Anwohnerworkshop diskutierte kontrovers
„Altstadt in Bewegung“
Meckenheim. Wer durch die Meckenheimer Hauptstraße fährt oder geht, der kommt an den baulichen Veränderungen nicht vorbei. Diese laufen ja bereits seit Längerem unter dem Gesamtmotto „Integriertes Handlungskonzept Altstadt“. Doch ein Ende der Bauarbeiten ist abzusehend, ebenso dass es mit der Straßensanierung und der Neugestaltung des Kirchplatzes nicht getan sein wird. Bereits im Jahr 2015 hatte hier ein Workshop für interessierte Anlieger und Eigentümer stattgefunden und nun ging es um Vorschläge zum Gestaltungskonzept der baulichen Nutzung der Altstadt.
Hierzu gehören die Gestaltungselemente der Geschäftszone, insbesondere die attraktive Neuausrichtung des öffentlichen Raumes und die Fassadengestaltung sowie die Optimierung der Bebauungspläne, welche noch aus den 70er Jahren stammen.
Dabei ist es der Wunsch der Verwaltungsspitze hier von Anfang an möglichst viele Bürger in die Gestaltung mit einzubeziehen und so einen intensiven Dialog zu führen. Bürgermeister Bert Spilles hatte im Vorfeld bereits unter dem Motto „Ihre Mitarbeit ist erwünscht“ die Bevölkerung hier zur selbigen aufgerufen.
Knapp 25 Meckenheimer folgten der Einladung in den großen Sitzungssaal in der vergangenen Woche und für die Stadt Meckenheim machte deren technischer Beigeordneter Heinz-Peter Witt das Motto aller Bemühungen klar „Die Hauptstraße soll leben“. Diesem Statement konnten dann wohl auch alle im Raum folgen. Der Beigeordnete betonte, dass die hier geführten Diskussionen Grundlage für zukünftige Bebauungspläne und Fassadenprogramme sein würden. Er erläuterte ferner, dass das formelle Aufstellungsverfahren erst der Auftakt zu Bürgeranhörungen und einem neuen Bebauungsplan sein kann, wo selbstverständlich alle Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung gegeben seien.
Dass es einen großen Schwerpunkt darauf gibt, in Zukunft insbesondere auch zusätzlichen Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen, das machte Uli Wildschütz vom Planungsbüro deutlich, der die Innenstadt in 12 verschiedene Blöcke aufteilte und zeigte, was denn möglich wäre, wenn die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen würden und auch entsprechende Investoren gefunden werden. Dabei zeichnete sich vor allem eine deutliche Verdichtung der Innenstadtbebauung aus sowie die Verlagerung von Parkflächen in entsprechende Tiefgaragen.
Die Diskussion wurde anschließend allerdings sehr kleinteilig und verlor sich mitunter in Details, wobei auch die bisherigen Maßnahmen der Neugestaltung der Hauptstraße teilweise kritisiert wurden. So wurden die Aufhängung der Papierkörbe ebenso moniert wie die noch fehlende Bepflanzung und überhaupt der Kirchplatz sei jetzt viel zu monoton in der Farbgestaltung, es sehe aus, als wenn es geschneit hätte. Tenor der Veranstaltung, welche mehr als drei Stunden dauerte, war jedoch, dass trotz aller unterschiedlichen Vorstellungen im Dialog geblieben werden sollte.
