Allgemeine Berichte | 29.09.2016

Finale der Laacher Orgelkonzerte

Abteiorganist Gereon Krahforst spielt Max Reger

Am Freitag, 7. Oktober um 19 Uhr

Abteiorganist Gereon Krahforst.privat

Maria Lach. Abteiorganist Gereon Krahforst spielt am Freitag, 7. Oktober um 19 Uhr in der Laacher Abteikirche das Schlusskonzert der „Laacher Orgelkonzerte 2016“ und damit auch des Festivals „Max Reger 2016“. Auf dem Programm stehen zunächst eine improvisierte Choralphantasie sowie zwei improvisierte Choralvorspiele im Stil von Max Reger – dies hat es während des Zyklusses nur einmal vorher, mit Prof. Tomasz Adam Nowak – gegeben; darauf folgen zwei der berühmten zweistimmigen Inventionen Bachs, die von Reger mit einer dritten Stimme versehen wurden – was eigenartig und hochinteressant klingt, wirklich wie eine stilistische „Kreuzung“ zwischen Bach und Reger.

Den fulminanten Schlusspunkt dieses „Final“-Konzertes bilden Regers fis-moll-Variationen op. 73, sein opulentestes und längstes Orgelwerk überhaupt. Mit den „Variationen und Fuge über ein Originalthema“ op. 73 bescherte Max Reger der Welt der Orgelmusik mit op. 73 eines der großartigsten Variationswerke mit Schlussfuge überhaupt.

Von allen Regerschen Orgelwerken ist dieses das Lieblingswerk des Abteiorganisten Gereon Krahforst. Mag es vorerst komplex, überladen und auch einfach sehr lang erscheinen und als Zumutung an den Hörer empfunden werden, so lässt es sich doch mit etwas Offenheit, Gespür und Feinsinn als eines der intimsten, tiefsten Reger-Werke durchaus „entdecken“ und als einen paradiesischen Garten voller leuchtender, bisweilen auch verwaschener Pastellfarbtöne „erobern“. Das Werk ist voller Kontraste zwischen explosiver Dramatik und introvertiertestem, „gesungenen“, leisem Monolog – in jeder Hinsicht und mit allen möglichen Zwischenstufen und Schattierungen. Zudem stellt das Werk an jedweden Interpreten die allerhöchsten Ansprüche, was Spieltechnik, Klangsinn und musikalische Gestaltungskraft betrifft – bis hin zu den äußersten Grenzen des Machbaren.

Der Eintritt zum Konzert ist frei; am Ende wird um eine Spende gebeten.

Abteiorganist Gereon Krahforst. Foto: privat

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