Lionsclub Remagen verteilte Spenden
5.000 Euro aus der 2. Adventskalender-Aktion
Neben dem „Weihnachtslicht“ erhielten vier weitere Vereine und Institutionen je 900 Euro vom Lions-Förderverein
Unkel.„Leben ist ohne Nächstenliebe sinnlos!“ Wenn schon die Anfangsbuchstaben dieses Slogans ihren den Namen bilden, dann ist es für die „Lions“ naheliegend, sich unter diesem Motto ehrenamtlich für soziale und kulturelle Projekte einzusetzen. Getreu dem Grundsatz „We serve“ verpflichtet sich jedes Mitglied, den Dienst am Nächsten über seinen persönlichen Profit zu stellen. So auch der Lions-Club Remagen, dessen Präsident, Günter Wragge, ins Rheinhotel Schulz eingeladen hatte, in dem jeweils am dritten Dienstag im Monat der Clubabend stattfindet.
„Wir treffen uns heute hier, damit sich Mitglieder, Sponsoren und Nutznießer unserer Kalenderaktion näher kennenlernen“, begrüßte er die zahlreichen Gäste. Vor zwei Jahren hatte der Lions-Club Remagen erstmals einen Adventskalender aufgelegt und verkauft. Als Anreiz, einen Kalender zu erwerben, hatten die Mitglieder über 370 Preise im Wert von 17.000 Euro eingesetzt, deren Losnummern sie hinter Adventstürchen versteckt hatten. „Dafür, dass es eine Premiere war, hatten wir einen so großen Erfolg, dass wir diese Aktion auch wieder 2017/18 in Angriff genommen haben“, erinnerte Günter Wragge, bevor der Vorsitzende des Lions-Fördervereins „Brücke von Remagen“, Uwe Hansen, den 5000 Euro-Erlös der jüngsten Adventskalender-Aktion an Vertreter der fünf bedachten Vereine überreichte.
Begrüßen konnte Günter Wragge die Vorsitzende des Hospizvereins Rhein-Ahr, Ulrike Dobrowolny, Irmgard Kraft von der ökumenischen Hospizbewegung Bad Honnef, Ute Blank vom Frauenhaus Bad Breisig sowie Silke und Mike Hentschel vom Reitverein Bruchhausen, die jeweils einen Scheck über 900 Euro erhielten, während sich der Vorsitzende des Vereins „Weihnachtslicht“, Bernd Leyendecker, dieses Mal mit 1.400 Euro begnügen musste, nachdem er im Vorjahr noch mit 3.000 Euro bedacht worden war. „Jeder gespendete Cent kommt seit unserer Gründung 1952 bei den Hilfsbedürftigen an, im Grunde bei Senioren über 65 Jahren. 2017/18 waren es über eine Million Euro, die an 3.500 Personen, deren Bedürftigkeit uns zuvor gemeldet und von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern überprüft worden war, verteilt worden sind“, berichtete Bernd Leyendecker.
Pro Jahr 50.000 Euro müsse das Frauenhaus Bad Breisig selber erwirtschaften, so Ute Blank. „Wie Ihre Spende eingesetzt wird, haben wir noch nicht konkret besprochen, wahrscheinlich aber im Freizeitbereich, damit die bei uns lebenden Kinder entspannt einen normalen Alltag erleben“, so die Vertreterin des Vereins „Frauen für Frauen“.
Die meisten würden am liebsten zu hause sterben, 50 Prozent würden jedoch in Krankenhäusern weitere 40 Prozent in Pflegeeinrichtungen sterben, berichtete Ulrike Dobrowolny vom Hospiz Rhein-Ahr. Dessen Mitglieder sind im Krankenhaus Remagen palliativ im Einsatz sowie ambulant in Altenheimen sowie im häuslichen Umfeld.
Ausschließlich ambulant arbeitet dagegen die ökumenische Hospizbewegung Bad Honnef. „Neben der Sterbebegleitung sind vor allem die Trauerarbeit und die Aufklärung durch die Öffentlichkeitsarbeit weitere Säulen unserer Tätigkeit“, so Irmgard Kraft. Anders als noch vor 50/60 Jahren würde sich heute niemand mehr zutrauen, zu Hause das Sterben von Angehörigen zu begleiten. Das Ableben werde aus dem familiären Leben Einrichtungen übergeben.
„Wir sind ein kleiner Verein, der für jeden offen ist und entsprechend nicht dem Image vieler Reitvereine entspricht, elitär zu sein“, berichtete Silke Hentschel. So bestehe etwa eine Kooperation des Vereins, der sich laut Satzung unter anderem der Förderung körperlich, seelisch wie auch sozial Benachteiligter verschrieben hat, mit dem Unkeler Kinderhaus „PASCH“. Diese Arbeit, zu der auch etwa ein Kinobesuch mit Rollstuhlfahrern gehöre, könnte der Verein ohne Spenden nicht stemmen. Ihre vorige Spende hat meinem Mann ermöglicht, seine Ausbildung als Reitlehrer für Körperbehinderte erfolgreich abzuschließen. Die heutige Spende benötigen wir, etwa um die Tierarztkosten zu begleiten, nachdem eines unserer Therapiepferde auf der Weide durch zwei lange Schnitte extrem verletzt worden ist“, so die Geschäftsführerin des Vereins.
Da man sich entschlossen habe, auch 2018/19 wieder einen Adventskalender aufzulegen, würden Sponsorenbögen und Verkaufsvereinbarungen parat liegen, erklärte Günter Wragge.
Alle zusammen freuen sich schon auf das nächste Benefizkonzert „Bands in Concert Vol.5“ am Samstag, 26. Mai, bei dem ab 19 Uhr die Gruppe „B42“, die Band „Drop in“ und „Rhein Refugee Youngstars“ in der Linzer Stadthalle zugunsten der Linzer Tafel und des Bruchhausener Reitvereins aufspielen. Wieder zusammen mit den Linzer Köbesen wird es wohl die letzte größere Aktion von Güter Wragge als Lions-Präsident sein, steht mit Maria-Katharina Apitius seine Nachfolgerin doch schon in den Startlöchern.
DL
