Lokalmatadore Heinz-Werner und Sascha Lenz aus Plaid waren die heimlichen Stars am Ring
28. Truck-Grand-Prix lockte 165.000 Besucher in der Eifel
Jochen Hahn aus Altensteig im Schwarzwald und Antonio Albacete aus Spanien prägten das Geschehen
Adenau. Kaum war das Dröhnen der Formel 1 Boliden aus den Eifelwäldern verklungen startete nur vier Tage später mit dem 28. Truck-Grand-Prix das nächste Mega Event auf dem Nürburgring. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die sich aus einem Mix aus Motorsport, Show und Industrieausstellung zusammensetzte, standen natürlich die vier Läufe zur Truck Europameisterschaft. Auch wenn sich dabei der gewünschte Erfolg aus deutscher Sicht nicht immer einstellen wollte, geizten die Läufe nicht mit spannenden Positionskämpfen. Und auch den einen oder anderen unfreiwilligen Ausritt gab es zu bestaunen. Bei den insgesamt vier Läufen prägten die MAN Piloten Jochen Hahn aus Altensteig im Schwarzwald und der Spanier Antonio Albacete das Geschehen. Ein erster und zwei zweite Plätze für Albacete, ein erster, ein zweiter und ein dritter Rang für Hahn.
In der EM-Gesamtwertung liegt der Spanier damit zwölf Zähler vor dem Schwarzwälder. Auch wenn Europameister Jochen Hahn das Aushängeschild des deutschen Truckracing ist, die heimlichen Stars am Ring waren die Lokalmatadore Heinz-Werner und Sascha Lenz aus Plaid. Auch wenn Vater und Sohn Lenz mit ihren Race Trucks nicht in der Spitzengruppe der Europameisterschaft mitmischten, übertönte der Jubel ihrer Fangemeinde bei so manchem Überholmanöver noch deutlich das röhren der bis zu 1200 PS starken Truck-Boliden. Besser lief es dafür im Rennen um den Mittelrhein Cup, wo sich Heinz-Werner Lenz mit Rang fünf im letzten Rennen des Wochenendes über einen versöhnlichen Ausklang freuen durfte. In den Pausen, zwischen den Rennen, zählte die Industriefläche zu den Anziehungspunkten der Veranstaltung. Hier hatten über 60 Firmen der Nutzfahrzeugbranche ihre Zelte aufgeschlagen, wo sie ihre Produktpalette dem Publikum präsentierten. Besonders ins Augenmerk viel dabei in diesem Jahr das verstärkte Engagement der Lkw-Hersteller, die mit zahlreichen Fahrzeugen vertreten waren. Zu einem weiteren Höhepunkt der Veranstaltung zählte auch 2013 das Open-Air-Konzert mit Rock- und Countrymusik in der Müllenbachschleife.
Ebenso wie in den letzten beiden Jahren, war es die junge Berlinerin Meg Pfeiffer, die mit ihrem Auftritten das Rock- und Countryfestival eröffnete, bevor NENA im Rahmen ihrer Sommertour „Du bist gut“ die Bühne rockte.
Seit mehr als 30 Jahren prägt Deutschlands Pop-Diva Nummer eins mit ihren Liedern die deutsche Musikszene. Natürlich fehlte auch am Ring ihr bekanntester Hit „99 Luftballons“ nicht. Bereits vor 29 Jahren hatte Nena anlässlich der Eröffnungsfeier der neuen Grand-Prix-Strecke neben der Spider Murphy Gang und Marius Müller-Westernhagen, schon einmal am Nürburgring auf der Bühne gestanden. Abgerundet wurde das Programm am Freitagabend durch die Hermes House Band. Der Samstagabend gehörte dann wieder dem Who-Is-Who der deutschen Country-Szene, wo unter anderem Truck Stop und Tom Astor mit ihren Liedern von Freiheit und Abenteurer die Truckergemeinde ins Träumen versetzte. Verstärkt wurde dieses Gefühl mit dem bereits traditionellen Mega-Feuerwerk zu später Stunde.
Nach Angaben des ADAC waren 2013 in Summe über die Veranstaltungstage 165.000 Besucher in der Eifel. Womit die Veranstaltung einen deutlichen Besucherrückgang verzeichnen musste. Sicherlich dürfte die mehrfache Terminverschiebung aufgrund der Formel 1 zu Beginn des Jahres dabei ebenso eine Rolle mit gespielt haben, wie der Verlust der GT Masters im Rahmenprogramm.
In den Camps rund um die Strecke, wo die Fernfahrer ihre Laster aufgestellten und zum Teil wunderschön beleuchtet hatten, tat dieses aber der Stimmung keinen Abbruch. Und man war sich einig, nächstes Jahr gibt es ein Wiedersehen am Nürburgring beim Truck-Grand-Prix vom 18. bis zum 20. Juli 2014.
Nena, Deutschlands Pop-Diva Nummer eins beim Open-Air-Konzert des Truck-Grand-Prix.
Die Lokalmatadore Heinz-Werner und Sascha Lenz aus Plaid vor dem Mercedes Race Truck von Vater Heinz-Werner Lenz.
