Ein Interview mit dem Zauberphilosophen
ANDINO wieder auf der Bühne
Koblenz. ANDINO kehrt auf die Bühne zurück. Ein Interview mit dem Zauberphilosophen.
Nach drei Jahren Zwangspause durch Ihren Herzinfarkt und Corona, hatten Sie im letzten Jahr drei Vorpremieren Ihres neuen Programms und starten nun mit der offiziellen Premiere und einer kleinen Tour in und um Koblenz. Was ist denn neu an diesem Programm?
ANDINO: Zunächst einmal der Titel ScheinSpiele und dann die Zusammenstellung der Kunststücke, die ich schon seit vielen Jahren spiele. Es ist also eher ein neues/altes Programm oder eben ein Best-of meiner vier letzten Programme PHILOZAUBER light und solo, REALLUSION und Die Macht der Täuschung. Es ist aber nicht einfach ein Sampler, sondern ein sehr bewusst zusammengesetztes und deshalb eben doch auch neues Programm, dass durch die Geschichte dieser vier Programme zusammen gehalten wird.
Wie kam es denn bei den Vorpremieren an?
Trotz einer auch für mich etwas verblüffenden Dauer von zweieinhalb Stunden wurde das Programm von Besucher*innen als „äußerst kurzweilig“, „sehr unterhaltsam“ und sogar „wunderschön“ beurteilt. Der philosophische Rahmen wurde als „wirklich einmalig“ und mein Umgang mit den Zuschauerassistenten als „immer wertschätzend“ empfunden, was mich besonders gefreut hat. Alle drei Vorpremieren endeten erst nach vier Zugaben, was auch für mich ein neuer Rekord war. Mehr hätte ich dann auch wirklich nicht mehr gehabt, aber für die Premiere werde ich es wahrscheinlich doch etwas kürzen, was mir aber durchaus schwerfallen wird…
Ist für die Premiere noch
etwas Besonderes geplant?
Unsere Dezernentin für Bildung und Kultur PD Dr. Margit Theis-Scholz hat die Schirmherrschaft übernommen und wird auch ein Grußwort sprechen und ich kann zum ersten Mal in meinem Zauberleben ein gedrucktes Programmheft vorstellen, das als selbst ausgedruckte Version bei den Vorpremieren schon ausgelegt und damit „Korrektur gelesen“ wurde.
Ein Programmheft für eine Zaubervorstellung?
Ja, das gab es bei Kollegen schon manchmal, auch wenn es nicht allzu oft vorkommt, denn das Problem ist natürlich, dass das Publikum die Schöpfer der Kunststücke nicht kennen kann und sie auch oft gar nicht angebbar sind. In einem philosophischen Zauberprogramm kann man aber immerhin die Themen angeben, die mit einzelnen Kunststücken behandelt werden und an einigen Stellen habe ich einfach etwas dazu gesagt, was vielleicht interessant sein könnte. So zeige ich z.B. Spiele mit sogenannten Fächerkarten, die unser Heimatmaler Ralf Godde (1961-2020, siehe Nachruf von Andino in BLICK aktuell) für mich gestaltet hat.
Ansonsten habe ich darin aber auch die ganze Geschichte er Entstehung dieses Programms erzählt und einige Texte, die im Programm rezitiert werden, abgedruckt. Und Bilder sind natürlich auch dabei…
Hat sich sonst noch etwas verändert?
Ja, mein Äußeres hat sich durch einen Bart und ein leicht geändertes Outfit geändert und ich spiele das gesamte Programm aus einer dafür recht kleinen Reisetasche, wodurch sich auch ein stimmiges und hoffentlich ansprechendes Bühnenbild ergibt. Das mag sich jetzt vielleicht etwas unspektakulär anhören, ist aber tatsächlich für mich und auch viele Kollegen ein erfüllter Traum, ein so langes Programm aus einer einzigen Tasche heraus spielen zu können. Das hat zwar fast fünfzig Jahre gedauert und das Umdenken durch meinen Herzinfarkt benötigt, aber nun ist ScheinSpiele tatsächlich ein reines Taschenspiel, in dem ich die Essenz meines zauberphilosophischen Lebens vorlege!
Termine von ScheinSpiele
Premiere am 5. März im Theatersaal der VHS-Koblenz.
Weitere Termine: 12./19./26. März im Theatersaal der VHS-Koblenz (Karten: www.vhs-koblenz.de ). 27. März in der Stadthalle Boppard (Karten: www.boppard-stadthalle.de). 2. April in der Ehemaligen Pallottinerkapelle in Ehrenbreitstein (Karten: www.fepke.de ).
Aller Veranstaltungen beginnen jeweils um 17 Uhr.
Weitere Infos unter www.scheinspiele.de oder Tel. (02 61) 5 48 93.
