35. Närrisches Biwak des Stadtsoldaten-Corps Meckenheim in der Jungholzhalle
37 Tollitäten verursachten auf der Bühne ein farbenfrohes Spektakel
Kommandant Peter Klee konnte sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen und schaute sich alles von unten an
Meckenheim. Rekordverdächtig war der Tollitätenbesuch beim 35. Närrischen Biwak des Meckenheimer Stadtsoldaten-Corps in der rappelvollen Jungholzhalle. Nicht weniger als 37 Tollitäten in unterschiedlichen Konstellationen gaben sich ein Stelldichein. Von der Einzelprinzessin über das Prinzenpaar bis hin zum Dreigestirn, im Erwachsenen- und im Nachwuchsalter, marschierten alle gemeinsam auf die gigantische Bühne. Da hielt es Stadtsoldaten-Kommandant Peter Klee nicht mehr auf der Bühne aus. „Dieses Spektakel muss ich mir von unten ansehen“, sagte er und begab sich spontan in die Zuschauerreihen, denn
so ein farbenprächtiger Anblick wird wirklich nur selten geboten. Als dann auch noch das Meckenheimer Kinderprinzenpaar sein Sessionslied anstimmte, Kinderprinz Julian I. (Stangl) die Trompete und Kinderprinzessin Lena I. (Wrobel) die Gitarre auspackte, schlug die Stimmung im Saal Purzelbäume. Ein unvergessliches Erlebnis sowohl für die Tollitäten auf der Bühne als auch für das Publikum im Jungholz-Gürzenich als Gäste bei einem
der ältesten Traditionscorps des Rheinlands. Dabei ging es schon am frühen Vormittag los mit der Begrüßung durch den Kommandanten Peter Klee, der bei dieser Gelegenheit auch die langjährige Trainerin der Tanzgarden, Ulrike
Seidel, nach mehr als 20 Jahren im Dienst feierlich verabschiedete. Der Musikzug der Stadtsoldaten ließ es sich natürlich nicht nehmen, nach dem gemeinsamen Einmarsch zunächst den Musikzug in Position zu bringen, der auch gleich zu den aktuellen Tänzen der Damentanzgruppe und der Soldatentanzgruppe aufspielte. Unter der Leitung von Tobias Gasteier verwöhnte der Musikzug im
Anschluss das Publikum in gewohnt hochwertiger Qualität mit stimmungsvoller Musik.
Da schmeckte die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone noch einmal so gut.
Natürlich ließ es sich auch die befreundete Meckenheimer Karnevalsgesellschaft nicht entgehen, den Gastgebern ihre Aufwartung zu machen. So trat zunächst die Stadt-Garde Meckenheim auf und anschließend auch noch die Prinzengarde mit Musik und Tanz.
Nach dem Einzug des Kinderprinzenpaars präsentierten auch die vier Nachwuchs-Tanzgarden der Stadtsoldaten ihr erstaunliches Können.
Doch das war natürlich alles kein Vergleich gegenüber dem sensationellen Auftritt der Showtanzgruppe des Stadtsoldaten-Corps, die von Sabrina Johnen-Dietrich wieder einmal optimal auf dieses Ereignis vorbereitet worden war.
Mit sehenswerten akrobatischen Kunststücken sorgten sie dafür, dass der Applaus nicht enden wollte.
Richtig Stimmung im Saal verbreitete anschließend die Gruppe „Sibbeschuss“ mit aktuellen Karnevalsliedern, aber auch einem Medley aus Karnevalshits längst vergangener Tage, denn sie wollen die Tradition weiter aufrechterhalten, wie Frontmann Sascha Hardt am Geburtstag von Ur-Schuss Falk Scheffler klarmachte.
Sehenswert war auch die Darbietung der „Dancing Cheers Lommersum“ mit einem hervorragenden Cheerleader-Tanz, ebenso wie der Auftritt der Karnevalsgesellschaft „Urbacher Räuber“.
Das Husaren-Corps Grün-Weiß Linz/Rhein begeisterte das Publikum ebenso wie das Stadtsoldatencorps aus dem benachbarten Rheinbach mit Musik und Tanz, bevor es beim großen Finale noch einmal richtig voll wurde auf der Bühne.
JOST
Die Showtanzgruppe der Meckenheimer Stadtsoldaten begeisterte das Publikum mit einem sehenswerten Auftritt.
