Allgemeine Berichte | 09.02.2021

BUND: Klimawandel in Rheinland-Pfalz – regionale Auswirkungen

„Alle Kräfte für mehr Klimaschutz bündeln“

Idienbach: Mündung in die Ahr trockengefallen ohne besondere Hitze im November 2020.

Region. Nichts für heimliche oder offene „Leugner des Klimawandels“: 2020 war in Rheinland-Pfalz mit einer mittleren Jahrestemperatur von 11,0° C das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Die mittlere Jahrestemperatur ist im Land seither um 1,6° C angestiegen. „Die hohe Anzahl an abgestorbenen Bäumen und der Rückgang der Grundwasserneubildung sind Alarmzeichen und zeigen: Der Klimawandel ist auch bei uns bereits bittere Realität“, kommentiert der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Albert Dietz die wissenschaftlichen Daten. Noch bedrohlicher: Nach Daten des Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen ist bis Ende des Jahrhunderts ein weiterer Anstieg der mittleren Jahrestemperatur von bis zu 3,5° C möglich.

Was das bedeutet, lässt sich für Mensch und Umwelt nicht sicher einschätzen. Das Mittelmeerklima rückt dann immer näher, was aber keineswegs zu überschwänglichen Urlaubsgefühlen Anlass geben kann. Wahrscheinlich werden sich mit der Erhöhung der Temperatur auch erhebliche Veränderungen im Wasserhaushalt ergeben: Der Niederschlag lag in Rheinland-Pfalz 2020 mit 686 l/m² deutlich unter dem Mittel der vergangenen 30 Jahre mit 779 l/m². „Wir müssen diese Signale ernst nehmen und jetzt alle Kräfte für mehr Klimaschutz bündeln“, mahnt Dietz klimaneutrales Agieren an und denkt weist dabei hin auf die vielen Fällungen von alten Bäumen mit nicht ausreichendem Ersatz der weggefallenen Biomasse durch junge Bäumchen in Bad Neuenahr für die Landesgartenschau 2022.

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern ist eine Anpassungsstrategie für die verschiedenen, natürlichen Umweltbereiche „Luft, Wasser und Boden“ erforderlich, ebenso für die Bereiche, die der Mensch in seinem Wirkungsbereich, etwa in Siedlungen, unmittelbar nach seinen Vorstellungen und Interessen beeinflusst!

„Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler setzt sich seit Jahrzehnten mit anderen Umweltverbänden in diesem Sinne für Mensch und Natur ein“, betont Vorstandsmitglied Winfried Sander aus Leimbach, der seit vielen Jahren in der Kreisgruppe seinen Sachverstand als Geograph einbringt. „Doch die Verbände können nur beraten und empfehlen - tätige Entscheidungen zum Handeln fallen in den politischen Gremien“, mahnt Stefani Jürries aus Remagen als stellvertretende Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe, die sich aus diesem Grund auch politisch im Kreis Ahrweiler und auf Landesebene engagiert. Pressemitteilung

BUND Kreisgruppe Ahrweiler

Adenauer Bach: Schon im Hitzesommer 2003 in einem Abschnitt im August trockengefallen.

Adenauer Bach: Schon im Hitzesommer 2003 in einem Abschnitt im August trockengefallen.

Idienbach: Mündung in die Ahr trockengefallen ohne besondere Hitze im November 2020.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Wir helfen im Trauerfall
Gläser
Titelanzeige
Rabattaktion
Imageanzeige Dauerauftrag 07/2025
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
171

Euskirchen. Am Sonntag (5. Juli) gegen 12 Uhr wurde ein 44-jähriger Mann aus Euskirchen auf einem Feldweg in der Nähe der Straße „Ratsheimer Hof“ in Euskirchen-Kuchenheim durch einen Zeugen schwer verletzt und bewusstlos neben seinem E-Scooter liegend aufgefunden. Der Zeuge setzte umgehend einen Notruf ab. Kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte erlangte der Mann wieder das Bewusstsein und gab an, keine Hilfe zu benötigen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ob ein Wolf beteiligt war, kann derzeit weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden. Foto: pixabay.com
366

Es wurden DNA-Abstriche genommen

06.07.: Vier tote Schafe im Westerwald gefunden

Am Donnerstag, dem 02.07.2026 wurde aus der Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) ein Schadensfall mit vier toten, einem notgetöteten und einer/einem verletzten Schaf bzw. Ziege mit Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers gemeldet. Eine Begutachtung vor Ort wurde noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt werden.

Weiterlesen