Allgemeine Berichte | 19.09.2018

Großbaustelle der DHL Supply Chain im Gewerbegebiet „Wolbersacker“

28.000 Quadratmeter großes Zentrallager soll die Logistik von Eaton optimieren

Anfang kommenden Jahres soll der neue Standort in Betrieb gehen – 129 Mitarbeiter sollen täglich 114 Lastwagen abfertigen

240 Meter lang ist das neue Zentrallager, das DHL Supply Chain für seinen Kunden Eaton im Rheinbacher Gewerbegebiet „Wolbersacker“ baut.JOST

Rheinbach. Einen zweistelligen Millionenbereich investiert „DHL Supply Chain“, der auf Kontraktlogistik spezialisierte Geschäftsbereich der Deutschen Post DHL Group (Bonn), derzeit in ein neues Distributionszentrum für seinen Kunden Eaton, einen weltweiten Anbieter für Energiemanagement-Lösungen. Ein halbes Jahr nach dem Spatenstich für das Neubauprojekt im Rheinbacher Gewerbegebiet „Wolbersacker“ im März diesen Jahres präsentierte Projektleiter Simon Geisel von der Deutsche Post DHL Corporate Real Estate Management GmbH jetzt den bereits weit fortgeschrittenen Stand der Bauarbeiten.

In direkter Nachbarschaft zur Autobahn A 61 ist im vergangenen halben Jahr ein 28.000 Quadratmeter großes, unübersehbares Zentrallager aus drei Gebäudeteilen entstanden, von denen zwei jeweils zwölf Meter hoch und 11.000 Quadratmeter groß sind. Der dritte Teil stellt ein 16 Meter hohes Hochregallager mit 6000 Quadratmetern Grundfläche dar. Der neue Standort soll Anfang 2019 in Betrieb gehen, so Geisel, die Bauarbeiten liegen derzeit voll im Plan. Von außen ist das Gebäudeensemble bereits so gut wie fertig, nur an der rechten oberen Ecke fehlt noch die Fassadenverkleidung aus Aluminiumblech. Um die Optik noch ein wenig aufzulockern, wurden die Fassadenelemente in zwei unterschiedlichen Grautönen gestaltet. Dahinter sorgt eine Dämmschicht aus Mineralwolle für ein angenehmes Raumklima.

Solarfassade sorgt für gutes Gebäudeklima

Dafür ist auch die spezielle Solarfassade zuständig, die sich im oberen Bereich des Gebäudes über die ganze Länge von 240 Metern zieht. „Im Winter unterstützt sie die Heizung, und im Sommer sorgt sie mit einem Umluftsystem für Kühlung im Inneren“, so der Wirtschaftsingenieur. Das Dach des neuen Gebäudes werde übrigens nicht begrünt und werde auch keine Fotovoltaik-Anlage tragen. Die Stromversorgung geschieht über zwei leistungsstarke Transformator-Stationen mit jeweils 800 Kilovoltampere, denn hier werden künftig viele Computer und Roboter ihren Dienst verrichten, außerdem geht man davon aus, dass in einigen Jahren auch die Stapler elektrisch betrieben werden. Und dafür will man gerüstet sein. Dennoch tut man das Mögliche zur Energieeinsparung, beispielsweise wurde das gesamte Gebäude mit stromsparender LED-Beleuchtung ausgestattet.

Im kommenden Jahr sollen hier in der ersten Stufe 129 Mitarbeiter beschäftigt werden, die zum überwiegenden Teil aus dem bisherigen Eaton-Distributionslager in Meckenheim kommen, infolge eines Teilbetriebsüberganges künftig allerdings als Mitarbeiter von DHL Supply Chain. Nach und nach sollen alle 150 bisherigen Meckenheimer Eaton-Mitarbeiter dorthin wechseln, mittelfristig kann man sich sogar vorstellen, dass hier 200 Arbeitsplätze entstehen. Ohnehin handele bei dem jetzigen Bau befindlichen Lager lediglich um einen ersten Bauabschnitt, denn daneben stehe noch einmal die gleiche Fläche für eine Erweiterung zur Verfügung, so Geisel. Doch das sei im Moment noch Zukunftsmusik. Vertraglich sei allerdings eine Zusammenarbeit mit Eaton für die nächsten 13 Jahre vereinbart worden.

Kreise lenkt den Verkehr in die richtigen Bahnen

Vor dem Werksgelände soll ein Verkehrskreisel dafür sorgen, dass der Verkehr in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Das Lager soll künftig sowohl vom „Krings-Kreise“ im Norden und vom „Obi-Kreise“ im Westen angefahren werden. Pro Tag rechne man mit insgesamt 114 Lastwagen, die das Zentrallager anfahren und entweder Waren und Produkte bringen oder aber abholen. Schließlich werden in Rheinbach die bisherigen Zentrallager in Meckenheim und Lyon (Frankreich) zusammengelegt. 28 Lastwagen gleichzeitig können hier abgefertigt werden. Gearbeitet werden soll lediglich montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr im Zweischichtbetrieb.

Die Mitarbeiter müssen ebenso wie die Besucher und Lieferanten durch die Vereinzelungsanlage an Gebäudeeingang hinter dem großen Werkstor. Dieses schließt sich bei drohender Gefahr in Sekundenschnelle, sodass niemand mehr heraus oder hinein kann. 190 Parkplätze sowie etwa 40 Fahrrad-Abstellplätze stehen auf dem Werksgelände zur Verfügung. Für die Lkw-Fahrer gibt es übrigens einen eigenen Eingang mit speziellen Räumlichkeiten wie Sanitäranlagen, Aufenthaltsräumen und Duschen. Auch Menschen mit Behinderung können problemlos in dem neuen Zentrallager arbeiten, versichert Geisel, dafür wurde beispielsweise ein Aufzug eingebaut. Das Gebäude selbst ist aus Betonfertigteilen zusammengesetzt, das Dach wird mit Betonpfeilern gestützt. Auch die Außenanlagen werden derzeit schon hergestellt, hier sollen schon bald Blumenwiesen und Bäume wachsen und gedeihen, denn hier gebe es viele Bienen und andere Insekten, wusste Geisel.

Strategisch günstige Lage

Durch die neue Anlage in Rheinbach sollen insbesondere die westeuropäischen Kunden von Eaton profitieren und von dort aus bestmöglich bedient werden, so DHL-Pressesprecher Dieter Pietruck. Die strategisch günstige Lage biete eine perfekte Anbindung, darüber hinaus sei die Anlage mit modernster Technologie ausgestattet und biete einen hohen Automatisierungsgrad. Für das neue Lager habe DHL Supply Chain gemeinsam mit Eaton ein Konzept erarbeitet, dass die komplette Lagerkonsolidierung von der Planung, Konstruktion und Ausstattung bis hin zur Inbetriebnahme und dem Regelbetrieb umfasst. JOST

Zwei jeweils 11.000 Quadratmeter große Lagerhallen werden derzeit im Inneren ausgebaut.

Zwei jeweils 11.000 Quadratmeter große Lagerhallen werden derzeit im Inneren ausgebaut. Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

Projektleiter Simon Geisel erläutert, dass 15 Fußballplätze in jedes der beiden großen Lagergebäude von DHL Supply Chain und Eaton im Rheinbacher „Wolbersacker“ passen.

Projektleiter Simon Geisel erläutert, dass 15 Fußballplätze in jedes der beiden großen Lagergebäude von DHL Supply Chain und Eaton im Rheinbacher „Wolbersacker“ passen. Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

240 Meter lang ist das neue Zentrallager, das DHL Supply Chain für seinen Kunden Eaton im Rheinbacher Gewerbegebiet „Wolbersacker“ baut.Fotos: JOST Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

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