AWO Bezirksverband Rheinland e.V.
AWO schafft bedarfsgerechte soziale Infrastrukturen im Quartier
Koordinierungsstelle Quartiersmanagement in Koblenz feiert ihren ersten Geburtstag und zieht trotz coronabedingter Einschränkungen positive Bilanz
Koblenz. Mit dem Quartiersentwicklungsansatz leistet der AWO Bezirksverband Rheinland nun schon seit über einem Jahr einen wichtigen und kreativen Beitrag, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft zu begegnen. „Die medizinische und pflegerische Versorgung ist dabei nicht die einzige Aufgabe. Auch Risiken wie Alterseinsamkeit und Isolation müssen durch Stärkung der sozialen Vernetzung und der Selbstständigkeit gesenkt werden. Pflegeeinrichtungen können hierzu mit ihren professionellen Begleitungs- und Unterstützungsangeboten und im Verbund mit ihren Versorgungspartnern wichtige Beiträge leisten, indem sie sich mit ihren Angeboten und Kompetenzen in die Nachbarschaft öffnen und sich auch integrativ in den Stadtteil bewegen“, so Eva Neef, Stelleninhaberin der Koordinierungsstelle Quartiersmanagement beim AWO Bezirksverband Rheinland. Die Projektstelle wird für drei Jahre von der Glücksspirale gefördert. In dieser Mission hat der AWO Bezirksverband Rheinland im November 2019 ein professionelles Quartiersmanagement etabliert.
Die Quartiersarbeit führt Menschen aller Generationen zusammen
In den ersten sechs stationären Altenhilfeeinrichtungen wird bereits systematisch darauf hingearbeitet, möglichst alle Senior*innen mit anderen Akteur*innen und engagierten Bürger*innen im Quartier und der Kommune zu vernetzen. Dafür sollen die bestehenden Angebote innerhalb der Seniorenzentren für Menschen aus dem Quartier geöffnet und erweitert werden. Gleichzeitig sollen durch Kooperation auch neue bedarfsgerechte Angebote außerhalb der Einrichtung entstehen. So hat sich das AWO Seniorenzentrum Laubach in Koblenz als einer der Projektstandorte inzwischen zu einem Kompetenzzentrum für Demenz entwickelt und sich für einen demenzfreundlichen Stadtteil in der Südlichen Vorstadt eingesetzt. Im Rahmen der Förderung des Deutschen Hilfswerkes war es möglich, eine Quartiersmanagerin einzustellen, die im Quartiersbüro in der Schenkendorfstraße Sprechstundenangebote mit Kooperationspartnern koordiniert, Möglichkeiten für Treffen von Vereinen in den Räumlichkeiten anbietet, aber auch Beratungsangebote initiiert. Zudem gibt es seit kurzer Zeit jeden Montag eine Digitale Smartphone Sprechstunde für Bürger*innen Vorort. Auch für jüngere Zielgruppen entstehen neue Angebote und das Thema Nachhaltigkeit soll sich zukünftig noch stärker in der Quartiersarbeit des AWO Seniorenzentrums Laubach wiederfinden.“, gibt Eva Neef konkrete Beispiele. Durch das Quartiersmanagement soll Senior*innen die Teilhabe am Leben im Quartier ermöglicht werden. Gleichzeitig sollen aber auch die Bürger*innen mehr Möglichkeiten und Anreize bekommen, sich mit dem und für den Stadtteil und die dort lebenden Menschen zu engagieren.
Seniorenzentren als wertvolle Ressource für die Gestaltung des demografischen Wandels
„Unsere Einrichtungen halten viele Kompetenzen in den Bereichen Pflege, Beratung und ehrenamtlichem Engagement vor, die für die Bürger*innen des jeweiligen Quartiers ein Gewinn sind. Ein kreativer Ansatz, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft zu begegnen“, bringt sie es auf den Punkt. „Wir haben im ersten Jahr trotz der Einschränkungen der Pandemie viel umgesetzt. Das ist den Kolleg*innen aus den Seniorenzentren hoch anzurechnen“, freut sich Eva Neef.
„Klar ist, dass eine solche Entwicklung nur gemeinsam mit vielen motivierten Akteur*innen und Unterstützer*innen des Quartiers möglich ist“, so Eva Neef. Momentan ist das Projekt auf Fördergelder, wie z. B. die des Deutschen Hilfswerks, angewiesen. „Wir entwickeln jedoch schon jetzt an jedem Standort Ideen, die Quartiersöffnung mit Eigenmitteln oder weiteren Konzepten nachhaltig voranzubringen. Die Unterstützung durch die Kommunen wäre jedoch ein weiterer wichtiger Schritt zur Etablierung der Quartiersarbeit“, appelliert sie.
Pressemitteilung
AWO Bezirksverband
Rheinland e.V.
