Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler schafft im zweiten Anlauf Rechtssicherheit für das „Quartier Calvarienberg“
Ahrweiler: Luxus-Hotel und Wohnbebauung für den Calvarienberg
Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Ende des Dornröschenschlafs des Ahrweiler Calvarienbergs ist in Sicht. Knapp neun Jahre nach dem Auszug des Ursulinenordens hat der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler planerisches Recht für die Nachnutzung von Kloster und Areal geschaffen. Eigentlich gab es das schon mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Ende 2024 und der Genehmigung des Flächennutzungsplanes im Februar 2025. Doch Formalismen wie fehlende externe Ausgleichsflächen in der seinerzeit beschlossenen Satzung machten eine „Wiedervorlage“ nebst dazugehörigen Beschlüssen und Ermächtigung des Bürgermeisters zur Unterschrift unter die überarbeitete Satzung notwendig. Aber auch im zweiten Anlauf stimmte der Stadtrat einstimmig dem Projekt „Quartier Calvarienberg“ zu.
Verschiebung durch Formalismen
Mit dem Ratsbeschluss kann Roland Breunig von der Würzburger Breunig Holding GmbH und Geschäftsführer der dazugehörigen Calvarienberg GmbH , sobald ihm der rechtsgültige Bebauungsplan zugesandt worden ist, zur Tat schreiten. Eine Verzögerung, die er, wie er im Rat sagte, „zunächst ärgerlich fand“, dann aber der Rechtssicherheit Vorrang einräumte. Seinem Versprechen vom April vergangenen Jahres - „2026 geht es los“ – machten allerdings die Formalismen einen Strich durch die Rechnung. Auf einen genauen Zeitpunkt, wann die ersten Bagger anrollen, wollte sich Breunig daher nach der Sitzung im Gespräch mit Blick aktuell nicht festlegen.
Aber bei den Plänen bleibt alles wie gehabt. Zur Revitalisierung des Calvarienbergs mit seinen insgesamt 27000 Quadratmetern Fläche gehören auch Wohnprojekte. Dies zum einen in Reihen- oder Mehrfamilienhäusern (34 bis 45 Wohneinheiten) und unterhalb der Ökonomie mit Blick ins Tal höherpreisiger exklusives Wohnen. Hinzu kommt der sogenannte „Grüne Vermittler“ im Klostergarten, der mit einer aktuellen Wohnfläche von 1000 Quadratmetern geplant wird. Wichtiges Kriterium der Stadt: Die Häuser im Klostergarten, dessen Mauer erhalten werden soll, ist für die Generation unter 40 aus dem Tal bestimmt. Und laut Breunig sollen Häuser und Wohnungen bezahlbar bleiben. Das Investitionsvolumen für die Wohnprojekte gibt er mit 20 Millionen Euro an.
Potenzieller Hotel-Betreiber
Für das historische Klostergebäude hat nach wie vor für Breunig ein Luxus-Hotel oberste Priorität. „Wir führen zurzeit konkrete Gespräche mit einem potenziellen Betreiber“, sagte Breunig gegenüber BLICK aktuell. „Vier Sterne superior oder fünf Sterne“ sind laut Breunig das Ziel. Allein für das Hotel mit Pool im Innenhof des Klosters soll das Investitionsvolumen rund 50 Millionen Euro betragen. Dafür sollen 80 bis 130 Zimmer und Suiten sowie Apartments entstehen. Im Refektorium soll ein öffentliches Restaurant seine Pforten öffnen und für den Spa-Bereich sind 1800 bis 2000 Quadratmeter vorgesehen. Die profanierte Klosterkirche soll zum 380 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal werden.
Erhalten bleibt die geweihte Krypta. Und der ehemalige Schwesternchor wird wieder geweiht. Denn er wurde an den Ursulinenorden zurückgegeben und soll von den Ordensfrauen betreut werden. Denn: Das Konzept der Projektentwickler sieht den Seitenchor als Hochzeitslocation vor. Bei allen Ideen und Änderungen soll jedoch eines sensibel gewahrt werden, das Erscheinungsbild des unter Denkmalschutz stehenden Klosters. Im Bereich der ehemaligen Ökonomie soll Platz für Gewerbe sein und für den unglücklichen Fall, dass die Hotel-Pläne wider Erwarten scheitern sollten, greift im Kloster Plan B, der dann ebenfalls Gewerbe vorsieht. Doch daran mag der Optimist Roland Breunig gar nicht denken. Nicht umsonst war er extra zur Ratssitzung aus Würzburg angereist. GS
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