Vereinsring Trimbs hatte am Pfingstsonntag zum zehnten Mal den Nette-Schiefer-Wandertag organisiert
300 Menschen machten sich auf den Weg
Ortsbürgermeister Peter Schmitt: Hier wurde eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben
Trimbs. In der jüngsten Bewertung des Deutschen Wanderinstituts mit Sitz in Marburg hatte der Nette-Schieferpfad mit 78 Punkten die dritthöchste Bewertung der insgesamt 26 Traumpfade erhalten, nur der Pyrmonter Felsensteig und der Virne-Burgweg waren um Nuancen besser. Kein Wunder, dass sich am Pfingstsonntag beim zehnten Nette-Schiefer-Wandertag wieder 300 Menschen auf die 9,2 Kilometer lange Strecke mit ihren 295 Höhenmetern machten, um die eindrucksvolle Natur zu genießen. „Seit wir vor zehn Jahren hier das erste Band durchschnitten haben, hat unser Traumpfad eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben“, erklärte der Trimbser Ortsbürgermeister Peter Schmitt, bevor er den Weg mit einem kleinen Jagdhorn um Punkt 10 Uhr für alle Gäste symbolisch freigab.
Auf dem Dorfplatz unter der Brücke hatte es bereits um 9.15 Uhr einen Freiluftgottesdienst mit Dechant Jörg Schuh aus Ochtendung gegeben. Unterstützung erhielt er von Pastoral-Assistentin Vivian Lion, einer jungen Frau aus dem Saarland, die im Rahmen ihrer Ausbildung zur Pastoral-Referentin momentan in Münstermaifeld beheimatet ist. „Gott hat uns liebevolle Menschen zur Verfügung gestellt. Nun können wir entscheiden, ob wir uns für oder gegen ihn entscheiden. Liebe bedeutet aber auch, sich in schlechten Zeiten nicht gleich vom Acker zu machen“, so Lion während ihrer Predigt. „Gott geht mit in unser Leben hinein.“ Mit Walter Heuser, neben Petra Hoppe und Hermann Nördershäuser einer der drei Wanderführer in Trimbs und auch schon seit zehn Jahren dabei, startete um 10.15 Uhr die erste geführte Gruppe und erkundete die romantischen und naturbelassenen Wege des Nette-Schiefer-Traumpfads. Zu diesem frühen Zeitpunkt waren nur zehn Wanderer dabei, für Heuser allerdings kein Problem: „So eine kleine Gruppe macht noch mehr Spaß, da kannst du dich nebenbei noch ein bisschen über die Politik unterhalten.“ Drei Stunden und 45 Minuten später waren alle wieder zurück, gerade rechtzeitig zum (etwas verspäteten) Mittagessen. Ab 12 Uhr gab es unter anderem aus der Küche den herzhaften Nette-Schiefer-Braten mit warmem Speckkartoffelsalat. Hausgemachter Kuchen, frischer Kaffee, kalte Getränke sowie Würstchen und Pommes rundeten das kulinarische Angebot ab. Ganztägig im Angebot war der speziell zum Erhalt der Weintradition in Trimbs kreierte „Trimbser Obermark“, ein feinherber, edler Moselriesling des Jahrgangs 2017.
Für den Nachwuchs war eine Hüpfburg bereitgestellt worden. Ab 15.30 Uhr erwartete alle Besucher (auch die zahlreichen Fahrradfahrer) der musikalische Höhepunkt mit dem Auftritt des Fanfarenzugs Blau-Weiß Ochtendung. Die Musikanten sorgten für beste Stimmung im Nettetal. Als schließlich „Du bes die Stadt“ von den „Bläck Fööss“ erklang, wurde es auch Ortsbürgermeister Schmitt, bekennender Fan des 1. FC Köln, warm ums Herz. Zeit für ein Fazit hatte er dennoch: „Die Gemeinde Trimbs feiert ja in diesem Jahr ihr 1000-jähriges Bestehen, da hat diese Veranstaltung wunderbar gepasst. Vor Jahren hatten wir mal 600 Wanderer am Start, da war hier Land unter. Diesmal haben wir organisatorisch alles gestemmt bekommen.“ Der Erlös der Veranstaltung dient der Anschaffung der Basaltskulptur „Trimbser Kaulemann“, die auf dem Dorfplatz aufgestellt werden soll.
Um 10.15 Uhr machte sich Wanderführer Walter Heuser (rechts) mit seiner Gruppe auf den Weg. Nach drei Stunden und 45 Minuten waren alle wieder zurück.
Dechant Jörg Schuh aus Ochtendung beim Freiluftgottesdienst.
Der Fanfarenzug Ochtendung sorgte unter der Leitung von Patrick Kammler für die musikalische Unterhaltung.
