Investition in den Sport
Abrissarbeiten am Preuschoff-Stadion begonnen
Stadt investiert rund 450.000 für neue Außenumkleide
Meckenheim. Es ist eine starke Untertreibung, wenn die Stadt Meckenheim in ihrer jüngsten Pressemitteilung davon spricht, dass sich die städtischen Außenumkleiden am Preuschoff-Stadion in einem erheblich sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Der Begriff „Schandfleck“ würde es eher treffen.
Vor knapp zehn Jahren setzte bereits die politische Diskussion darüber ein, wie es hier weitergehen soll. Sanierung oder Abriss und Neubau waren die Alternativen. Nach mehreren Zwischenlösungen und sehr intensiven Debatten entsteht jetzt ein zeitgemäßer Neubau. Der Ausschuss für Bau- Vergabe, Wirtschaftsförderung und Tourismus hat in seiner Sitzung am 28. Juni einstimmig beschlossen, dass die vorhandene Außenumkleide abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll.
Während die Stadt Meckenheim Eigentümerin der Liegenschaft ist und bleibt, obliegt dem VfL Meckenheim die Bauplanung und Ausführung. Der Verein beabsichtigt dabei Eigenleistungen in Höhe von 10.000 Euro einzubringen, die Mitglieder werden vor allem den Abriss und die Entkernung übernehmen. Damit unterstützen die Vereinsmitglieder die Fa. Anton Müller GmbH & Co. KG, welche den Auftrag für den Abbruch erhalten hat. Die weiteren Arbeiten sollen an Firmen aus der Region vergeben werden. Die Stadt Meckenheim zahlt für den Abriss und den Neubau der Außenumkleide einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 400.000 Euro. Diese Mittel sind im Haushalt auch eingestellt.
Die neue Außenumkleide wird als moderner Stahlbau in Fertigteil-Bauweise erstellt. Insgesamt werden zukünftig vier Umkleiden zur Verfügung stehen. Dabei teilen sich jeweils zwei Umkleiden einen Duschraum. Von außen zugänglich wird es auch ein Damen- und Herren-WC sowie ein barrierefreies WC geben. Der Schiedsrichterraum verfügt über eine separate Dusche. Weitere rund 50.000 Euro Kosten entstehen für Medienanschlüsse wie
Wasser, welche ebenfalls erneuert werden müssen.
Bürgermeister Bert Spilles verwies in seiner Ansprache darauf, dass es sich um ein städtisches Gebäude handelt und die Stadt hier auf jeden Fall Handlungsbedarf hatte. Zudem werden die Räumlichkeiten auch für den Schulsport genutzt und unterstützen die Konzeption von Meckenheim als Sportstadt. Hoch zufrieden zeigten sich vor allem der Vorsitzende des VfL Meckenheim Udo Kolberg sowie der Erste Beigeordnete Holger Jung. Kolberg verwies in seiner kurzen Ansprache darauf, dass Holger Jung ja selber viele Jahre
erfolgreich für den VfL gespielt habe und dankte der Stadt für deren Engagement.
Die Bauarbeiten sollen bis zum Ende der laufenden Saison abgeschlossen sein, sodass in der neuen Spielzeit die neue Umkleide schon genutzt werden kann.
Der VfL Meckenheim erhofft sich mit dieser Maßnahme auch ein Stück mehr an Attraktivität, wie Udo Kolberg erläuterte. Denn die Mitgliederzahlen des Vereins sind in den letzten Jahren permanent gesunken, so zählt man aktuell knapp unter 200 Mitgliedern. Auch kann man derzeit nur drei Jugendmannschaften sowie zwei Mannschaften im Seniorenbereich stellen, welche in den Kreisligen A und D spielen. Der Verein wünscht sich daher schon lange von der Stadt einen modernen Kunstrasenplatz und befindet sich hier in Gesprächen. Hierzu wollten sich die Vertreter der Stadt aber nicht äußern.
Ein Problem an der nun abzureißenden Umkleide war auch die illegale Schmiererei mit Graffiti. Holger Jung betonte hier auf Nachfrage, dass die Stadt das Problem zwar kenne und es auch eine Bestreifung seitens des Ordnungsamtes beziehungsweise der Polizei gebe, dies aber leider selten zu Ergebnissen führte. Bürgermeister Bert Spilles regte an, einmal zu prüfen, ob hier nicht auch eine künstlerische Gestaltung erfolgen könne. STF
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
