Landrat Pföhler eröffnete ersten Ausbildungstag Ahrweiler
34 Arbeitgeber und 500 potentielle Auszubildende trafen sich
Bad Neuenahr. 500 Schüler der Abschlussklassen des Kreisgebiets konnten sich im Konferenzbereich des Dorint Parkhotels in Bad Neuenahr bei 34 potentiellen Arbeitgebern aus der Region über die Berufsbilder und ihre Chancen in der Berufswelt informieren.
Die Einstieg GmbH aus Köln hatte in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Ahrweiler und dem Büro für Zukunft in Vorbereitung dieses ersten Ausbildungstag Ahrweiler im ersten Schritt einen Online-Test, einem auf Basis der RIASEC-Methode individueller, wissenschaftlich fundierter Interessencheck, der den Jugendlichen aufzeigt, welche Interessen und Stärken besonders ausgeprägt sind, durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden die Schüler bereits in mehreren Workshops auf diesen wichtigen Event-Tag vorbereitet. Sie übten mit dem zertifizierten Bildungstrainer vom Büro für Zukunft Kommunikationsdialoge, steigerten ihre Motivation und erarbeiteten Entscheidungskompetenzen für ihre berufliche Zukunft.
Als Schirmherr unterstützt Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Unternehmen bei der Suche nach passenden Auszubildenden für das Jahr 2018 und hofft, somit dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Er eröffnete diese speziell für das Ahrtal konzipierte Rekrutierungsveranstaltung gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Einstieg GmbH, Christian Langkafel, und konnte sich im anschließenden Rundgang davon überzeugen, dass den Schülern entsprechend ihres in den Workshops ermittelten Interessenprofils und ihrer Fähigkeiten das jeweils passende Gesprächsangebot gemacht werden konnte.
Gespräche im 10-Minutentakt
Die Schüler konnten im 10-Minutentakt ihre Gespräche mit Personalchefs, Ausbildungsleitern von Firmen und öffentlichen Verwaltungen, mit Auszubildenden, Studenten und Wissenschaftlichen Mitarbeitern der Hochschule Koblenz, im Falle des Dorint Parkhotels, sogar mit dem Hoteldirektor persönlich, Frank Schönherr, führen.
Dabei wurden den Schülern bei nahezu allen Gesprächen empfohlen, neben den „Pflicht-Praktika“ so viele weitere Praktika wie möglich zu absolvieren, um das Berufsbild zu finden, das wirklich Freude macht. Auch wurde der landläufigen Meinung entgegengewirkt, dass man unbedingt Abitur haben muss, um interessante Berufe mit entsprechenden Aufstiegsmöglichkeiten zu erhalten. Hier wurde unter anderem auch auf die vielfältigen Möglichkeiten der Weiterbildung bis hin zum weiterführenden Studium hingewiesen.
Nicht nur Hoteldirektor Schönherr, der in seinem Hause sieben Azubis beschäftigt, sah in dieser Veranstaltung die Zielsetzung nicht darin, Azubis zu rekrutieren, sondern eher eine beratende Funktion, um die Vor- und Nachteile der angebotenen Ausbildungsberufe aufzuzeigen und somit eine Entscheidung zu erleichtern, und dies vor dem Hintergrund, dass etwa 10% der Azubis ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen. An den beiden Ständen der Hochschule Koblenz konnte festgestellt werden, dass bei den interessierten Schülern zwar durchaus Ideen und Themenfelder vorhanden waren, aber noch nicht alle voll durchstrukturiert waren, auch hier war durchaus noch Beratungsbedarf vorhanden. Die Bereitschaft zur Mobilität ist bei vielen leider noch nicht so ausgeprägt, wie es die Ausbildung vielleicht erforderlich macht, so erläuterte ein Azubi im 2. Lehrjahr beim Abfallwirtschaftsbetrieb, dass es in seinem Beruf bundesweit nur 40 Azubis pro Jahrgang gibt, entsprechend muss man im Rahmen der Ausbildung den Blockunterricht auf eine der beiden bundesweit einzigen Schulen absolvieren, was notwendigerweise keine Heimatnähe bedeuten muss.
Wie Andrea Heiliger, Pressesprecherin des Bildungsunternehmens Einstieg GmbH betonte, führte jeder „Personaler“ am Freitag bis zu 48 fest vereinbarte Rekrutierungsgespräche, die Chance gute Azubis kennenzulernen war nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sehr hoch.
Beratung beim einzigen Handwerks-Stand hier von der Schreiner-Innung, Maik Rönnefahrth und Boris Ulmann
Azubis des Dorint mit Direktor Schönherr, einem Bildungstrainer vom Büro für Zukunft und dem Geschäftsführer Einsteig GmbH, Christian Langkafel (von links)
34 potenzielle Arbeitgeber präsentierten sich im Konferenzbereich des Dorint Parkhotels.
Auch der Stand der Kreisverwaltung Ahrweiler war stark frequentiert.
