Wie ist der aktuelle Stand beim Wiederaufbau in und um Sinzig
29.09.: So geht der Wiederaufbau in Sinzig voran
Sinzig. Die GEWI – Gesellschaft für Entwicklung, Wiederaufbau und Innovation mbH aus Sinzig informiert einmal im Monat über den aktuellen Stand der Wiederaufbauprojekte in und um Sinzig. Die jeweiligen Sachstände können parallel auf der Homepage der GEWI unter www.gewi-sinzig.de sowie über die QR-Code-Schilder an den jeweiligen Projektstandorten eingesehen werden.
Die Sanierung der Realschule befindet sich weiterhin in der Abschlussphase. Nach den Herbstferien sollen die verbleibenden Räume des Neubaus in Nutzung genommen werden. Parallel werden noch bestehende Restarbeiten in verschiedenen Gewerken abgearbeitet. Bis zum vollständigen Abschluss der Maßnahme wird jedoch noch einige Zeit vergehen, da unter anderem Nachweise wie Übereinstimmungserklärungen zum Brandschutz sowie Revisionsunterlagen durch verschiedene Gewerke vorzulegen sind. Die Sanierung des Schulhofs erfolgt abschnittsweise. Die Demontage der temporären Klassenraumcontainer wird derzeit vorbereitet. Deren Abholung ist voraussichtlich bis Anfang November vorgesehen. Die Sanierung der Nebenräume der Sporthalle im zweiten Bauabschnitt befindet sich im Innenausbau. Derzeit werden Arbeiten in den Bereichen Fenster, Innenputz, Heizung, Lüftung und Sanitär, Elektro sowie Fliesen ausgeführt. Weitere Abstimmungen laufen zu den Gewerken Brandmeldeanlage, Malerarbeiten, Trockenbau, Bodenbelag, Innentüren und Ausstattung. Die Vielzahl der beteiligten Gewerke und Schnittstellen führt zu einem erhöhten Koordinierungsaufwand. Weitere Leistungen für die Außenanlagen, Hochwasserschutzmaßnahmen sowie die Endreinigung werden EU-weit ausgeschrieben. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten, Insolvenzen oder erforderlichen Vertragskündigungen kommt es teilweise zu Verzögerungen. In einzelnen Fällen müssen Ausschreibungen für Gewerke erneut durchgeführt werden. Für den Neubau der Schulmensa in Kombination mit der Stadthalle wird derzeit die Ausschreibung der ausführenden Gewerke vorbereitet. Mit der Umsetzung wird nach aktuellem Stand jedoch noch gewartet, da die Prüfung der Förderanträge weitere Zeit in Anspruch nimmt.
Auch bei den Sportanlagen schreitet der Wiederaufbau voran. Die Anlage des Tennisclubs Bad Bodendorf befindet sich bereits in Nutzung. Verbleibende Rest- und Nacharbeiten werden weiter ausgeführt. Gleichzeitig werden verschiedene Schlussrechnungen geprüft. Die GEWI bereitet den Projektabschluss vor. Das Vereinsheim des Minigolfclubs Bad Bodendorf wird ebenfalls bereits genutzt. Letzte Nacharbeiten sowie die Prüfung noch offener Rechnungen laufen. Auch hier wird der Projektabschluss durch die GEWI vorbereitet. bDer Bauantrag für den Spielplatz in der Friedrich-Spee-Straße befindet sich weiterhin im Genehmigungsverfahren bei der SGD Nord. Der Beginn der Sanierung hängt vom weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab. Derzeit wird geprüft, ob ein Baustart im Jahr 2027 vorgesehen werden kann.
Am Rhein-Ahr-Stadion haben die ersten Submissionen stattgefunden. Der Abbruch des Vereinsheims einschließlich der Nebenanlagen ist für Oktober 2026 vorgesehen. Ebenfalls im Oktober 2026 sollen die Arbeiten am Stadion beginnen. In diesem Zusammenhang führt die Kreisverwaltung Baumfällarbeiten durch, die für die geplante Aufweitung der Ahr erforderlich sind. Die Ausführungsplanung für das Vereinsheim befindet sich derzeit in Bearbeitung. Auch bei den Brückenprojekten gibt es weitere Fortschritte. Beim Spessartsteg haben die Bauarbeiten vor Ort begonnen. Für den 27. Oktober 2026 ist ein offizieller Spatenstich vorgesehen.
Im Bereich der Ahrmündungsbrücke finden derzeit noch notwendige Kartierungen statt. Die Genehmigung der Baumaßnahme wird für das Frühjahr 2027 angestrebt. Mit der Bauausführung kann nach derzeitiger Planung frühestens im Herbst oder Winter 2027 begonnen werden. Die endgültige Planung für den Christinensteg in Kombination mit dem Gebäude am Rhein-Ahr-Stadion wurde am 28. September 2026 im Bauausschuss vorgestellt. Die weitere Ausarbeitung der Planung läuft.
Für die Freiherr-vom-Stein-Brücke wurde eine Bedarfsplanung erstellt. Aktuell wird die abschließende EU-weite Ausschreibung der Planungsleistungen vorbereitet. Diese soll gemeinsam mit der Kreisverwaltung durchgeführt werden. Der Bauantrag für den Neubau der Beachvolleyballanlage einschließlich der wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigung befindet sich weiterhin in Prüfung. Nach dem Rückbau der Container für den Notbetrieb, der im Oktober 2026 erfolgen soll, kann mit der Maßnahme begonnen werden. Die Ausschreibung wird derzeit vorbereitet. Im Bereich der Infrastrukturanlagen sollen die Arbeiten in der Hohenstaufenstraße im Oktober abgeschlossen werden. Aufgrund eingetretener Verzögerungen wurde entschieden, die Instandsetzung des Herzog-von-Jülich-Rings erst im nächsten Bauabschnitt fortzuführen. Der weitere Abschnitt vom Herzog-von-Jülich-Ring bis zum Kuhbachweg soll voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2027 begonnen werden.
Beim zweiten Bauabschnitt der Josef-Hardt-Allee laufen die Arbeiten derzeit auf Hochtouren. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Planungen zur Wiederherstellung des Grünen Wegs werden parallel zu den Vorhaben am Rhein-Ahr-Stadion und am Christinensteg weiter ausgearbeitet. Aufgrund verschiedener Schnittstellen wird die Umsetzung derzeit für Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 vorgesehen. Die Planung für die Burggrafenstraße befindet sich in der Entwurfsphase. Nach einer positiven Rückmeldung des Fördermittelgebers soll die Planung weiter vorangetrieben werden. Eine Vorstellung in den politischen Gremien ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Die Umsetzung ist für das Jahr 2028 geplant.
Die Wiederherstellung der Friedrich-Spee-Straße, die gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband und den Stadtwerken Sinzig umgesetzt wird, befindet sich in der Abschlussphase. Die Fertigstellung soll noch vor Beginn des Winters erfolgen. Beim Wohnmobilstellplatz wird weiterhin auf die erforderliche Genehmigung gewartet. Aufgrund von Schnittstellen zu anderen Baustellen wird die Umsetzung derzeit für den Sommer 2027 vorgesehen. Weitere zeitliche Verschiebungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für die endgültige Trasse des Radwegs wurden die erforderlichen Beschlüsse im Bauausschuss und im Stadtrat gefasst. Die Planungen werden nun weiter ausgearbeitet. Da die erste Gewässeraufweitung im Bereich des Radwegs zwischen der Kölner Brücke und der B9 voraussichtlich erst im Jahr 2028 umgesetzt wird, kann auch der Radweg erst zu diesem Zeitpunkt endgültig hergestellt werden. Beim Wiederaufbau des Thermalbads sollen die Bauarbeiten noch im Oktober beginnen. Weitere Ausschreibungen werden derzeit vorbereitet und veröffentlicht. Beim kommunalen Wohnungsbau in der Friedrich-Spee-Straße sind derzeit unter anderem die Gewerke Dachdecker, Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär, Trockenbau, Photovoltaik, Innenputz, Außenputz, Schlosserarbeiten, Aufzug und Estrich tätig oder befinden sich in Abstimmung. Weitere Gewerke für den Innenausbau befinden sich ebenfalls in der Ausschreibung. Die Fertigstellung ist nach derzeitiger Planung für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Der Bauantrag für das Tourismusgebäude in Bad Bodendorf wurde im Februar 2026 eingereicht und befindet sich weiterhin bei der Kreisverwaltung Ahrweiler in Prüfung. Der Baustart hängt von der Erteilung der Baugenehmigung ab und wird derzeit für das Jahr 2027 vorgesehen.
Bis zum Ende der Antragsfrist für Fördermittel hat die GEWI für die Stadt Sinzig sämtliche Förderanträge fristgerecht eingereicht. Ein Teil davon befindet sich weiterhin in Prüfung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die einzelnen Projekte befinden sich jeweils in unterschiedlichen Phasen des Förderverfahrens. Die GEWI begleitet und überwacht diesen Prozess projektbezogen und veranlasst beziehungsweise erstellt bei Bedarf Mittelabrufe, Änderungsanträge oder nach Abschluss der jeweiligen Maßnahme die erforderlichen Schlussverwendungsnachweise.
Weitere Themen
Das Rhein-Ahr-Stadion im Sommer 2026.
Daniel Robbel
Chefredakteur
Daniel Robbel ist Chefredakteur von BLICK aktuell und schreibt dort unter dem Kürzel ROB. Seit 2012 gehört er zur Redaktion.
Neben seiner journalistischen Arbeit bei BLICK aktuell ist Daniel Robbel als Buchautor bekannt. Im Emons Verlag veröffentlichte er die Reiseführer „111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss“, „111 Orte im Westerwald, die man gesehen haben muss“ und „111 Orte an der Sieg, die man gesehen haben muss“. Beim Regionalia Verlag erschienen zudem mehrere Bände seiner Reihe zu Sagen und Legenden aus dem Ahrtal, Bonn Westerwald und der Sieg-Region.
Daniel Robbel ist Chefredakteur von BLICK aktuell und schreibt dort unter dem Kürzel ROB. Seit 2012 gehört er zur Redaktion.
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