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Interessengemeinschaft Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter

Aktion „Leere Stühle“

Aktion „Leere Stühle“

Die Aktion „Leere Stühle“ am Deutchen Eck. Quelle: Interessengemeinschaft Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter

27.04.2020 - 14:30

Koblenz. Die Aktion „Leere Stühle“ soll die Situation der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter verdeutlichen. Leere Stühle bedeuten keine Gäste. Keine Gäste bedeutet keine Erträge… Innerhalb von 48 Stunden haben sich knapp 60 Unternehmer des Gastgewerbes, Hotels und Veranstalter aus der Region Koblenz (Mittelrhein – Mosel – Lahn – Westerwald) dazu bereit erklärt, an der Aktion in Koblenz „Leere Stühle“ am Deutschen Eck teilzunehmen. Sie alleine repräsentieren über 1.000 Beschäftigte sowie weitere 650 Aushilfen aus der Region. Am Aktionstag konnten dann 1.020 Stühle gezählt werden. Vor Ort waren über 70 Betriebe. Die Aktion in Koblenz zählt somit nach Dresden zu den erfolgreichsten der knapp 80 Veranstaltungen in Deutschland.

Sie alle senden einen dringenden Hilferuf an die Bundes- und Landesregierung. Damit schließt sich die Region Koblenz der deutschlandweiten Aktion „Leere Stühle“, ausgehend in Dresden, an jeder Stuhl steht für einen Gastronomen.

Die heimische Gastronomie steht kurz vor dem Aus. Seit mehr als sechs Wochen sind die Betriebe geschlossen. Hotels dürfen nur Übernachtungen zu nichttouristischen Zwecken anbieten. Veranstalter können Ihrer Arbeit in der Gänze nicht mehr nachgehen.

Zu allem Überfluss die Probleme in der Administration und der Kommunikation an die Betriebe. Kurzarbeiteranträge sind in Bearbeitung, aber das Geld für die Mitarbeiter müssen die Betriebe weiterhin vorfinanzieren. Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter haben nach einem langen Winter leere Kassen. Der Winterspeck ist aufgebraucht, das wichtige Ostergeschäft sowie das erste Maiwochenende bereits verloren. Dieser Umstand betrifft im besonderen Maße für unsere Region zu. Die Landesregierung bietet Kleinstunternehmen bis 10 bzw. bis zu 30 Mitarbeitern Zuschüsse an. Was ist jedoch mit den Betrieben, die über diesen Wert hinaus agieren? Für die Beantragung der KFW-Kredite wurden die Betreiber zu den Banken und Sparkassen geschickt, die vielen Absagen erteilten. Die neuen Regulierungen nach den Osterfeiertagen sahen vor, dass Restaurants, Bars, Cafés und Hotels längerfristig geschlossen bleiben. Events wurden abgesagt bzw. in eine ungewisse Zeit im Spätsommer/Herbst verlegt. Somit ist eine verlässliche Planung nicht möglich.

Aus gesundheitlichen Gründen können alle die Maßnahmen der Regierung nachvollziehen. Nicht nachvollziehbar ist, warum für jede Branche unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden. Die anfängliche Ineffektivität der Bearbeitung von Anträgen hat dazu geführt, dass wertvolle Zeit verloren ging. Zeit, die wir gerade in dieser wirtschaftlichen Situation nicht haben und hatten.

Die entgangenen Umsätze können, nicht wie beispielsweise in der Industrie durch zusätzliche Schichten, nachgeholt werden. Ein Bett, ein Teller, eine Veranstaltung, das heute leer/ausbleibt, kann am Folgetag nicht aufgeholt werden. Die Kredite, die einzig der Überbrückung dienen müssen, können kaum zusätzlich erwirtschaftet werden, da die Margen in der Branche gering sind. Die zusätzliche persönliche Haftung stürzt uns noch tiefer in die persönliche Krise.

Was benötigt wird, ist ein Zukunftsszenario für die Branche. Wie können Kredite wieder zurück verdient werden (z.B. eine dauerhafte Senkung der MWSt auf Speisen und Getränke)? Wie sieht eine schrittweise Öffnung aus? Welche finanziellen Hilfen erhält die gesamte Branche, um die bereits erlittenen Verluste zumindest teilweise zu kompensieren?


Benötigt werden und gefordert wird


Erweiterungen der aktuellen Zuschüsse und Soforthilfen auch für Betriebe über 30 Mitarbeiter.

Ein Masterplan zur schrittweisen Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit sowie ein konkretes planbares Datum, das realistisch ist und gleichzeitig die aktuelle Pandemieentwicklung berücksichtigt.

Einheitliche und umsetzbare Richtlinien und Hygienevorschriften, auf die sich alle Betriebe vorbereiten können.

Schnelle, unbürokratische Kredite, um die aktuellen Gehälter zu bezahlen.

Eine Verbesserung der Ertragskraft für den Zeitpunkt nach der Krise in Form von einer Einführung von sieben Prozent Mehrwertsteuer aus Speisen und Getränke, um entgangenes aufzuholen und mindestens, bis die gewährten KfW-Kredite abbezahlt sind. Gleichzeitig stellt diese Reduzierung eine Wettbewerbsgleichheit im europäischen Vergleich wieder her.

Die ersten Signale der Politik werden zur Kenntnis genommen, aber diese reichen bei genauer Betrachtung nicht aus. Die Branche hat weiterhin das Gefühl, dass sie von der Politik vergessen wurde. Es fehlt ein Masterplan für die schrittweise Öffnung. Es fehlt die Perspektive für die Zukunft. Es fehlt ein realistischer Termin und es fehlt die Antwort, wie bis dahin finanziert, Neukredite egalisiert und außerordentliche Kosten aufgrund der Betriebsschließungen kompensiert werden. Die Kassen sind leer. Die Branche wird durch diese mangelnde Perspektive demotiviert.

Pressemitteilung der

Interessengemeinschaft Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter

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Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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