Allgemeine Berichte | 15.09.2016, 15:30 Uhr

Jehovas Zeugen Bonn-Bad Godesberg / Wachtberg

50 Jahre Laienschauspiel

Seit 50 Jahren machen Laiendarsteller von Jehovas Zeugen biblische Ereignisse vom Bühnenstück wie hier Meckenheim ...
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Meckenheim. 16.000 Personen besuchten in diesem Sommer an zehn aufeinander folgenden Wochenenden die Kongresse von Jehovas Zeugen in Meckenheim in Deutsch, Bulgarisch, Chinesisch, Französisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch. Die jeweils dreitägigen Treffen betonten die Loyalität gegenüber Gott. Höhepunkt der Veranstaltungen waren zwei rund einstündige Spielfilme. Der Film „Auf das hoffen, was wir nicht sehen“ zeigte in packenden Bildern wie eine Familie mit dem tragischen Unfalltod ihres Kindes, Selbstvorwürfen, Arbeitslosigkeit, sowie einer Krebsdiagnose fertig werden muss - und wie Verzweiflung langsam durch Hoffnung ersetzt wird. Dem zweiten Film mit dem Titel „O Jehova, auf dich vertraue ich“ lag ein Zitat des jüdischen Königs Hiskia aus dem zweiten Buch der Könige Kapitel 19 in der Bibel zu Grunde. In historischen Kulissen und mittels aufwendiger Computeranimation wurden die Zuschauer in das Jerusalem des achten Jahrhunderts vor Chr. versetzt, welches von feindlichen Heeren belagert wurde. Beiden Filmen war gemeinsam, dass sie von Laiendarstellern gespielt wurden, die kein Honorar dafür verlangten. Die Filme gibt es unter folgendem Link als kostenlosen Download: https://www.jw.org/de/publikationen/jw-kogressveroeffentlichungen/. Gleichzeitig markierten diese Filme das 50-jährige Jubiläum des Einsatzes von Laiendarstellern bei den jährlichen Sommerkongressen von Jehovas Zeugen. Rainer Gehrke aus der Wachtberger Gemeinde hat in den letzten 50 Jahren keinen Kongress ausgelassen. Er erinnert sich: „1966 waren wir alle sehr überrascht, als plötzlich vor 50.000 Zuschauern im Nürnberger Stadion die Geschichte des Propheten Jeremia aufgeführt wurde. 20 Kabelmikrofone wurden über den Rasen gezogen, die sich auch schon mal verhedderten. Es war ein gewaltiger technischer Aufwand.

Und es gab viel Applaus. Seitdem haben wir uns jedes Jahr auf die Dramen gefreut. Später kam die Stimme dann vom Tonband. 1980 konnte ich selbst mit meiner Frau in Essen bei einem Bühnenstück am Hof des Königs Salomo mitspielen. Dafür mussten wir lange Textpassagen auswendig lernen. Und wir haben wochenlang geübt.“ Auch Martin Krüger erinnert sich: „In den 70er Jahren wirkten bis zu 120 Personen bei den Massenszenen über das Volk Israel mit.

Mit 17 Jahren konnte ich dann selbst vor 27.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion zum ersten Mal mitspielen. Später wechselte ich in eine englische Gemeinde von Jehovas Zeugen. Mit der englischen Laienspielgruppe kamen wir nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden zum Einsatz. Seit einigen Jahren besuchen wir nun die chinesischen Kongresse in Meckenheim. 2013 konnte ich dort selbst die Regie für ein chinesisches Bühnenstück übernehmen, dass sich an den Leiden des treuen Hiob orientierte. Es war eine Freude mit so vielen freiwilligen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen zu arbeiten. Auch wenn es manchmal Sprachprobleme gab, so hat sich jeder voller Begeisterung eingebracht, und viele Stunden seiner Freizeit dafür eingesetzt.“ Seit 2014 präsentieren Jehovas Zeugen die faszinierenden Begebenheiten der Heiligen Schrift bei ihren Kongressen nun als Filme mit authentischen Kulissen, doch immer noch mit freiwilligen Laiendarstellern - wie schon seit 50 Jahren.

... bis zum Spielfilm in über 100 Sprachen lebendig. JZ

... bis zum Spielfilm in über 100 Sprachen lebendig.Fotos: JZ

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