Allgemeine Berichte | 06.01.2026

Gelungenes Senioren-Forum „Einsamkeit im Alter - muss das sein? Sicherheit im Alter - das muss sein!“ in Kurtscheid

Alters-Einsamkeit soll raus aus der Tabuzone

: Ein deutliches Ausrufezeichen gegen Traurigkeit, Tristesse und das Gefühl des Verlorenseins konnte neulich in der Kurtscheider Wiedhöhenhalle mit dem Forum „Einsamkeit im Alter – muss das sein? Sicherheit im Alter – das muss sein“ gesetzt werden. Auch über ein Puppenspiel wurde die Thematik anschaulich vermittelt.  Foto: Thomas Herschbach

Kreis Neuwied. Ein deutliches Ausrufezeichen gegen Traurigkeit, Tristesse und das Gefühl des Verlorenseins konnte neulich in der Kurtscheider Wiedhöhenhalle mit dem Forum „Einsamkeit im Alter – muss das sein? Sicherheit im Alter – das muss sein“ gesetzt werden.

Für Organisation, Inhalte und Durchführung der gelungenen Veranstaltung zeichnete gleich ein ganzer Verbund im Sinne der guten Tat verantwortlich: So brachten sich der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach mit seinem Vorsitzenden Gunter Jung und die Senioren-Sicherheitsberater aus den Verbandsgemeinden Puderbach und Rengsdorf-Waldbreitbach ebenso in das Senioren-Treffen ein wie die Logotherapeutin und Kommunikationstrainerin Hildegard Schanz, das Gesundheitsamt mit dem Schwerpunkt „Gesund alt werden im Landkreis“, die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus sowie die ehrenamtlichen Bewegungsbegleiter, Digitalbotschafter und Mittagstische.

„Einsamkeit und mangelnde Sicherheit, egal ob gefühlt oder tatsächlich, lösen Stress aus. Nicht selten folgt darauf eine Reihe von Erkrankungen. Auf jeden Fall führt diese Kettenreaktion zu einem Verlust von Lebensqualität – Einsamkeit ist also ein echtes Gesundheitsrisiko“, untermauerte Landrat Achim Hallerbach seinen Aufruf, das Thema Einsamkeit aus der noch immer existierenden Tabuzone in die Geborgenheit der Gemeinschaft zu überführen.

Die Botschaft dahinter: Das geht nicht von alleine, dafür muss auch jeder selbst etwas tun. Im Verlauf der Veranstaltung wurde dann immer mehr deutlich, dass das proaktive Streben nach gesellschaftlicher Integration in der Tat auch dem Schutz der persönlichen Sicherheit dient. In diesem Zusammenhang gab Joachim Noll, Seniorensicherheitsberater der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, wichtige Hinweise, wie Bürgerinnen und Bürger wirkungsvoll und ohne viel Aufwand Abwehrmechanismen gegenüber kriminellen Machenschaften einsetzen können. „Wer sich einsam fühlt, ist wohl umso empfänglicher für jede Form von Kontaktaufnahme. Da ist der Weg nicht weit, ein möglicherweise willkommenes Opfer von Trickbetrügern zu werden.

Senioren-Sicherheitsberater sprechen die Sprache älterer Menschen, sie kennen und teilen deren Sorgen“, wusste Joachim Noll zu berichten.

Dementsprechend wurde praxisnah aufgezeigt, welche hilfreichen Verhaltensweisen die Fachkräfte in Sicherheitsfragen vermitteln und wie ältere Menschen somit in die Lage versetzt werden, sich besser vor kriminellen Gefahren im Alltag zu schützen. Die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer der Senioren-Sicherheitsberatung wirken zudem als vertrauensvolles Bindeglied zwischen ihrer Altersgruppe, der Polizei, der Verwaltung und den Hilfsorganisationen.

Das andere große Thema des Nachmittags „Einsamkeit im Alter“ beleuchtete mit Hildegard Schanz eine Expertin in Psychotherapie. Die Gladbacherin informierte unter anderem darüber, wie sich der Einsamkeit im Alter vorbeugen lässt und welche Wege aus der Einsamkeit es gibt. „Kleine praktische Schritte können große Wirkung für mehr Lebensfreude, für soziale Teilhabe und ein erfülltes Altern entfalten“, brachte die Therapeutin die vielen Ansatz- und Anknüpfungspunkte für ein möglichst gesundes Älterwerden auf den Punkt.

Einsamkeit vorbeugen als wichtige Voraussetzung, Schutz und Sicherheit zu gewährleisten und ein hohes Lebensalter nicht als Belastung zu empfinden - die Zielrichtung des ersten Formats dieser Art im Landkreis soll weiterverfolgt werden, wenn es nach dem Wunsch des Kreis-Chefs geht: „An die weiteren Verbandsgemeinden in unserem Landkreis geht mein Aufruf, das Forum in Kurtscheid als Blaupause zu nutzen und ähnlich gelagerte Foren anzubieten. Zugleich erhoffe ich mir von unseren Seniorinnen und Senioren, dass sie die vielfältigen Angebote in Anspruch nehmen, neue Kontakte knüpfen und sich vielleicht sogar eine ehrenamtliche Tätigkeit aussuchen“, blickte Landrat Achim Hallerbach nach vorne.

Ganz im Sine von Rita Hoffmann-Roth von der Koordinierungsstelle „Gesundheitsförderung“ des Gesundheitsamtes und Gunter Jung, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach: „Ziel unserer gesamten Veranstaltung war es unter anderem, Anreize zu setzen und Impulse zu geben, sein Leben so weit wie möglich eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten. Zugleich wollten wir ein Forum der Begegnung und des fruchtbaren Austauschs bieten. Das haben wir geschafft“, richteten die beiden ihren Gruß an die ehrenamtlichen Helfer, die Kuchenspender aus der gesamten Verbandsgemeinde, sowie die Sponsoren von Sparkasse Neuwied und VR Bank ebenso wie an den jungen Pianisten Leo Meffert und die Ortsgemeinde Kurtscheid mit Bürgermeisterin Melanie Anhäuser, von der die Wiedhöhenhalle als Austragungsort zur Verfügung gestellt worden war.

Bestätigt wurde die Einschätzung der Verantwortlichen aus Teilnehmerkreisen.

Eine typische Reaktion: „Die bestens organisierte Veranstaltung war auch sehr gut besucht. Ich hatte den Eindruck, dass viele Anregungen der Referenten nachhaltig wirken. Mehrfach habe ich gehört, dass man froh war, dabei gewesen zu sein.“

Der Seniorenbeirat wird den Betrag, der durch die großzügige Spendenbereitschaft der Besucher am Veranstaltungsende zusammenkam, Senioreneinrichtungen in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach zugutekommen lassen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

: Ein deutliches Ausrufezeichen gegen Traurigkeit, Tristesse und das Gefühl des Verlorenseins konnte neulich in der Kurtscheider Wiedhöhenhalle mit dem Forum „Einsamkeit im Alter – muss das sein? Sicherheit im Alter – das muss sein“ gesetzt werden. Auch über ein Puppenspiel wurde die Thematik anschaulich vermittelt. Foto: Thomas Herschbach

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