Seminartage im Rathaus der VG Adenau
Adenauer Schulen kümmern sich um UN-Agenda 2030
Adenau. Die beiden Adenauer Schulen Realschule Plus und Fachoberschule sowie das Erich-Klausener-Gymnasium haben kürzlich mit den Ortsgemeinden in der VG Adenau die UN-Vereinbarung zu den Agenda 2030-Zielen zur globalen Nachhaltigkeit unterzeichnet. Dass die beiden Schulen es ernst meinen mit ihrem Engagement, haben sie gleich jeweils mit einem Seminartag im Rathaus der Stadt unter Beweis gestellt. Jeweils eine zehnte Klasse konnte die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit nämlich, Ökonomie, Ökologie und Soziales im globalen und lokalen Maßstab kennenlernen. Betreut wurden die beiden Klassen jeweils von Lehrern, von Jürgen Schwarzmann und seinem Helferteam sowie von Winfried Sander, ehemaliger Lehrer am Erich-Klausener-Gymnasium, der sich während seiner beruflichen Zeit mit den globalen Fragen zur Nachhaltigkeit auf nationaler, landesweiter und regional-lokaler Ebene intensiv beschäftigt hat. Auch Bürgermeister Guido Nisius begrüßte die beiden Klassen und drückte seine Freude über die intensive Beteiligung aus. Was ist unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zu verstehen? Wie lässt sich der Begriff konkret erfassen? Besuch in Rias Fundgrube, einem sozialen Kaufhaus mit Zugang und Kunden für jedermann beziehungsweise „jedefrau“ in der Kollengasse und Erläuterungen von Ria Braun zur Funktionsweise eines besonderen „Second-Hand-Ladens“ und mit vielen Aspekten der Nachhaltigkeit. Zudem ein Kurzvortrag von Sander zum Thema „Globale UN-Agenda2030“ und seiner möglichen lokalen Umsetzung am Beispiel einer angedachten Streuobstwiese mit Bäumen für alle Gemeinden, Kindergärten und Schulen in der Verbandsgemeinde Adenau: Symbolträchtige Aktion mit ökologischer Wirkung. Nicht zuletzt war die Vorführung und Besprechung eines Filmes der Bundeszentrale für politische Bildung („Planet Plastik“) Teil der beiden Seminartage im Ratssaal der Verbandsgemeinde. Eine künstlerische Gestaltung von Gläsern mit den Ideen der UN-Agenda 2030 und der individuellen Formulierung eines persönlichen Zukunftswunsches auf einem Zettel rundete das Ganze ab!
Ihre persönliche Erfahrung formulierte eine Schülerin mit einem Zukunftswunsch in etwa so: „Wenn wir schon für viele Erwachsene eine Generation sind, die nur konsumiert und die Welt zu Schaden bringt, dann sollten wir jungen Leute uns doch darum mühen, dass wir unseren Konsum so überdenken, dass das so nicht eintreten muss!“ Für die Veranstalter eine wunderbare Erkenntnis.
