Allgemeine Berichte | 18.02.2019

Superstimmung und Spitzendarbietungen bei der Damensitzung der KG 1903 Obermendig

„AHOI und Rambazamba, Owemennesch tanzt Samba“

Sitzungspräsident Peter Schlaus und sein schmucker Elferrat präsentierten wieder einmal eine rundum gelungene Sitzung. Fotos: -FRE-

Mendig. Dass die immer wieder spektakulären Damensitzungen der Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig sich auch bei vielen Närrinnen und Narren aus den umliegenden Regionen erfreuen, bewiesen die zahlreichen närrischen Besucher, die am vergangenen Samstagabend zur Ersten Damensitzung in die wieder einmal prall gefüllte Obermendiger Schützenhalle gekommen waren. Bereits vor der offiziellen Begrüßung durch Sitzungspräsident Peter Schlaus, der die Moderation des vielseitigen Spitzenprogramms fest im Griff hatte, herrschte beim Einmarsch des Elferrats und der Kellbach Funken eine ebenso ausgelassene wie familiär anmutende Stimmung. Dafür sorgten nicht zuletzt auch die virtuosen Musiker Heinz und Timo, die inzwischen schon zum festen Bestandteil der KGO-Sitzungen geworden sind.

Zunächst wurde Peter Schlaus im Rahmen eines kurzen Statements außergewöhnlich ernst und das hatte einen guten Grund. Schließlich handelte es sich um einen anonymen, ausgesprochen beleidigenden Brief, der sich auf den Auftritt eines KGO-Aktiven im vergangenen Jahr bezog. „Nicht, dass der Eindruck entsteht, wir würden hier keine konstruktive Kritik vertragen, ganz im Gegenteil, wir freuen uns über jeden ehrlich gemeinten Rat bzw. jedes Feedback, egal ob positiv oder negativ.“ Peter Schlaus beendete das leidliche Thema mit den Worten: „Wer oder was jetzt hier dumm ist, braucht wohl an dieser Stelle nicht weiter kommentiert zu werden. Aber da es sich bei dem feigen Absender um einen ausgesprochenen Experten in Sachen Büttenrede zu handeln scheint, biete ich dir an, bei der nächsten Sitzung hier aufzutreten und es viel besser zu machen.“

Nach der Begrüßung ging es tänzerisch weiter

Nach einer herzlichen Begrüßung aller Jecken und auch „Ehrenjecken“ im Saal, zu denen nicht zuletzt auch das noch amtierende Dreigestirn und sein Hofstaat zählten, eroberte die 38 Kids starke Kindergarde mit einem zauberhaften Tanz nach dem Disney-Hit „Vaiana“ die Herzen des Publikums im Sturm. Die Trainerinnen Caroline Hamann, Angi Müller und Trainer Andreas Müller haben wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet.

Weitere vorbildliche Choreografien, wie „The Timemachine“ von den erstklassigen Tänzern, bzw. Akrobaten der Johannishöfer (Leitung: Judith Fuchs), der Jugendgarde und Kellbach Funken (Trainerinnen Sonja Mohr und Chiara Centonze), „Polizei und Räuber“ von der Showtanzgruppe „Owemagic“ (Trainerin: Sandra Finkenstein) und der Highstone Dancers, die ihren mit Steffi Schmitt einstudierten Tanz den 90er Jahren widmeten, wurden mit zum Teil orkanartigem Applaus gefeiert. Selbstverständlich wurden auch die Musik und der Gardetanz des Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ mit lang anhaltendem Beifall belohnt.

Kellbach-Trio ging nicht ohne Zugabe von der Bühne

Auch musikalisch hatten die „Eigengewächse“ wieder einiges zu bieten: Während Andree Niederelz und seine Tochter Paula mit nicht alltäglichem karnevalistischen Liedgut begeisterten, riss das „Kellbach-Trio“ (Frank Neideck, Nico Junglas, Andree Niederelz, Michael Hamann, Reinhold Kahl, Sebastian Kaiser (Schlagzeug), Felix Schneider (Keyboard), Markus Breitbach (Gitarre) und Daniel Hermes (Bass) seine Fans bereits nach den ersten Klängen von den Stühlen. Nach ihren stimmungsvollen Liedern, zu denen u.a. „Wenn dau net tanze kann´s“, „Sauerbroode meine Schatz“ und selbstverständlich „Mir sein jedaaft met Wasser vom Lööcher See“ zählten, ließ das völlig außer Rand und Band geratene Narrenvolk „sein“ Kellbach-Trio nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Mit ihrem daraufhin angestimmten und von den Fans lautstark und textsicher mitgesungene „Mofa noh Bell“ brachten die höchst ambitionierten Sänger und Musiker den herrlich geschmückten Saal in der Obermendiger Schützenhalle zum Kochen!

Büttenreden sorgten für Lachsalven

Un wenn bei der KGO die Bütt auf die Bühne gestellt wird, weiß jeder „Kenner der Szene“, dass dies einen Großangriff auf seine Lachmuskeln bedeutet. Da wäre zum einen der traditionelle Auftritt der „Hex´ aus Mennesch“ alias Annette Tiede, die zunächst ihre im vergangenen Jahr aufgedeckte Geschichte vom „Bräunling“ zu einem guten Ende brachte: „Der Bräunling woar der kleine Haufen, der an Muhrschhof deng net weide laufen. Me hat sech jekümmert, üm dat wat stank, jetzt läuft et wiede – Gott sei Dank! Eine weiteres leidliches Thema der Hex´ war das Problem der viel zu kleinen Mülltonnen (Ättenchen, Ättenchen, how lovely seijn de Tönnchen“. Um endlich einmal Licht in das dunkle Geheimnis der mitunter stündlich wechselnden Benzinpreise zu bringen, stellte sie die beiden Raffinerie-Besitzer von Affia und Schprit (Nico Junglas und Thorsten Barthelmeh) vor, die ihre „Preisspiele“ zum Besten gaben.

Ein Highlight war das Zwiegespräch von Caroline und Michael

Ein weiteres traditionelles Highlight war der Auftritt von Caroline und Michael Hamann mit ihrem Zwiegespräch „ER + SIE“. Das auch im wirklichen Leben verheiratete Ehepaar plauderte wieder einmal aus dem Nähkästchen und dabei ging es mitunter recht derb aber dennoch liebevoll zu. (ER: „Ursprünglech wollt ech dir jo en Schlofsack kaafe“; SIE: „En Schlofsack? Denn han esch für 30 Joahr jeheirot“). Ihr Debüt in der Bütt der KGO-Sitzung gaben Chiara Centonze und Sophia Stahl, die als Stewardessen über ihre mitunter skurrilen Erlebnisse mit einigen Fluggästen berichteten. Das als echter Mayener Jung bekannte Bütten-As Dr. Blasi, alias Werner Blasweiler wurde, bevor er auch nur einen Satz gesagt hatte, von den Jecken im Saal bereits stürmisch gefeiert. Sitzungspräsident Peter Schlaus würdigte Dr. Blasi, der seine Gage in diesem Jahr an die Mayener Suppenküche spendet, sowohl mit einem Obolus als auch mit dem Sitzungsorden der KGO. Sichtlich gerührt nahm Werner Blasweiler die hohe Auszeichnung mit den Worten entgegen und bevor er das Publikum mit einer weiteren Zugabe belohnte sagte er: „Es ist schön, dass es einen Verein wie den Euren gibt!“

Bernd Steffes wurde geehrt

Eine Ehrung der ganz besonderen Art kam auch Bernd Steffes zugute, der für seine 3 x 11 Jahre währende Mitgliedschaft in Elferrat von Sitzungspräsident Peter Schlaus mit einer Urkunde ausgezeichnet wurde.

Gekrönt wurde der Abend außerdem mit einem Besuch von Prinzessin Tina I. aus Kottenheim, die sich mit ihrem Hofstaat die Ehre gab und mit ihrem Sessionslied „Für Fasenacht jebore“ nach einer Melodie von DJ Ötzis Hit „a Mann für Amore“ zum Schunkeln einlud

. FRE

Die Kindergarde verzauberte ihr Publikum mit einer herzerfrischenden Choreografie.

Die Kindergarde verzauberte ihr Publikum mit einer herzerfrischenden Choreografie.

Elferratsmitglied Bernd Steffes wurde von Sitzungspräsident Peter Schlaus für seine 33 Jahre währende Mitgliedschaft geehrt.

Elferratsmitglied Bernd Steffes wurde von Sitzungspräsident Peter Schlaus für seine 33 Jahre währende Mitgliedschaft geehrt.

Gemeinsam mit Mr. Affia und Mr. Schprit lüftete die Hex´ von Mennesch das Geheimnis um die offensichtlich willkürlich gestaltete Benzinpreisskala.

Gemeinsam mit Mr. Affia und Mr. Schprit lüftete die Hex´ von Mennesch das Geheimnis um die offensichtlich willkürlich gestaltete Benzinpreisskala.

Sitzungspräsident Peter Schlaus und sein schmucker Elferrat präsentierten wieder einmal eine rundum gelungene Sitzung. Fotos: -FRE-

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