrem neuen Lebensinhalt.
Ihre Aufnahmen bearbeitet sie, indem sie verschiedene Aufnahme-Ebenen übereinander legt und Folien und Lichter verwendet. Daraus setzt sie Aufnahmen zu vollkommen neuen Sichtweisen zusammen. Ein Schwerpunkt ihrer Aufnahmen sind Motive am Wasser. Auch verwitterte Litfass-Säulen animieren sie zu fotografischen Kunstwerken.
Sie selbst sagt: „Die Foografie erlaubt es, Motive festzuhalten, die es im nächsten Moment vielleicht nicht mehr geben wird. Das sind meine Augen-Blicke für die ganz persönliche Ewigkeit.“
