Katholische Grundschule Meckenheim
Altendorfer Kinder lassen es summen
Meckenheim. Rund 100 Kinder, Eltern und Lehrer der Katholischen Grundschule Meckenheim am Teilstandort Altendorf legen an einem Aktionstag auf dem Schulhof ein insektenfreundliches Beet an, basteln Ohrwurmhäuser und Nisthilfen und errichten ein Insektenhotel. Große Unterstützung erfuhr das Projekt von OBI und La´Bio. Einige Eltern der Schule haben eine Initiativgruppe gegründet und mit der Stadt Meckenheim eine Grünpatenschaft für ein etwa drei mal acht Meter großes Beet vor dem Schulgebäude der Altendorfer Grundschule abgeschlossen, um dort einen besonderen Lebensraum für Insekten zu schaffen. Ein Großteil der bisherigen Bepflanzung, Fingersträucher (Potentilla), wurde dafür zunächst entfernt. „Fingersträucher sind im Prinzip gute heimische Futterpflanzen für Insekten. Günstiger ist aber eine große Vielfalt, sodass es in einem Beet über einen größeren Zeitraum blüht und durch die verschiedenen Pflanzen noch mehr Insektenarten davon profitieren können“, sagt Jörg Planer, Mitinitiator der Aktion. Auf der Pflanzenliste stehen neben verschiedenen Kräutern, wie Thymian und Salbei, auch ein Schmetterlingsflieder, Stockrosen und eine Wildblumenmischung. Neben dem neu geschaffenen blütenreichen Lebensraum gibt es auf dem Beet noch anderes, das Insekten fördert. So zum Beispiel ein Totholz- und ein Steinhaufen. Außerdem wird ein Insektenhotel gebaut, das insbesondere Wildbienen einen Nistplatz bietet.
Alle Kinder und Erwachsene wirken am Aktionstag fleißig mit, sodass alles das überhaupt entstehen kann. Die Kinder sägen Schilfstängel und feilen sie, formen Tonblöcke und versehen sie mit Löchern oder basteln Ohrwurmhäuser aus Tontöpfen. Und auch am Beet legen die Kinder fleißig mit Hand an. Wie wichtig Insekten für die Natur, den Menschen und insbesondere für die Obstbauern in Altendorf-Ersdorf sind, ist Thema im Unterricht der kleinen Dorfschule, die mit der KGS-Meckenheim bereits seit einigen Jahren als „Schule für Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet ist. „Wir können feststellen, dass sich die Einstellung der Kinder gegenüber vermeintlich ekligen Tieren wie beispielsweise der Kellerassel schon geändert hat“, schmunzelt Lehrer Gerd Engel.
„Die Kinder verstehen, dass alle Lebewesen eine wichtige Rolle in der Natur haben.“ Die Unterstützung für das Projekt war riesengroß. Vom Bio-Pflanzenlieferanten „La´Bio“ bekamen die Altendorfer über 200 Pflanzen geschenkt.
Der Obi-Baumarkt aus Rheinbach spendete Material im Wert von 340 Euro. Weitere Materialspenden kamen vom Obtshof Rönn aus Altendorf. Für Eva und Sebastian Flinkerbusch, die das Projekt fachkundig mit vorbereitet hatten, stellt so ein Beet eine ideale Möglichkeit für nachhaltiges ökologisches Lernen dar. Sebastian Flinkerbusch, der beruflich als Ökologe arbeitet, bietet daher in und außerhalb der Unterrichtszeit der KGS „Vogel- und Fledermausexkursionen“ für die Schüler an.
„Wir wollen den Kindern damit zeigen, dass auch Vögel und Fledermäuse, als Teil der Nahrungskette, unmittelbar vom Insektensterben betroffen sind.“
Für Jörg Planer ist der Aktionstag ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das Thema eines naturnahen und insektenfreundlichen Gartens damit in die Familien und Hausgärten transportiert wird. Planer hat das Projekt beim Wettbewerb „Deutschland summt“ angemeldet. Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Wer weiß, vielleicht gibt es bald noch mehr Nachahmer in der Kommune? Meckenheim hat mit seinen riesigen Grünflächen schließlich ein großes Potential, zum Kampf gegen das Insektensterben beizutragen.
Der Erfolg auf dem Altendorfer Schulhof stellt sich sofort ein. Schon am folgenden Schultag können die Kinder in der Hofpause beobachten, wie das Insektenhotel von den ersten Brummern bezogen wird.
Der Akkuschrauber im Einsatz schon bei den Jüngsten.
Bau des Insektenhotels. Fotos: Privat
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- Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
- Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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