Naturschutz ist in der Konrad-Adenauer-Schule Teil des Unterrichts
300 Jungbäume im Schulwald gepflanzt
Treis-Karden. Viele reden vom Umwelt- und Naturschutz, in der Konrad-Adenauer-Schule wird er praktiziert: Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen pflanzten jetzt mit den Lehrern Christian Schüller und Markus Freiwald im ehemalige Schulwald „Frigiehn“ 300 Baumhasel, Spitzahorn und Esskastanien. Revierförster Karl Bungart hatte Anfang der 50er Jahre im Distrikt „Frigiehn“ die Idee, in einem ehemaligen Kahlschlag in Zusammenarbeit mit dem damaligen Rektor Hugo Messer und Schülern einen eigenen Schulwald anzulegen. Tulpenbäume und Douglasien wurden vor fast 70 Jahren gepflanzt und jahrelang gepflegt, dann geriet dieser besondere Wald wieder in Vergessenheit. Vor kurzem griffen Lehrer und Schüler die Idee wieder auf, rodeten in Zusammenarbeit mit dem jetzigen Förster Hans-Josef Bleser den alten Schulwald und stellten zunächst ein so genanntes Hordengatter aus Holzlatten auf. Dann setzten die Neuntklässler trotz widriger Wetterbedingungen zusammen mit den beiden Forstwirten Alexander Blatt und Marcel Bröhl die jungen Bäume. „Das Unternehmen war nicht ganz einfach, denn der Schulwald liegt in einem schwer zugänglichen Hang, und es war mörderisch glatt im Gelände“, lobte Markus Freiwald die engagierten Schüler, die ihr Bestes gaben. Während der Aktion erfuhren die Jugendlichen einiges über die Aufgaben eines Forstwirtes und über die Flora und Fauna eines Mischwaldes. Sogar ein seltener Feuersalamander wurde bei den Arbeiten entdeckt und behutsam umgesetzt. Der reaktivierte Schulwald, der wohl einzigartig in der Region ist, soll - so die Schulleitung – künftig als außerschulischer Lernort genutzt werden, um aktiven Naturschutz im Rahmen des Unterrichts zu betreiben und die anvertraute Fläche nachhaltig zu pflegen. Nachdem die Zuwegung von den Jungen und Mädchen schon instand gesetzt wurde, soll vielleicht noch eine Sitzecke am Rand aufgestellt und die Fläche erweitert werden. „Dafür müssen wir aber noch Sponsoren finden“, so ein betreuender Lehrer. TT
Unter Anleitung von Forstwirten wurden die 300 Jungbäume gesetzt.
Das Pflanzen war schwierig, denn zunächst musste das Terrain geräumt werden.
Von oben sieht man, wie steil und unwegsam der Schulwald in der „Frigiehn“ ist.
