Freiwillige Feuerwehr Spay
Alterskameradschaft besuchte das Flösser- und Schiffermuseum
Viele Original-Ausstellungsstücke beeindruckten die Besucher
Spay. Elf der 16 Kameraden der Alterskameradschaft machten sich auf den Weg über den Rhein auf die „schäl Seit“. Das Ziel des Tagesausflugs der Feuerwehr-Senioren war das Flösser- und Schiffermuseum in Kamp. Dort werden viele Exponate aus der Zeit der Flösserei und der Dampfschifffahrt auf dem Rhein den Besuchern in einer eindrucksvollen Präsentation zur Verfügung gestellt. Die Blütezeit der Flösserei auf dem Rhein begann im 17. Jahrhundert, als Holzstämme aus dem Schwarzwald und dem Spessart in die Niederlande transportiert wurden. Die langen, gerade gewachsenen Tannen waren ideal geeignet als Baumaterial für Schiffe und als Rammpfähle, die in den sumpfigen Böden der Niederlande als Fundament für Städte wie Amsterdam und Rotterdam dienten. Diese Flöße waren meist bis zu 500 Meter lang und 70 Meter breit und hatten eine Besatzung von bis zu 500 Mann, die auf dem Floß in primitiven Hütten während ihrer langen Reise wohnten. Ab etwa 1860 wurden kleine Dampfschlepper zur besseren Kurshaltung der nun merklich verkleinerten Flöße eingesetzt, wozu nur noch eine Besatzung von etwa 25 Mann erforderlich war. Das letzte solcher Flöße befuhr im Jahr 1968 den Rhein.
Viele Original-Ausstellungsstücke von der Zeit der Treidel-Schifffahrt und der nachfolgenden Dampfschifffahrt bis zu den Modellen der heutigen Zeit beeindruckten die Besucher sehr, zumal alle diese Zeitepoche der Rhein-Schifffahrt größtenteils live beziehungsweise aus Erzählungen der Vorfahren erlebt haben. Nach der Rückfahrt mit dem Schiff begaben sich die Teilnehmer in einen schattigen Biergarten am Bopparder Rheinufer und genossen sich nach dem heißen Tag eine „Abkühlung“.
