Allgemeine Berichte | 18.09.2019

THW übt den Ernstfall „Apate“ im Landkreis

Actionreiche Einstätze hielten die Helfer auf Trab

Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Person gehörte ebenso zum Übungsszenario.

Cochem. 70 THW-Helferinnen und Helfer nahmen im Landkreis Cochem-Zell an einer umfangreichen Einsatzübung teil. Die Übung stand unter dem Motto „Apate“ (Dämon der Täuschung nach der griechischen Mythologie), denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ahnten nicht, was sie erwartet. Am Freitagabend trafen sich die Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden (OV) Cochem, Zell sowie Trier, Theley und Heusweiler auf dem Gelände des OV Cochem. Zu Beginn wurde das Lager für die nächsten zwei Tage hergerichtet. Schlafplätze, Verpflegungsstelle und andere organisatorische Angelegenheiten wurden durch den Cochemer Ortsbeauftragten, Christoph Sesterhenn, bei seiner Begrüßung definiert. Anschließend begann die Übungsleitung mit den ersten, vorab organisierten Einsatzaufträgen. Bei Einbruch der Dunkelheit, sollte in Lutzerath, ein provisorisch eingerichteter Hubschrauberlandeplatz ausgeleuchtet werden. Fast zeitgleich folgten weitere Einsatzaufträge. Für eine Vermisstensuche an der Burgruine Winneburg benötigten die örtlichen Kräfte Unterstützung bei der Suche. Auch hier musste die dafür notwendige Ausleuchtung des Geländes organisiert werden. Vor Ort erläuterten die Mitglieder der Übungsleitung den eingetroffenen Kräften das Geschehen. Nach der erfolgreichen Einrichtung des Landesplatzes in Lutzerath und der Rettung von zwei Personen an der Winneburg, verstauten die Helfer die benötigte Ausstattung und kehrten in die Unterkunft zurück. Dort wurden die ersten Eindrücke in der Abschlussbesprechung mit dem leitenden Zugführer des OV Cochem, Michael Seidel, ausgetauscht. Nach einer kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück, stellten sich die Helfer auf die neuen Einsätze ein. Im folgenden Szenario stand es schlecht um Treis-Karden. Ein Waldbrand bedrohte den Hagebaumarkt und eine Brücke über den Flaumbach, die für Evakuierungen genutzt werden sollte, war nicht mehr intakt. Nach kurzer Besprechung mit den Gruppenführern, rückte der leitende Zugführer mit seinem Zugtrupp zur Lageerkundung nach Treis aus. Am Einsatzort angekommen erreichte die THW-Kameraden die Nachricht, dass die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren aus Treis und Karden mit größeren Löschfahrzeugen anrücken werden, um eine Riegelstellung gegen den Waldbrand einzurichten. Hierbei wird ein „Riegel“ zwischen den gefährdeten Bereich, in dem Fall den Baumarkt und den Brand mithilfe von Löschwasser gesetzt. 6.000 Liter Löschwasser in der Minute galt es hierfür, von der Mosel zur 500 Meter entfernten Übergabestelle zu befördern. Schnell war klar, diese Aufgabe können die Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen der teilnehmenden THW-Ortsverbände übernehmen. Nach Abschluss der Erkundung war auch der beste Platz für den Bau einer Brücke zur Evakuierung der Bevölkerung gefunden. An der Mündung des Flaumbachs in Höhe der Minigolfanlage, sollte diese durch die Helferinnen und Helfer errichtet werden. Die Kräfte in der Unterkunft wurden nun Gruppen- sowie Zugweise angefordert und erhielten bei Ankunft in Treis entsprechende Einzelaufträge. Die inzwischen eingetroffenen Feuerwehren aus Treis und Karden konnten ihre Riegelstellung aufbauen. Gleichzeitig schafften es die Helferinnen und Helfer die Brücke über den Flaumbach fertigzustellen. Interessiert beobachtet wurde der Einsatz durch Soldaten des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr. Diese verfolgten die einsatznahe Demonstration der technischen Möglichkeiten und konnten dabei sehr informative Eindrücke sammeln. Im Anschluss an eine kurze Pause wurde der Rückbau der Einsatzstellen eingeleitet und es ging geschlossen zurück zur Unterkunft des THW Cochem. Doch hier war noch lange nicht Schluss. Die Übungsleitung forderte die THW’ler erneut mit weiteren simultan verlaufenden Einsatzszenarien. In Forst galt es eine Scheune abzustützen. Hier drohte eine Decke nach einem Brand einzustürzen. Ein ortsansässiger Feuerwehrmann der freiwilligen Feuerwehr Forst unterwies das angerückte THW-Team, das dann unter Atemschutz (Umluft unabhängige Sauerstoffgeräte) die Abstützarbeiten durchführte. Unterdessen wurde auf der Straße nach Ediger-Eller beim Golfresort ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen simuliert. Auch hier wurde ein schneller Einsatz mit Rettungsgeräten durch die Bergungsgruppen notwendig. Bei einem weiteren Einsatzauftrag in Faid, galt es eine vermisste Person ausfindig zu machen und diese zu einem Übergabepunkt zu bringen. Auch die Mitglieder der Übungsleitung wurden wieder bei allen Ereignissen eingebunden und übernahmen die Unterweisung der Einsatzkräfte vor Ort. Nach der Abarbeitung eines Einsatzauftrags, rotierten die Gruppen zu den jeweils anderen Aufträgen, sodass jeder Helfer nahezu alle Einsatzlagen miterleben konnte. Um 19 Uhr beendete die Übungsleitung die Einsätze und ordnete den Rückbau der fingierten Aufgebote an. Als gastgebender Ortsverband leitete der Cochemer Ortsbeauftragte die Abschlussbesprechung, bei der Lob, aber auch konstruktive Kritik geteilt wurden. „Eine sehr gelungene Übung, welche die Stärken und möglichen Verbesserungspunkte im Ernstfall aufdeckt.“, hieß es dazu von Johannes Fuchs, Gruppenführer der zweiten Bergungsgruppe im OV Cochem.

Pressemitteilung

THW OV Cochem

Flussüberquerung leicht gemacht. Fotos: THW Cochem

Flussüberquerung leicht gemacht. Fotos: THW Cochem

Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Person gehörte ebenso zum Übungsszenario.

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