Drei Schülerinnen des Kurfürst-Baldiun-Gymnasiums Münstermaifeld überzeugten mit einer mobilen Kläranlage
6. Rotary Schülerwettbewerb war ein voller Erfolg
Namedy. Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn aus 20 Schulen aller Schultypen haben sich am sechsten Rotary-Schülerwettbewerb „Jugend und Technik“ beteiligt. Eine hochkarätige Fachjury hat unter den 66 eingereichten Projektarbeiten die 13 Finalisten ermittelt, die am Donnerstag in der Endausscheidung im Rahmen einer Festveranstaltung auf Schloss Burg Namedy präsentiert wurden.
„Die jungen Forscher haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte Juryleiter Prof. Dr. Dietrich Holz von der Hochschule Koblenz-Rhein-Ahr. „Möglicherweise hätte eine andere Jury ganz anders entschieden“, tröstete Holz die zahlreichen Teilnehmer, deren Arbeiten nicht prämiert wurden.
1. Platz: „Das Gold der Zukunft - sauberes Wasser mithilfe eines modernen Wasserfilters“
Überzeugt hat die Jury das Projekt „Das Gold der Zukunft – sauberes Wasser mithilfe eines mobilen Wasserfilters“, das drei Neuntklässlerinnen des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld im Finale auf Schloss Burg Namedy präsentiert hatten. Lea Ackermann, Clara Severin und Selina Gerhartz entwickelten einen mobilen Wasserfilter, der insbesondere Menschen in Entwicklungsländern zugutekommen soll. Für ihre gut strukturierte Arbeit heimsten die drei jungen Mädchen den ersten Platz ein und spülten damit 3000 Euro Preisgeld in die Kasse des Fördervereins ihrer Schule.
Darüber, dass drei Mädchen den ersten Preis gewonnen hatten, freute sich insbesondere Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, die in ihrer Eröffnungsrede dafür plädierte noch mehr junge Menschen für MINT zu begeistern, da der Fachkräftemangel im Bereich Naturwissenschaft und Technik mittlerweile eklatant sei. „Dabei stehen vor allem Mädchen im Blickpunkt“, so die Staatssekretärin.
2. Platz: „Bienen unter Strom“
Der zweite Platz und 2000 Euro Preisgeld gingen an zwei Schüler der IGS Pellenz in Plaidt. Maximillian Gross und Simon Emmert präsentierten unter dem Motto „Bienen unter Strom“ eine blühende Rettungsinsel.
Für ihre Arbeit hatten die zwei Achtklässler zwei Strommasten zwischen Kell und Eich gewählt. Unter einem Strommast pflanzten sie Blumen und säten eine bienenfreundliche Blumenmischung aus, während sie den Boden unter dem anderen Mast in ihrem Urzustand beließen. Ihre regelmäßigen Beobachtungen hatten ergeben, dass auf der nicht bepflanzten Fläche im Sommer kaum Bienen zu sehen waren, während die Blumenwiese von Bienen und Hummeln gut angenommen wurde.
Gleich zwei 3. Plätze
Der dritte Platz wurde gleich zweimal vergeben. Über jeweils 1000 Euro Preisgeld für die Fördervereine ihrer Schulen durften sich Moritz Ramisch, Maximillian Miltz und Lara Bündgen von der Geschwister Scholl Realschule plus in Andernach und Luis Schommer und Pascal Winkel von der IGS Polch freuen. Zusätzlich vergab die Jury themenbezogene Sonderpreise mit jeweils 1000 Euro an die Fördervereine der teilnehmenden Schulen.
Die Rotary Clubs Neuwied-Andernach, Remagen-Sinzig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Euskirchen-Burgfey und Adenau-Nürburgring hatten in den vergangenen zehn Jahren für den Schülerwettbewerb insgesamt 154.000 Euro akquiriert.
Bei dem Wettbewerb gehe es vor allem darum, Jugendliche spielerisch zu fördern und Spaß und Fantasie für diese Themen zu wecken. Ideen und Themen aus den Bereichen Physik, Chemie und Technik sollen anschaulich entwickelt und thematisch umgesetzt werden. Für viele Schülerinnen und Schüler die Chance, sich mit Spaß bei der Sache über ihren Berufswunsch klarer zu werden.
Die Initiative stehe vor dem Hintergrund, dass in Deutschland schon seit Jahren junge Ingenieure und Techniker fehlen – und das mit steigender Tendenz. Gerald Lichter, Rotary Club Neuwied-Andernach und Initiator des Rotary-Schülerwettbewerbs, freute sich besonders über die vielen weiblichen Technikfans, die in diesem Jahr wieder stark vertreten waren.
Staatsekretärin Daniela Schmitt begutachtete die Arbeiten der Wettbewerbs-Finalisten im Foyer Schloss Burg Namedy.
0117 Maximillian Gross und Simon Emmert von der IGS Pellenz in Plaidt überzeugten mit ihrem Projekt „Blühende Rettungsinsel für Bienen“ und heimsten den 2. Platz im Wettbewerb ein.
Über den 1. Platz freuten sich die Schülerinnen Lea Ackermann, Clara Severin und Selina Gerhartz vom Kurfürst-Balduin Gymnasium in Münstermaifeld.
