Meutensommerfahrt der Dieblicher Pfadfinder
Abenteuer Tag und Nacht
Dieblich. Selbst erlebte Abenteuer vor der Haustür – das gab es früher, als es sonst nichts gab: kein Fernsehen, keine Computer, kein Smartphone – nicht mal überall elektrischen Strom.
In der Tat, ohne Fernsehen, Computer, Handy und Strom schafft das sogar abenteuerliche Zustände zu Hause – jeder, der daheim schon einen elektrischen Totalausfall erlebt hat, der weiß, welch aufregend entspannte Stimmung allein durch Kerzenschein entsteht.
Und genau das erlebten die Dieblicher Pfadfinder wieder bei ihrer Meutensommerfahrt; da wurde kurzerhand der Rucksack gepackt, und alles „stromige“ blieb zu Hause, damit die Stimmung elektrisierter wird und sich die Abenteuer entzünden können.
Vom Wölfling bis zum Pfadfinder-Opa war alles dabei
Stammesmitglieder aller Altersklassen – vom kleinen Wölfling bis zum Pfadfinder-Opa – waren dabei und zogen freitags nachmittags von Moselkern
die Elz aufwärts zu den Höhen oberhalb der Burg Eltz. Mit Rucksack und zu Fuß natürlich. Mit Schweiß ging es steil bergauf durch den Wald, bis sich der weite Ausblick von den Moselhöhen in die Eifel endlich zeigte: erntereife Felder unter weiß-grau betupftem blauem Himmel, dunkelgrüne Waldkleckse und goldenes Korn, windbewegte Ähren und der warme Geruch des Sommers.
Das Abendessen wurde an einer Grillhütte auf dem offenen Feuer zubereitet, natürlich zusammen. Nudeln gab es mit leckerer Käse-Sahne-Soße. Dann senkte sich die Sonne am Horizont, und riesige Metall-Monster kamen lärmend und leuchtend auf die Höhen.
Die Getreidefelder wurden abgeerntet, solange es noch trocken war. Doch der Regen kam gegen Mitternacht mit Blitz und Donner am fernen Himmel und lauten Pfadfinderliedern in der Hütte – und er zog vorüber.
Das Eis wollte verdient werden
Samstags ging es dann nach einem ausgiebigen Müsli-Frühstück zunächst wieder ins Tal, um dort die Burg Eltz und ihre internationalen touristischen Belagerer in Augenschein zu nehmen. An der Elz gab es vorher noch ein kühles Bad und später eine deftige Brotzeit – Kraft für den Wiederaufstieg zu den sonnigen Feldern auf der Höhe. Hier wurde die Horde auf dem Weg nach Lasserg kräftig geröstet, denn das leckere Eis, das dort im kühlen Schatten auf sie wartete, wollte wohl extra verdient werden.
Am bewaldeten Aussichtspunkt auf die Mosel und das gegenüberliegende Baybachtal wurde die zweite Nacht verbracht, wieder zuerst mit Nudeln und danach mit Blitzen.
Zurück in die Zivilisation
Sonntags vernahm man gegen Mittag immer stärker werdend den unwiderstehlichen Ruf des Spielplatzes in Hatzenport – Endpunkt der Abenteuer und Wiedereintritt in die Zivilisation mit Bad und Bett. Jetzt ging es über den Hatzenporter Traumpfad auf der Sonnenseite der Mosel dem Ende entgegen, nicht mal zwei Stunden später war es geschafft und alle saßen mehr oder weniger ermattet und entspannt beim römischen Hasen-Relief am Spielplatz. Schön war es.
Wer auch einmal live dabei sein möchte, dem sei an dieser Stelle für weitere Informationen die Internetseite der Dieblicher Pfadfinder www.stamm-treverer.de empfohlen oder eine E-Mail an vorstand@stamm-treverer.de.
