50 Jahre Schulentlassung
Alte Erinnerungen beim Klassentreffen
Mayen. Über 50 Jahre ist es nun her, dass sich die Klassengemeinschaft in alle Winde zerstreute. Die beiden letzten Treffen lagen schon sehr lange zurück, so dass die Ankündigung eines Klassentreffens sehnlichst erwartet wurde. Man hoffte darauf, alle möglichst unverändert, und vor allem mit den typischen Eigenheiten und Eigenschaften wiederzusehen. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil. Im gegenseitigen Erinnerungsaustausch wurde vieles wieder ausgegraben, was in Vergessenheit geraten war, man erkannte auf wohltuende Weise, was diese Klassengemeinschaft einst ausgemacht hatte. Es begann, wo es geendet hatte, in der „alten Clemensschule“. Bei Fingerfoot und Getränken wurde erzählt.
Ein Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen. Vor dem nächsten Event hielt man inne und gedachte in der Clemenskirche an die Verstorbenen Schulkameradinnen und Kameraden. Jetzt wartete eine Besichtigung des Schieferbergwerkes auf die Gemeinschaft. Hier wurde anschaulich über Arbeit und Alltag der Schieferbergleute informiert. Ein echter mayener Steinmetzschnaps erzeugte genügend Mut für die abschließende, simulierte Lorenfahrt. „Mundart-Führung mit Werner Blasweiler“ – der nächste Programmpunkt. Hier wurde weder mit Zahlen, Baustilen und sonstigen kunst-historischen Details brilliert, sondern Geschichten zu den Gebäuden und den ‚Mayener Originalen‘ erzählt, die dort einmal gelebt haben – und dies humorvoll, kreativ und in „Mayener Platt“. Der Ausklang hallte entsprechend lange nach, so dass es den meisten erst nach Mitternacht gelang, sich voneinander zu lösen.
