Sechs Stunden Fastelovend pur
Ahrweiler KG feiert Prunksitzung mit über 600 Jecken
Ahrweiler. Auch wenn im Fastelovend der klassische Sitzungskarneval an der ein- oder anderen Stelle Veränderungen unterworfen ist – wenn die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft (AKG) zu ihrer traditionellen Prunksitzung bittet, zieht es die Jecken zuhauf ins Helmut-Gies-Bürgerzentrum. Weit über 600 waren es diesmal, die bei dem fast sechsstündigen Programm nur während der Pause einmal kurz durchschnaufen konnten. Natürlich feierte der Saal sein strahlendes Dreigestirn mit Prinz Harry I., Bauer Lutz I. und Jungfrau Coralie I. ebenso frenetisch, wie Kinderprinzessin Helena I. Überhaupt bot sich schon zum Einzug ein beeindruckendes Bild, als die AKG mit all ihren Formationen die fast schon zu kleine Bühne rockte. Wie es guter AKG-Brauch ist, war die Sitzungsleitung bei Carolin Groß und Routinier Udo Groß in den allerbesten Händen und die Funken zeigten tänzerisch, wofür man monatelang hart trainiert hat. Die Tanz-Highlights wurden durch das Kölner Tanzcorps „De Höppemötzjer“ und der Stadtgarde Weiß-Rot spektakulär abgerundet.
„Unsägliche Qualen“ bei der Paragrafen-Erfüllung
In Sachen Rednern hatte man mit Martin Schops und Bernd Stelter zwei absolute Profis verpflichtet, wobei in der Bütt erneut die „Lästerschwestern“ alias Theresa Steffes und Carolin Groß die Abräumer waren. Sie hielten vielen Ahrweilern den Spiegel vors Gesicht und warben professionell für die freiwerdende Stelle des Bürgermeisters von Bad Neuenahr-Ahrweiler samt Werbeblogg und Shoppingkanal. Die Paragrafen-Erfüllung durch den König der Bürgerschützen, Dieter Zimmermann, mit dem Hutenmeister der Ahrhut, Heinz-Peter Hoppe, hatte es dann in sich. Im Trikot von Borussia Mönchengladbach mussten sie das „Fohlenlied“ singen – eine „unsägliche Qual“ für den bekennenden FC-Fan Zimmermann und den bekennenden Anti-Karnevalisten Hoppe. Musikalisch brachten Sänger Torben Klein und die Kultband „Paveier“ das jecke Volk auf die Stühle, letztere ließen mit ihrem kölschen Medley zum Sitzungsfinale noch einmal alle Dämme brechen.
