Christine und Günther Knauf aus Mendig feierten ihre Goldhochzeit
50 Jahre lang ein Herz und eine Seele
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel gratulierten persönlich
Mendig. Vor 50 Jahren schloss das in Niedermendig wohnende Ehepaar Christine und Günther Knauf den Bund fürs Leben. Zwei Jahre zuvor lernte das Paar einander auf der Herbstkirmes kennen. Während Christine Knauf, geborene Grabowy mit einigen Freundinnen aus Andernach nach Mendig gekommen war, lernte sie ihren Günther kennen, der mit einigen Kollegen den Kirmesplatz ansteuerte. Im Gespräch mit „Blick aktuell“ erinnert Günther Knauf sich: „Mein Kollege hatte sich damals mit der Schwester meiner Frau angefreundet, allerdings hielt diese Verbindung nicht allzu lange. Meine Frau habe ich dagegen nicht mehr losgelassen und so kam es, dass wir 1966 im Hause meiner Eltern in Niedermendig, Auf Schruf unsere Verlobung feierten. 1967 heirateten wir zunächst standesamtlich in Mendig und einige Tage später wurden wir in der Krypta von Maria Laach von Pater Valerius, der mit meiner Mutter weitläufig verwandt ist, getraut.“ Selbstverständlich ließen VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel es sich nicht nehmen, dem Jubelpaar persönlich zu gratulieren. Bei dieser Gelegenheit überreichte Jörg Lempertz dem Ehepaar eine Kopie der Hochzeitsurkunde, auf der auch die Trauzeugen Nikolaus Knauf (Vater von Günther Knauf) und Engelbert Grabowy (Vater von Christine Knauf) namentlich aufgeführt waren.
Obgleich das Paar den Schmerz über den Tod seiner einzigen Tochter Heike Elisabeth, die im Alter von 35 Jahren plötzlich verstarb, niemals verwunden hat, schauen die Eheleute , die inzwischen ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, positiv nach vorne.
Die beiden aktiven und bereits mehrfach ausgezeichneten Mitglieder des Obermendiger Schützenvereins St. Sebastianus empfingen bereits eine Abordnung ihres Vereins, die zum Gratulieren in die Raiffeisenstraße 10 gekommen war, wo die Eheleute ein herrliches Anwesen bewohnen. Da Günther Knauf jedoch auch Mitglied beim Niedermendiger Schützenverein St. Hubertus ist, wird auch die nächste Feier nicht lange auf sich warten lassen. „Vor lauter Feiern sind wir in diesem Jahr noch gar nicht dazu gekommen, unsere Original Kostner-Krippe aufzustellen, die immer zu Weihnachten ein ganzes Zimmer mit zahlreichen kunstvoll geschnitzten Figuren schmückt“, so das sympathische Jubelpaar.
Dass Günther Knauf sein Haus zwei Jahre lang federführend mit gebaut hat („wir haben 1978 erst einmal 900 Quadratmeter ausgeschachtet“), versteht sich von selber, schließlich verfügt der Maurer über eine 30 Jahre währende Praxis, die er sich als Mitarbeiter bei dem bekannten Baukonzern Philipp Holzmann AG aneignete.
Eine wahre Meisterleistung vollbrachte jedoch auch Christine Knauf, die in Oberschlesien geboren wurde und im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern nach Andernach zog. Heute erinnert sie sich: „Damals sprach ich noch kein Wort deutsch, was sich jedoch sehr schnell änderte. So absolvierte ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung im Andernacher Kaufhaus „Alte Post“ und später machte ich noch eine zweite Ausbildung zur Krankenschwester, die ich mit der Examensnote „gut“ abschloss. Sehr schnell fand ich dann eine Stelle in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, die damals noch unter der Bezeichnung Landesnervenklinik -LNK- bekannt war.“
Am 14. Dezember wird noch einmal eine Feier mit einer weiteren Abordnung der St. Sebastianus Schützen stattfinden und Anfang 2018 wird Christine Knauf ihre Goldhochzeit noch einmal mit den Schützenfrauen feiern. Langeweile kommt bei den sympathischen Eheleuten jedenfalls nie auf, da sie nicht nur ihr großes Haus mit Garten alleine pflegen, sondern auch bei der Senioren Union, der Kolping-Familie und beim VDK aktiv sind. FRE
