Allgemeine Berichte | 04.12.2025

Ahrtal: Baustart der Gewässerwiederherstellung in Altenburg

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt.  Foto: Svenja Berweiler / Björnsen Beratende Ingenieure GmbH

Altenburg. Baustart in Altenburg: Vor Kurzem haben die Arbeiten der Gewässerwiederherstellung im Bereich „Pappenauel“, auf dem ehemaligen Campingplatz der Ortsgemeinde Altenburg, begonnen. Ziel der Maßnahme ist es, den Wasserrückhalt zu erhöhen und den Abfluss zu verbessern. Gefördert wird die Maßnahme, die der Hochwasservorsorge dient, über den Aufbauhilfefonds des Bundes und der Länder.

Was wird gemacht?

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt. Durch diese Vorlandabsenkung entstehen zusätzliche Retentionsflächen, die als natürliche Überschwemmungsgebiete dienen und dazu beitragen, die Ahr bei Hochwasserereignissen zu entlasten. Zur Abfuhr der Erdmassen wird eine Baubrücke errichtet, die einen sicheren und effizienten Transport ermöglicht.

Um die Stabilität der Böschungen vor allem an Stellen, an denen die Strömung besonders stark ist, zu gewährleisten, werden spezielle, nicht sichtbare Stützkonstruktionen unter der Erde verbaut. Diese sogenannten teilverklammerten Deckwerke verhindern, dass die Böschung abgetragen wird und die Ufer dadurch instabil werden.

Außerdem wird der Abwassersammler zwischen Altenburg und Altenahr, ein Sammelkanal, der das Abwasser aus mehreren kleineren Abwasserkanälen auffängt, stabilisiert. Hierdurch wird verhindert, dass die Leitung bei Hochwasser aufschwimmt. Auch diese Maßnahme wird unterirdisch durchgeführt.

Im Zuge der Maßnahme wird zudem die Ahr-Sohle zwischen Altenburg und Kreuzberg auf das Niveau vor der Flut abgetragen. An dieser Stelle des Gewässerbetts werden die Auflandungen – also die Ansammlungen von Materialien wie Kies, Steinen und Sedimenten – entfernt, die während der Flutkatastrophe 2021 entstanden sind. Durch diese Beräumungsmaßnahme soll eine Verbesserung des Hochwasserabflusses erreicht werden.

Weitere Informationen

„Von der Planung bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen war eine Reihe von Schritten notwendig – von der Kampfmittelsondierung und den Baugrunduntersuchungen über die Abstimmung mit der Ortsgemeinde sowie die EU-weite Ausschreibung bis hin zur Vergabe den vorbereitenden Maßnahmen, wie der Vermessung des Geländes und Freischneidearbeiten. Es zeigt sich an vielen anderen Stellen bereits, dass sich diese Arbeiten lohnen. Jede Maßnahme zahlt in die Hochwasservorsorge ein und verbessert die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärt Anja Toenneßen, Leiterin des Fachbereichs Aufbau und Nachhaltigkeit bei der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Der aktuelle Fortschritt der Gewässerwiederherstellung kann über die Statusliste unter https://kreis-ahrweiler.de (Stichwort „Statusliste“) abgerufen werden.

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt. Foto: Svenja Berweiler / Björnsen Beratende Ingenieure GmbH

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