Die Ortsgemeinde Nörtershausen/Pfaffenheck informiert
Achtung Riesenbärenklau/ Herkulesstaude
Nörtershausen/Pfaffenheck. In der Gemarkung von Nörtershausen/Pfaffenheck ist wieder eine große Anzahl an austreibenden Herkulesstauden gesehen worden. Diese Pflanze ist für Menschen und Tiere gefährlich und der Kontakt sollte tunlichst vermieden werden.
Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und hat sich mittlerweile über Europa und Nordamerika ausgebreitet. Bei Berührung und in Verbindung mit Tageslicht kann es bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen. Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört. Zur Beseitigung sind Handschuhe, Schutzkleidung, Schutzbrille und gegebenenfalls Atemschutz erforderlich.
In und auf der gesamten Pflanze (auch im Wurzelsystem) sind ätherische Öle enthalten, die nach Hautkontakt bei anschließender Bestrahlung durch Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Bei empfindlichen Menschen genügt bereits ein einfacher Kontakt mit der Oberfläche der Blätter. Die Reaktionen zeigen sich in Rötungen, Hautentzündungen, Reizungen und in schlimmen Fällen kommt es zu schmerzhaften Blasenbildungen. Die Hautreizungen und Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks können die Folge des Kontaktes mit der Pflanze sein.
Bei Arbeiten mit dem Rasentrimmer oder beim Abhacken der Pflanze kann der Pflanzensaft auch durch die Kleidung hindurch Auswirkungen hervorrufen. Nach Kontakt mit Teilen der Pflanze sollte man Sonne meiden und die betroffenen Hautstellen mit Wasser und Seife, besser mit Spiritus abwaschen. Bei Hautreizungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dünne Einmalhandschuhe können innerhalb einer Stunde durchdrungen werden.
Die Ortsgemeinde lässt diese Pflanze auf gemeindlichen Flächen von Fachpersonal entfernen und fachmännisch entsorgen. Ortsbürgermeister Paul Kreber bittet alle Grundstücksbesitzer, auf deren Grund diese Pflanze wächst und wo immer sie in den zugänglichen Bereich hineinragt, diese zu beseitigen. Es ist aber nicht damit getan, dass man diese Pflanze einfach abmäht. Weitere Informationen erhält man im Internet oder bei den Naturschutzbehörden. „Achten Sie besonders darauf, dass die Kinder nicht mit dieser Pflanze in Berührung kommen“, so Paul Kreber.
Pressemitteilung der
Ortsgemeinde
Nörtershausen/Pfaffenheck
