Evangelische Kita „Apfelbaum“ eingeweiht
Alles drehte sich um den Apfel
Neue Einrichtung bietet Platz für rund 100 Kinder
Meckenheim. Dass die Stadt Meckenheim den Apfel im Logo führt und sich selber als Apfelstadt darstellt, ist weitgehend bekannt. Nun wurde in der vergangenen Woche die evangelische Kindertagesstätte „Apfelbaum“ in der Gerichtsstraße feierlich eingeweiht. Insgesamt gibt es dort Platz für rund 100 Kinder und die Konzeption ist inklusiv ausgelegt. Derzeit befinden sich dort zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren, eine Gruppe mit zehn Kindern unter drei Jahren und zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren bis zum Schuleintritt mit jeweils 25 Personen.
Pfarrerin Cordula Siebert führte nach der Begrüßung durch Jürgen Seidel eine kleine Andacht mit den Kindern und den Gästen durch. Hierbei ging sie auf den Psalm 1 der Kinderbibel ein und erläuterte den Kindern die Bedeutung von Apfelbäumen, und welche Ähnlichkeiten es da mit den Menschen gebe. „Im Apfelbaum wohnen viele Kinder“, so sang der Nachwuchs, und auch wenn sich das Lied teilweise auf Käfer und Schnecken bezog, hat es auch gut zur Stimmung in der Kita gepasst.
Der Bürgermeister hatte sogar einen Apfelteiler mitgebracht
Bürgermeister Bert Spilles freute sich jedenfalls sichtbar und kam mit einem ganzen Korb voller frischer Äpfel für die Kinder zur Eröffnung. Er hatte auch direkt einen Apfelteiler mit dem Logo der Stadt mitgebracht. Auf seine Frage an die Kinder, ob sie dieses Gerät kennen, kam ein lautstarkes Ja aus vielen Kehlen. Bert Spilles hatte noch einige Stadtpläne für die Kids mit im Gepäck. In seiner kurzen Ansprache betonte der Bürgermeister, dass Kinder die Zukunft seien, es in Meckenheim 18 Kindertagesstätten gebe und alleine in den letzen beiden Jahren mehr als 250 Kinder dazugekommen wären, was sich auch in 15 zusätzlichen Gruppen widerspiegele. Er dankte der evangelischen Gemeinde vor Ort und auch der Axenfeld-Gesellschaft als Betreiber der Kindertagesstätte.
Dr. Peter Schneemelcher als Aufsichtsratsvorsitzender der evangelischen Axenfeld-Gesellschaft ging auf die pädagogische Ausrichtung der Kindertagesstätte ein. Man verstehe sich als „Dienstleistungsunternehmen für die Gemeinden“, denn die neue Kita sei nicht die Kita der Gemeinde vor Ort, aber eine Kita in der Gemeinde vor Ort. Man sei offen und tolerant, aber es gebe einen klaren Weg und eine klare christliche Ausrichtung. Deswegen sei man auch sehr froh, dass Pfarrerin Cordula Siebert einmal in der Woche mit den Kindern eine Andacht feiere.
Baum gepflanzt
Er zitierte Martin Luther mit dessen berühmtem Satz „Wenn morgen die Welt untergehen würde, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Das hatte man bereits im Vorfeld im Garten der Kita getan, dort hatte Baumschulenbesitzer Günter Herl einen Apfelbaum der Sorte „Geheimrat Oldenburger“ gespendet, der symbolisch von den Kindern angegossen wurde.
STF
