Allgemeine Berichte | 22.05.2024

Land bewilligt Fördermittel für den Kreis Neuwied

2,7 Mio. Euro für den Klimaschutz

Die Entsiegelung des bisherigen Asphaltbodens bei nachfolgender Verlegung eines wasserdurchlässigen Pflasters sowie die Installation von Beschattungselementen auf dem Schulhof des Rhein-Wied-Gymnasiums Neuwied zählen zu den Maßnahmen, die vom Land Rheinland-Pfalz über das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) gefördert werden.  Foto: Christina Junk / Kreisverwaltung Neuwied

Kreis Neuwied. Sonnige Aussichten verheißt nicht nur der nahende Sommer, auch in puncto Klimaschutz gibt es beim Landkreis Neuwied allen Grund zum Strahlen. Das Land Rheinland-Pfalz hat dem Antrag auf Gewährung von Mitteln aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) vom 30. Januar 2024 zugestimmt und fördert nunmehr sieben Maßnahmen im Landkreis.

„Die von uns beantragten Projekte wurden vom Mainzer Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität als förderwürdig im Sinne des Gesetzes gewertet und wir erhalten somit einen Gesamtbetrag in Höhe von 2.694.128 Euro vom Land“, freut sich Landrat Achim Hallerbach auch gemeinsam mit seiner Klimaschutzmanagerin Janine Sieben über die Förderzusage.

270.000 Euro der Gesamtsumme werden für die Errichtung von PV-Anlagen zur Eigenstromversorgung an Kreisliegenschaften eingesetzt, während 40.000 Euro auf die Errichtung von Speichern zu den PV-Anlagen zur Eigenstromversorgung an entsprechenden Liegenschaften entfallen. In das Teilprojekt 3 „Energetische Sanierung der Gebäudehülle an Schulen“ fließen 1.291.000 Euro und um an Schulen des Landkreises eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung zu bewerkstelligen, werden 155.000 Euro in die Hand genommen. Ebenfalls für Schulen sind 500.000 Euro für die Erneuerung dortiger Lüftungsanlagen eingeplant.

Bei den übrigen beiden Projekten spielen Anpassungsmaßnahmen, mit denen auf die Folgen des Klimawandels reagiert wird, die tragende Rolle: „Für 90.000 Euro werden Dachplatanen an Schulen gepflanzt und für die Entsiegelung von Schulhöfen sind 348.000 Euro vorgesehen“, erläutert Klimaschutzmanagerin Janine Sieben. Macht in der Summe eben jene förderfähigen Gesamtausgaben in Höhe von 2.694.128 Euro aus. Die Auszahlung der Mittel erfolgt je Teilprojekt als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss; bis 30. Juni 2026 müssen die Maßnahmen vollendet sein.

Kommunen kommt beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu, weil sie wissen, was bei ihnen umsetzbar ist und was einen möglichst großen Nutzen sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für das Klima hat. Deshalb hat die Landesregierung das KIPKI-Programm mit insgesamt 250 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Hier kann jede Kommune selbst aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was für sie passend ist. Pro Einwohnerin und Einwohner gibt es rund 44 Euro, die sich Landkreis und Verbandsgemeinden aufteilen.

Landrat Achim Hallerbach nimmt den Ball gerne auf: „Mit Klimaschutzmanagerin Janine Sieben und Klimawandelanpassungsmanagerin Angelina Zahn bei uns im Kreishaus sowie den vielen Klimaschutzkräften vor Ort tragen wir der Bedeutung des Klimaschutzes auch personell Rechnung. In der Sache setzen wir als Landkreis mit einer wunderbaren, einzigartigen Natur aufgrund unserer Struktur und Anziehungskraft auf den Einklang von Ökologie und Ökonomie“, stellt Landrat Hallerbach fest. Da ist es nur konsequent, dass dieser Ansatz auch durch Landesförderungen gewürdigt wird.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Die Entsiegelung des bisherigen Asphaltbodens bei nachfolgender Verlegung eines wasserdurchlässigen Pflasters sowie die Installation von Beschattungselementen auf dem Schulhof des Rhein-Wied-Gymnasiums Neuwied zählen zu den Maßnahmen, die vom Land Rheinland-Pfalz über das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) gefördert werden. Foto: Christina Junk / Kreisverwaltung Neuwied

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Kommentare
06.06.202413:47 Uhr
juergen mueller

@Samed: Unverantwortlich ist die Pauschalisierung, mit der sie kommentieren - und das mit einer ihnen offenbar ureigenen Regelmässigkeit.
Die letzten Jahrzehnte (1990-2016) gehörten in Europa zu den überschwemmungsreichsten Perioden der letzten 500 Jahre. Frühere durch Hochwasserkatastrophen geprägte Phasen waren im Gegensatz zur Gegenwart mit "niedrigen" Temperaturen verbunden u. vor allem durch Winterhochwasser bestimmt. Heute ereignen sich Hochwasser/Katastrophen mehr im Frühjahr/Sommer u. in einer "wärmeren" Welt = Klimamodellrechnungen zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit von stärkeren Niederschlagsereignissen, mit der wir es ja auch heutzutage zu tun haben.
Die Verniedlichung (jedes Unwetter ist erst einmal einfach nur Wetter) offenbart Wahrnehmungs- u. Wissenslücken, die schon beachtlich sind.,

04.06.202407:59 Uhr
Amir Samed

Jedes Unwetter ist zunächst einmal einfach nur Wetter. Das Klima liefert nur die Rahmenbedingungen dafür, heuer eine sogenannte Vb-Wetterlage (siehe DWD, sie hatte sehr große Ähnlichkeit zum Augusthochwasser an der Oder im Jahre 2002). In den 1960er Jahren waren diese Ereignisse häufiger (schwach erkennbarer Trend in den vorliegenden Daten) und ein Trend zu mehr Hochwasser, der zum aktuellen Klimawandel passt, ist auch nicht erkennbar (Daten lt. Bundesregierung). Weitere Zusammenhänge sind jedoch mit Sicherheit nicht so einfach herzuleiten, wer solch unwissenschaftliche Behauptungen aufstellt handelt Unverantwortlich.

03.06.202416:00 Uhr
Mueller Juergen

Dumm ist, den Klimawandel permanent ins lächerliche zu ziehen und als einen normalen Vorgang abzutun. Das erkläre man mal denen, die sich mit steigenden Extremwetterereignissen (wie
derzeit mal wieder) auseinanderzusetzen haben.
Aber auch die werden SIE, Herr Samed, als sich in Jahrtausenden wiederholend, als NORMAL abtun, oder?

03.06.202408:27 Uhr
Amir Samed

Dazu Greenpeace-Mitgründer Patrick Moore: Es ist so dumm und lächerlich zu sagen, dass ein Anstieg der globalen Lufttemperatur um 1,5 Grad Celsius eine Katastrophe sein wird. Tatsächlich werden dadurch riesige Ackerlandflächen freigelegt, die vorher zu kalt waren. Im thermischen Maximum des Eozäns war die Temperatur mindestens fünf bis sieben Grad Celsius wärmer als jetzt, vielleicht sogar noch mehr. Und gleichzeitig bewegte sich CO2 in die genau entgegengesetzte Richtung … Es gibt keinen klaren Zusammenhang.

01.06.202419:46 Uhr
juergen mueller

Zuviel Eigenlob, Herr Hallerbach.
Auch damit ist der Bedeutung des Klimaschutzes noch lange nicht Rechnung getragen.
Und besagte "personelle" Rechnung.
Eine Klimaschutzmanagerin u. eine Klimawandelanpassungsmanagerin. Neben den "vielen Klimaschutzkräften" hat man hier 2 neue Stellen geschaffen für 1 Klima. Es soll ja auch noch eine/n Klimaschutzbeauftragte/n geben. Das wären dann 3 neue Stellen für 1 Klima. Und dazu noch die vielen Klimaschutzkräfte - in JEDER Kommune. Was für ein Personalaufwand, der in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht. Da könnte man glatt zum Klimaleugner werden. .

30.05.202422:07 Uhr
Birgit Frau Braun

Oder aber man nimmt den gesamten Betrag und pflanzt damit Bäume, Sträucher, sät Blumenwiesen aus und begrünt einfach intensiver die Innenstädte, damit sich dort bei hohen Temperaturen das innerstädtische Klima verbessert. Ich glaube nicht, dass LED Lämpchen oder neue Fassaden irgendeinen Einfluss auf das Klima haben werden. Und wenn doch....was genau ändert sich dann?

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