Allgemeine Berichte | 04.05.2026

Tipps vom ADAC Verkehrsexperten Christian Schmidt zum sicheren Umgang mit Quads

ADAC Tipp: Sicher unterwegs mit dem Quad

Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.

Quads erfreuen sich gerade im Sommer großer Beliebtheit, sowohl im Freizeitbereich als auch im Straßenverkehr. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken: Insbesondere bei Fahrfehlern oder mangelnder Erfahrung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

„Aufgrund der schmalen Spurweite und des hohen Schwerpunktes, reagieren Quads besonders empfindlich auf Lenkbewegungen zudem ist aufgrund fehlendem Überrollbügel und Karosserie kein zusätzlicher Schutz vorhanden. Gerade in Kurven oder bei plötzlichen Ausweichmanövern kann das Fahrzeug schnell kippen. Umso wichtiger sind ein defensiver Fahrstil und die richtige Vorbereitung“, sagt Christian Schmidt vom ADAC Mittelrhein. Der Verkehrsexperte erklärt, worauf Fahrer achten sollten und wie sich Risiken deutlich reduzieren lassen.

So reduzieren Quad-Fahrer das Unfallrisiko:

  • Defensiv fahren, Geschwindigkeit anpassen und riskante Fahrmanöver vermeiden.

  • In Kurven aktiv das Körpergewicht verlagern und abrupte Lenkbewegungen vermeiden.

  • Auf Straßenverhältnisse achten: Nässe, Schotter oder unebene Fahrbahnen erhöhen die Kippgefahr erheblich.

  • Ausreichend Abstand halten und vorausschauend fahren – besonders auf Landstraßen.

  • Vor Fahrtantritt Bremsen, Reifen, Beleuchtung und Lenkung sorgfältig überprüfen.

Gesetzliche Pflichten und Empfehlungen:

  • Fahrerlaubnis: Je nach Fahrzeug ist mindestens die Führerscheinklasse AM oder B erforderlich.

  • Helmpflicht: Für die meisten Quads gilt Helmpflicht. Zusätzlich empfiehlt der ADAC Schutzkleidung wie Handschuhe und feste Kleidung.

  • Versicherung und Zulassung: Quads sind zulassungspflichtig und benötigen eine Haftpflichtversicherung.

  • Technischer Zustand: Alle sicherheitsrelevanten Bauteile müssen regelmäßig geprüft und gewartet werden.

  • Alkohol am Steuer: Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer. Aufgrund der besonderen Fahrdynamik wirkt sich Alkohol jedoch noch stärker auf die Fahrsicherheit aus.

  • Fahrverhalten: Quads legen sich nicht in die Kurve wie Motorräder – Fahrer müssen aktiv gegensteuern und das Fahrzeug stabilisieren.

„Viele unterschätzen die besonderen Fahreigenschaften von Quads. Gerade Einsteiger sollten sich zunächst intensiv mit dem Fahrzeug vertraut machen oder ein Fahrsicherheitstraining absolvieren“, betont Schmidt.

Wo dürfen Quads genutzt werden?

  • Straßenverkehr: Zugelassene Quads dürfen regulär auf öffentlichen Straßen gefahren werden.

  • Autobahnen und Kraftfahrstraßen: Nur erlaubt, wenn die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 60 km/h liegt.

  • Offroad-Nutzung: Nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.

  • Geh- und Radwege: Die Nutzung ist grundsätzlich verboten.

Der ADAC empfiehlt, vor jeder Fahrt die Strecke zu planen und sich mit den jeweiligen Gegebenheiten vertraut zu machen. Besonders bei Gruppenfahrten ist eine defensive und rücksichtsvolle Fahrweise entscheidend.

Im Falle eines Unfalls gilt: Unfallstelle absichern, Erste Hilfe leisten, Beweise sichern und die Versicherung zeitnah informieren. „Grundsätzlich sollten Quad-Fahrer stets vorausschauend, verantwortungsbewusst und mit geeigneter Schutzausrüstung unterwegs sein, denn nur so lässt sich das Unfallrisiko nachhaltig reduzieren“, sagt Christian Schmidt.

Pressemitteilung ADAC

Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt. Foto: pixabay.com

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