Allgemeine Berichte | 27.09.2023

Landkreis Cochem-Zell legt Grundstein für digitale Zukunft

35 Millionen Euro für den Gigabitausbau

Martin Wagener, Regionalleiter für den Projektträger ateneKOM, überreichte den offiziellen Förderbescheid persönlich an Landrat Schnur. Foto: Kreisverwaltung Cochem-Zell

Cochem. Der Landkreis Cochem-Zell hat von der Bundesregierung eine vorläufige finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 35 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel dienen als Basis für den endgültigen Ausbau des Breitbandnetzes, speziell der Verlegung von Glasfaseranschlüssen, in der gesamten Region. Das übergeordnete Ziel des Landkreises ist es, dass bis zum Ende des Jahres 2028 alle privaten Haushalte, Unternehmen und Betriebsstätten mit einem effizienten und zukunftssicheren Glasfaseranschluss versorgt sein sollen. Geplant ist die Installation von etwa 8.200 Glasfaseranschlüssen. Diese sollen vornehmlich in den Gebieten realisiert werden, in denen die kommerziellen Telekommunikationsanbieter bisher keine eigenwirtschaftlichen Ausbaupläne haben. Das Projekt wird Tiefbauarbeiten von circa 450 Kilometern erfordern und die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 58 Millionen Euro. Federführend bei diesem ambitionierten Unterfangen ist der Eigenbetrieb Wirtschaft & Innovation der Kreiswerke Cochem-Zell. Martin Wagener, der als Regionalleiter für den Projektträger ateneKOM tätig ist, welcher wiederum vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit der Durchführung betraut wurde, überreichte den offiziellen Förderbescheid persönlich an Landrat Schnur. Die Überreichung des Bescheids erfolgte im Kontext eines Meetings mit den hauptamtlichen Bürgermeistern der verschiedenen Verbandsgemeinden, ein Zeitpunkt, der als äußerst opportun erachtet wurde. Wagener lobte insbesondere das beispielhafte Modell der interkommunalen Kooperation im Landkreis Cochem-Zell und die sorgfältige Vorbereitung des Förderantrags durch die Kreiswerke. Diese Faktoren hätten erheblich zur raschen Genehmigung der finanziellen Unterstützung beigetragen. Der Eigenanteil des Projekts wird durch den Landkreis und die beteiligten Verbandsgemeinden gleichmäßig getragen, was die finanzielle Belastung für die einzelnen Gemeinden minimiert. Diese Besonderheit wurde von Martin Wagener, der vom Gesamtumfang des Projektes beeindruckt war, speziell hervorgehoben. Rückblickend erinnerte Landrat Schnur an die Gründungszeit der Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell mbH (BIG) vor ungefähr 12 Jahren. In dieser Zeit haben die Verantwortlichen den Breitbandausbau eigenständig in Angriff genommen und ursprünglich eine Grundversorgung von 2 Mbit/s angestrebt. Heute ist die Rede von Hochgeschwindigkeits-Glasfaseranschlüssen mit Kapazitäten von weit über 100 Mbit/s für sämtliche Haushalte und Betriebe. „Das Projekt hat in dieser kurzen Zeitspanne eine enorme Entwicklung erfahren“, kommentierte der Landrat. Er richtete seinen besonderen Dank an ateneKOM für die zügige Bearbeitung des Förderantrags. Zwar wird das Gigabitnetz voraussichtlich erst nach dem Ende seiner Amtszeit fertiggestellt, aber er zeigte sich hocherfreut darüber, dass er den finalen Ausbauschritt noch in die Wege leiten konnte. Im nächsten Verfahrensschritt wird der Eigenbetrieb Wirtschaft & Innovation der Kreiswerke nun die Ko-Finanzierung durch das Bundesland Rheinland-Pfalz beantragen. Sobald auch von dieser Seite ein Förderbescheid vorliegt, kann die offizielle Ausschreibung für das Projekt starten. Als Zeitraum für den Baubeginn wird derzeit das zweite Quartal des Jahres 2025 ins Auge gefasst. Abschließend sei erwähnt, dass auch der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Telekommunikationsunternehmen einen wichtigen Teil des Gesamtkonzepts darstellt. Landrat Schnur und die Bürgermeister der Verbandsgemeinden empfehlen deshalb dringend, auch die Angebote dieser Unternehmen in Erwägung zu ziehen, um das gesamte Vorhaben erfolgreich zum Abschluss zu bringen.BA

Martin Wagener, Regionalleiter für den Projektträger ateneKOM, überreichte den offiziellen Förderbescheid persönlich an Landrat Schnur. Foto: Kreisverwaltung Cochem-Zell

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