Pater Nikolaus hat die Seelsorge und Geistlichkeit im Marienstift über 14 Jahre maßgeblich geprägt
Abschied von einem ganz besonderen Menschen
Mendig. Nach 14 Jahren als Hausgeistlicher im Alten- und Pflegeheim Marienstift in Mendig hat Pater Nikolaus Herden seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen. Am Mittwoch, 6. September, wurde er im Marienstift im Rahmen eines Gottesdienstes und anschließenden kleinen Empfangs feierlich verabschiedet. Pater Nikolaus selbst stand der Messe vor und zelebrierte sie gemeinsam mit seinem besten Freund und ehemaligem „Schüler“ Pastor Ralf Birkenheier. Pater Nikolaus kam am 1. November 2004 als Seelsorger und Hausgeistlicher ins Marienstift und löste dort den über 90 Jahre alten Hausgeistlichen, Pater Matthias Scherf, ab. Nach dem Neubau des Marienstifts im Jahr 2007 und der Eröffnung im Jahr 2008 zog er in gleicher Trägerschaft in die Einrichtung St. Martin in Ochtendung, wo er ab dann lebte und die Seelsorge sowohl im Haus St. Martin als auch im Marienstift in Mendig übernahm. In seiner 14-jährigen Zeit als Seelsorger in Mendig eroberte durch seine offene Art und Menschlichkeit schnell die Herzen der Bewohner, Mitarbeiter und der Gemeinde. In Erinnerung bleiben wird nicht nur das vielfältige seelsorgerisches und spirituelle Wirken, sondern seine menschliche Art und Weise. Besonders sein Humor und Wertschätzung sind unvergesslich und allen gut in Erinnerung geblieben. Von daher nahmen an dem Verabschiedungsgottesdienst nicht nur viele Bewohner, sondern auch eine große Anzahl Mendiger Gemeindemitglieder teil.
Pater Nikolaus hat die Seelsorge und Geistlichkeit im Marienstift über 14 Jahre maßgeblich geprägt. Mit ihm konnten die Bewohner erleben, welchen Stellenwert die Seelsorge und der christliche Glaube für Pater Nikolaus haben und, in welcher Überzeugung und Begeisterung er diese Nächstenliebe praktiziert hat.
Unvergessliche Akzente gesetzt
Pater Nikolaus setzte im Marienstift unvergessliche Akzente, ob Gottesdienste, Krankensalbungen, Krankenkommunion oder auch die jährliche Gedenkfeier für die Verstorbenen. Aber nicht nur den Bewohner des Marienstifts war Pater Nikolaus eine große Stütze, auch für die Mitarbeiter hatte er stets ein offenes Ohr und waren auch für diese in schweren Stunden da. Er war Tröster, Zuhörer, Seelsorger, Freund in einer Person.
Der Heimleiter, Markus Sauer, ging in seiner Rede auf die vielfältigen Angebote der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde ein. Er danke allen, die dafür sorgen, dass im Marienstift die Gottesdienste und Wort-Gottes-Feiern neben der Seelsorge regelmäßig stattfinden.
„Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie, liebe Helfer, Ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinde und den Bewohner stellen“.
Er sprach der katholischen Pfarrgemeinde Mendig, Pastor Birkenhaier und seinem ganzen Seelsorger-Team, Pfarrer Beetschen von der evangelischen Kirche und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die am Wochenende die Wort-Gottes-Feiern durchführen, den Kommunionhelfern, Lektoren und Organisten seinen Dank aus. Dies ist ein Zeichen der Verbundenheit zwischen der Gemeinde und dem Marienstift und zeigt, welchen Stellenwert die Bewohner in der Gemeinde haben.
In seinem Schlusswort wünschte Markus Sauer, dass sich Pater Nikolaus schnell in die neue Heimat einleben werde und dort genauso viel Liebe und Wärme erfahre, wie er dies den Bewohnern in all den Jahren gegeben habe. Er verabschiedete sich mit dem Zitat von Albert Schweizer, „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“.
Und dieses Denkmal habe er bei uns in den Herzen schon lange geschaffen. Nach weiteren Gratulationen und Danksagungen durch Pastor Birkenheier und anderen Vertretern der Kirchen- und Pfarrgemeinde bestand nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Empfang persönlich von Pater Nikolaus zu verabschieden.
Nach 14 Jahren als Hausgeistlicher im Alten- und Pflegeheim Marienstift in Mendig hat Pater Nikolaus Herden (Mitte) seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen.Foto: Privat
Pater Nikolaus selbst stand der Messe vor und zelebrierte sie gemeinsam mit seinem besten Freund und ehemaligem „Schüler“ Pastor Ralf Birkenheier. Foto: Privat
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