Seniorentag in der Stadthalle Linz
Alter muss kein Problem sein
Großes Engagement der Verbände
Linz. In der Linzer Stadthalle stand am Wochenende bei dem Seniorentag 2016 das Thema „Wohlfühlen im Alter – Wohnen und Leben in der AktivRegion Rhein-Wied“ im Fokus, denn in der „guten Stube“ der Stadt drehte sich alles um dieses Thema. Der große Andrang der Besucher zeigte, dass dieser Bereich angesichts der immer steigenden Lebenserwartung ein zentrales und wichtiges Thema der Bürgerinnen und Bürger war. Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hans-Günter Fischer betonte daher in seinem Grußwort: „Wohnen heißt, ein Zuhause und gelebte Beziehungen mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn zu haben. Die meisten älteren Menschen wollen in ihrer vertrauten Wohnumgebung bleiben, auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Neben den vertrauten eigenen vier Wänden werden aber auch andere Wohnformen einen breiten Raum bei dieser Veranstaltung einnehmen.“
Gutes Leben im Alter ist das Ziel
Daher wurde in Linz der „Einsatz für ein gutes und menschliches Leben im Alter“ thematisiert. Wie Fischer betonte, geht es dabei um die Gesundheit, das Miteinander der Generationen sowie auch die Vermeidung von Vereinsamung oder Fragen der sozialen Versorgung. Der Linzer Seniorenbeirat beschäftigt sich seit Langem damit und veranstaltete bereits dazu viele Informations-Veranstaltungen in der Region. Die Organisation hat bereits aktiv zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und ist daher weit über die Region hinaus bekannt. Fischer erläuterte zum Seniorentag: „Heute geht es um das Wohnen und Leben in unserer schönen Ecke.“ Wohnen bedeute, ein Zuhause und einen Raum für gelebte Beziehungen mit Angehörigen und Freunden zu haben. Bei den Infrastrukturen sei man in Linz gut aufgestellt und habe große Unterstützung aus dem politischen Bereich: „Eine gute Lebensqualität ist wichtig. Was wir haben, ist die menschliche Komponente, die dazu gehört.“
Er dankte auch den zahlreichen Aussteller und Sponsoren für ihr Engagement.
Dank an die Ministerin und die Helfer
Bei der Begrüßung der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte Fischer: „Sie kennen die Menschen und die Region hier. Es ist toll, dass sie bei unserer Anfrage sofort zugesagt haben. Das motiviert auch die zahlreichen freiwilligen Helfer und setzt neue Impulse.“ Er dankte auch dem Linzer Bürgermeister Dr. Faust , „dass Sie uns die Gute Stube von Linz zur Verfügung stellen.“ Auch VG-Bürgermeister Michael Mahlert aus Bad Hönningen verfolgte den Seniorentag intensiv. Bei den Besuchern der Veranstaltung in Linz waren auch viele private Interessenten aus anderen Regionen angereist.
Fischer dankte der Ministerin, der Organisation, den Helfern und Mitarbeitern sowie den Sponsoren: „Es ist schön, dass Sie uns unterstützen, und wir sind froh, dass so viele Interessenten gekommen sind. Wir hoffen, dass der Dialog so weiter geht.“
Die Ministerin lobte das Engagement
Die Ministerin hatte, wie Fischer hervorhebt, sofort zugesagt, denn es sei wichtig, dass der Fokus wieder auf die Senioren ausgerichtet wird. Man müsse gemeinsam dazu beitragen und es sei gut, dass hier der Fokus auf die älteren Menschen gelegt wird und alle Beteiligten gut zusammenleben.
Bätzing-Lichtenthäler betonte: „Wir wollen die Demografie gestalten. Wir werden zwar weniger, aber älter und bunter!“ Man müsse keine Angst davor haben, sondern soll sich freuen und in die Zukunft blicken.
Es sei zwar eine Herausforderung, die man aber gemeinsam leisten könne. Bätzing-Lichtenthäler betonte: „Wichtig sind die Kommunen, denn es ist eine Gestaltung mit Menschen vor Ort. Ich sage Ihnen hier auch Dank, dass Sie sich so früh auf diesen Weg gemacht haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Hier sei „ein Leuchtturm und Beispiel“ entstanden: „Es sind immer die Menschen, die dahinter stehen und sich meist ehrenamtlich engagieren.“ Das Thema „Wohnen und Leben“ für Seniorinnen und Senioren rücke immer mehr in den Fokus.
Wohnpflegegemeinschaften auf dem Vormarsch
Die meisten „Oldies“ wohnen in den eigenen Wänden. Sie umzusiedeln, ist daher nicht gut. Wichtig ist jedoch vor allem die Barrierefreiheit. Die Menschen sollen in eigenen Wohnungen leben können oder in mehreren Generationen zusammen leben, am Tages-Geschehen teilhaben und den Zusammenhalt spüren. Es sei wichtig für die Senioren und Seniorinnen, in den eigenen Wänden zu wohnen. Es könne nicht angehen, dass ein 80-jähriger aus seinem Dorf muss, weil dort kein Angebot für Senioren ist. Das Ziel ist daher, vielfältige Angebote vorzuhalten, unter denen die Menschen aussuchen können, was zu ihnen passt. Das Thema Wohnen und Leben ist daher wichtiger Fokus, denn Umsiedeln ist für ältere Menschen nicht gut. Aber 80 Prozent der Wohnungen sind nicht barrierefrei.
Hedda Werner von der „Landesberatungsstelle Neues Wohnen RLP bei der „Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG)“ erklärte: „Wir fördern sogar den Umbau und haben auch die Wohnungs-Wirtschaft ins Boot geholt.“ Man orientiere sich am „Bielefelder Modell“, bei dem in einer Wohnpflegegemeinschaft zwölf Menschen zusammen wohnen, aber jeder ein eigenes Zimmer hat. Man arbeite an diesem Projekt (auch in Rengsdorf) und hofft auf Schneeball-Effekt.
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