Allgemeine Berichte | 05.04.2023

Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2022

554 Straftaten mehr als im Vorjahr

Andernach/VGV Weißenthurm/VGV Pellenz. Im Jahr 2022 verzeichnete das Polizeipräsidium Koblenz insgesamt 68.278 Straftaten (2021: 58.962 Straftaten), die in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst wurden. Hiervon entfielen 4.217 Straftaten auf den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Andernach. Der Zuständigkeitsbereich der PI Andernach umfasst die Stadt Andernach nebst zugehörigen Stadtteilen, die Verbandsgemeinde Weißenthurm sowie die Verbandsgemeinde Pellenz. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier eine Steigerung von 554 Straftaten (+15,12 %) festzustellen.

Die Steigerung der erfassten Straftaten bei der PI Andernach ist insbesondere auf den Wegfall beschränkender Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemielage und der damit verbundenen Rückkehr in den öffentlichen Raum zurückzuführen.

Während der Pandemielage waren zum Teil starke Einbrüche bei den Straftaten zu verzeichnen. Von den registrierten Straftaten bei der PI Andernach wurden 2.762 aufgeklärt, was einer überdurchschnittlichen Aufklärungsquote von 65,5 % entspricht. Im Bereich des gesamten Polizeipräsidiums Koblenz liegt diese bei 63,2 %. Zur Bewertung der Sicherheit in einem Bereich wird oftmals auf die Häufigkeitszahl verwiesen. Die Häufigkeitszahl ist die Anzahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner. Die Häufigkeitszahl im Zuständigkeitsbereich der PI Andernach liegt unterdurchschnittlich bei 4.958 Fällen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz liegt diese bei 5.748 Fällen. Es wurden 2022 insgesamt 1.834 Tatverdächtige erfasst, was eine Reduzierung von 0,92 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Rohheitsdelikte wie bspw. Körperverletzungen oder auch Sachbeschädigungen stiegen auf das Niveau vor der Pandemielage. Die Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen stiegen deutlich, was auf eine Serie im Bereich Plaidt zurückzuführen ist und aufgeklärt wurde. Im Bereich der Betrugsdelikte ist eine Verschiebung aufgrund vermehrter Straftaten im Zusammenhang mit den Phänomenen „Enkeltrick“ und „WhatsApp-Betrug“ zu verzeichnen. Hier weist die Polizei darauf hin, dass es bei zweifelhaften Anrufen aufmerksam zu sein gilt und diese kritisch zu hinterfragen. Die PI Andernach steht bei Rückfragen und Abklärungserfordernissen jederzeit zur Verfügung. Zu den Entwicklungen äußert der Leiter der Polizeiinspektion Andernach, Polizeirat Eduard Schaab: „Die Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Andernach ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Wir werden auf sich verändernde Deliktsbereiche, insbesondere vor dem Hintergrund des Wegfalls beschränkender Maßnahmen, eingehen, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher und geschützt leben können.“ Nähere Informationen zur polizeilichen Kriminalstatistik können Interessierte den Veröffentlichungen des Polizeipräsidiums Koblenz vom 07.03.2023, sowie des Ministeriums des Innern und für Sport vom 06.03.2023 entnehmen.

Pressemeldung der

Polizeiinspektion Andernach

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