Allgemeine Berichte | 26.03.2019

Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule Dierdorf nahmen an Erasmus+ - Austauschprogramm in Finnland teil

Abenteuer im Land der Mitternachtssonne

Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Dierdorf, sowie anderen am Programm beteiligten Schulen aus Italien und England nahmen an dem Programm teil. Foto: Nelson-Mandela-Schule Dierdorf

Dierdorf. Auf große Fahrt gingen vom 26. Januar bis zum 1. Februar zehn Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule im Alter von elf bis dreizehn Jahren. Begleitet von zwei Lehrerinnen besuchten sie im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ ihre Partnerschule in Finnland. Gemeinsam mit den anderen am Programm beteiligten Schulen aus Italien und England wurde an der Yhtenäiskoulu in Soini am diesjährigen Thema „At Work in Europe“ gearbeitet.

Auftakt in Helsinki

Von Frankfurt aus ging die Reise per Flugzeug in die finnische Hauptstadt. In Helsinki angekommen wurden zunächst Ferienwohnungen bezogen, um dann an diesem ersten Nachmittag und dem darauffolgenden Tag die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Bei herrlichstem Wetter, aber sehr tiefen Minustemperaturen bekam die Gruppe einen ersten Eindruck eines Landes, das trotz seiner jungen Geschichte beeindruckende Gebäude, wunderschöne Plätze sowie imposante Hafengebiete aufzuweisen hat.

Gemeinsam mit den Engländern und den Italienern auf nach Soini zu den Gastgebern

Am Nachmittag trafen dann die englische sowie die italienische Delegation ein, und gemeinsam wurde in einem extra bereitgestellten Erasmus-Bus die fast siebenstündige Fahrt gen Norden angetreten. Dichter Schneefall begleitete die Reise, welche durch die so landestypischen endlosen Wälder führte. Die von Zeit zu Zeit sich zeigenden weißen Flächen bis zum Horizont ließen vermuten, dass sich darunter einer der 188.000 finnischen Seen verbarg, natürlich tief zugefroren. Die Anzeige im Bus zeigte von Stunde zu Stunde fallende Temperaturen.

Am Abend – bei minus 27°C in Soini angekommen – nahmen die Gastfamilien die Schüler in Empfang und so lernten diese von Anfang an das finnische Familienleben kennen.

Besichtigungen, Vorträge und Workshops rund ums Arbeitsleben

Die folgenden Tage waren geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Arbeitsthema. In der für alle gängigen englischen Sprache wurden in Teams, die ausschließlich international gemischt besetzt waren, Interviews mit ortsansässigen Betrieben durchgeführt, diese bild- und textmäßig dokumentiert, anschließend bearbeitet und dann der ganzen Gruppe präsentiert.

Zur Erkundung der finnischen Arbeitswelt gehörten ebenso einstündige Vorträge ehemaliger Schüler der Gastschule, die sich mittlerweile selbstständige Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe aufgebaut haben und von ihren Erfahrungen berichteten.

Jedoch betätigten sich alle Schüler aber auch selbst in Workshops. Da wurde gesägt, geschliffen und gebacken, gebastelt, genäht und gefilzt und keiner merkte, wie schnell die Zeit verging, weil alles so viel Spaß machte.

Outdoor-Aktivitäten mal ganz anders

Ebenso standen Wintersportaktivitäten wie Skilaufen, Eislaufen, Schneeschuhwandern und Rodeln auf dem Programm.

Unvergesslich bleiben die Outdoor-Aktionen wie das Eisfischen oder das ganz kurze Abtauchen in einen eiskalten See nach dem abendlichen Saunabesuch. Das alles kostete selbstverständlich einige Überwindung, zeigte aber den Jugendlichen, dass die persönlichen Grenzen oftmals höher liegen, als man selbst erwartet hätte, und dass man offen sein muss für Neues - auch im Hinblick auf die Anforderungen in der Arbeitswelt. Ein großer Tagesausflug schließlich vermittelte interessante Eindrücke im Rahmen von Führungen und Besichtigungen der jeweiligen Produktion:

Zunächst wurde die Firma Lapuan Kankurit besucht, welche sich als Leinenweberei unter Verwendung hochwertiger Naturmaterialien der Herstellung von Haushaltstextilien im finnischen Design verschrieben hat.

Diese Produkte sind weltweit erhältlich und auch einige Exkursionsteilnehmer konnten dem Reiz nicht widerstehen, sich im firmeneigenen Shop ein schönes Souvenir zu kaufen.

Danach ging es weiter in die Küstenstadt Vaasa, eine junge aufstrebende Universitätsstadt mit einem sehr bedeutenden Arbeitgeber: Wärtsilä.

Die Firma ist führend am Weltmarkt in der Herstellung von Diesel-Schiffsmotoren, die in allen Bootsklassen, vom kleinen Fischerboot bis zum Kreuzfahrtschiff, zu finden sind. Zusätzlich hat sich Wärtsilä einen Namen in der Solartechnik gemacht. Nach einem einführenden Vortrag und der sich anschließenden Führung durch die in einem alten Bahnhof gelegenen Werkshallen stand Freizeit im größten Shopping-Center der Stadt sowie das Abendessen dort auf dem Programm, bevor die Heimreise nach Soini angetreten wurde.

Abschied und Heimreise

Der letzte Abend schließlich gab allen an diesem Treffen in Soini beteiligten Schülern, Lehrern und Eltern die Gelegenheit, sich über die gemeinsam erlebte Woche auszutauschen, Fotos anzuschauen und gemeinsame Spiele auszuprobieren. Die Eltern hatten finnische Spezialitäten vorbereitet, und so bogen sich die Tische unter den kulinarischen Köstlichkeiten.

Tränenreich gestaltete sich schließlich der Abschied; man versprach sich den erneuten gegenseitigen Besuch sowie den schriftlichen Kontakt.

Nächste Station: Italien

Der nächste Austauschbesuch im Rahmen des Projekts führt im Mai nach Italien. Dort wird das Arbeitsthema „At Work in Europe“ fortgeführt.

Pressemitteilung

Nelson-Mandela-

Schule Dierdorf

Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Dierdorf, sowie anderen am Programm beteiligten Schulen aus Italien und England nahmen an dem Programm teil. Foto: Nelson-Mandela-Schule Dierdorf

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Kleinanzeigen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest in Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Innovatives rund um Andernach
Erzieher
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenschaltung zur Praxisschließung
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
313

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
129

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
46

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
41

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dienstleistungen
Maifest in Gönnersdorf
Maifest Gönnersdorf
Maifest in Dedenbach
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Handwerker im Außendienst
Gesundheit im Blick
Tank leer?
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Biker Segnung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Servicemitarbeiterin
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr