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Karin Joachim aus Bad Neuenahr bringt neuen Roman auf den Markt

Abtauchen in die 1920er Jahre

Abtauchen in die 1920er Jahre

Karin Joachim mit ihrem neuen Werk. Foto: privat

21.07.2020 - 08:35

Bad Neuenahr. Karin Joachim, Autorin aus Bad Neuenahr, war wieder fleißig. Nach zahlreichen Romanen und einigen Sachbüchern erschien Anfang Juli nun ihr neues Werk „Großstadtflüstern“. Im Buch nimmt Joachim die Leser mit auf eine Zeitreise in die vermeintlich goldenen 1920er Jahre. BLICK aktuell traf die Autorin nun zum Interview.

BLICK aktuell: Seit kurzem ist Ihr neues Buch „Großstadtflüstern“ im Handel erschienen. Um was geht es?

Karin Joachim: „Großstadtflüstern“ ist die Fortsetzung meines Romans „Domschattenträume“, der 2018 erschienen ist. Karolina Offermann, die junge Fabrikantentochter aus Köln, musste bereits einige Rückschläge hinnehmen. Noch immer träumt sie davon, Filmschauspielerin zu werden. Wir treffen sie im August 1927 wieder. Sie ist mittlerweile um einige Erfahrungen reicher. Und nimmt selbstbewusst ihr Leben in die Hand. Auf geht es nach Berlin! Ob eines der vielen Filmateliers ihr einen Vertrag anbieten wird?

BLICK aktuell: Das Buch ist in den 1920er Jahren angesiedelt und auch andere Ihrer Werke spielen in dieser Epoche. Was fasziniert Sie in an dieser Zeit?

Joachim: Mich fasziniert die Ambivalenz jener Jahre. Sie als golden zu bezeichnen, greift eigentlich viel zu kurz. Ja, es gab diese vielen Vergnügungen, aber wir müssen bedenken, dass bis 1923 die Folgen des Ersten Weltkrieges noch deutlich spürbar waren und dass gegen Ende des Jahrzehnts die Weltwirtschaftskrise alle Hoffnungen auf ein besseres Leben für viele Menschen wieder zunichtemachte. Und es existierte eine erstaunliche Modernität, wenn wir bedenken, dass z.B. bereits Elektroautos durch die Straßen fuhren, Design und Mode noch heute stilprägend sind, dass Frauen mehr Rechte bekamen. Und es gab diese Fortschritte und eine hohe Qualität beim Film. 1929 dann der rasche Übergang zum Tonfilm.

BLICK aktuell: „Großstadtflüstern“ ist der Nachfolger von „Domschattenträume“. Im Mittelpunkt steht die angehende Schauspielerin Karolina Offermann. Wie charakterisieren Sie Ihre Protagonistin?

Joachim: Karolina ist gereift, selbstbewusster, was bei einem so strengen und den Konventionen verhafteten Vater gar nicht so leicht ist. Sie wird bald großjährig, darf zum ersten Mal in ihrem Leben wählen gehen. Sie ist klug, aber dennoch nicht davor gefeit, Fehlentscheidungen zu treffen oder den falschen Menschen zu vertrauen.

BLICK aktuell: Ein Nachfolger weckt immer große Erwartungen: Können sich die Leser auf ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren oder echten Stars dieser Zeit freuen?

Joachim: Aber ja. Die Familie Offermann und Karolins Freundinnen sind wieder mit von der Partie. Dann aber auch einige neue Charaktere. Besonders interessant wird es für die Leser von heute, wenn Karolina durch die Filmateliers streift oder bei Filmpremieren dabei ist, und dort bekannte Persönlichkeiten trifft. Lassen Sie sich überraschen. Auch Berlin selbst spielt eine große Rolle, Veranstaltungen wie der Presseball oder „Berlin im Licht“ verzaubern Karolina.

BLICK aktuell: Sie haben sich insbesondere als Autorin von Ahr-Krimis einen Namen gemacht. Nun spielen ihre Romane in Köln, Potsdam und Berlin. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Joachim: Als gebürtige Rheinländerin habe ich eine besondere Beziehung zu Köln. Meine frühesten Kindheitserinnerungen ranken sich um den Dom, die Kölner Museen, das Leben am Rhein. Wenn man damals so wie Karolina Offermann berühmt werden wollte, so kam man an Berlin nicht vorbei. Berlin war schließlich die Filmmetropole. Dort gaben sich die Berühmtheiten der Zeit ein Stelldichein. Für die beiden Romane „Domschattenträume“ und „Großstadtflüstern“ habe ich in verschiedenen Filmmuseen recherchiert, vor allem im Filmmuseum Potsdam, und in den Filmstudios Babelsberg. Auf dem Studiogelände stehen noch Bauten aus der Frühzeit des Films, so die Halle (heute Marlene-Dietrich-Halle), in der schon Fritz Lang und andere Größen gedreht haben.


Weitere Informationen:


Großstadtflüstern, GMEINER-Verlag, 416 Seiten, 13,5 x 21 cm, Klappenbroschur Premium

16 Euro, ISBN 978-3-8392-2718-3.

-ROB-

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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