Allgemeine Berichte | 27.02.2019

Öffentlichkeit wird beteiligt

Am Ortsrand von Gimmersdorf soll neues Bauland entstehen

Nach Fertigstellung der Ortsumgehung ergeben sich neue Entwicklungsperspektiven entlang des „Berkumer Weges“

Gimmersdorf. Mit der Ortsumgehung von Gimmersdorf, die derzeit im Bau ist, ergeben sich für das Wachtberger Dorf neue Entwicklungsperspektiven. Im Südwesten des Ortes liegen nämlich noch Bereiche, die im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche dargestellt sind, für die bislang jedoch kein verbindliches Baurecht besteht. Deshalb möchte der Wachtberger Gemeinderat ein Bebauungsplanverfahren zur Vorbereitung der wohnbaulichen Entwicklung durchführen. Ein Großteil der Eigentümer der Flächen sei dafür an die Gemeinde herangetreten und habe sich zudem bereit erklärt, die Kosten des Bauleitplanverfahrens zu tragen, so der Erste Beigeordnete Swen Christian in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses. Damit werde vor allem der anhaltenden Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde Wachtberg Genüge getan.

Mittlerweile liegt ein erster städtebaulicher Entwurf für die etwa 1,5 Hektar große Fläche vor, der dem Ausschuss von Landschaftsarchitekt Kai Schad vom Büro Stadt-Land-plus (Boppard) vorgestellt wurde. Demnach sollen dort neun neue Wohnbaugrundstücke ausgewiesen werden, für die bisher kein Baurecht bestand. Der zentrale Teil des Gebietes ist bereits mit ein- bis zweigeschossigen Gebäuden bebaut, deren Gestalt in den künftigen Häusern aufgenommen werden soll. Demnach beträgt die zulässige Firsthöhe 8,50 Meter. Aufgrund der heterogenen Bebauung im näheren Umfeld will man auch die Dachgestaltung relativ freizügig ermöglichen, es soll eine Dachneigung von 15 bis 45 Prozent festgesetzt und somit Flachdächer sowie Pultdächer ausgeschlossen werden.

Straße soll für Durchgangsverkehr gesperrt werden

Die verkehrliche Erschließung soll über den „Berkumer Weg“ sowie die Straßen „Auf dem Berg“ und „Milchgasse“ erfolgen. Nach Fertigstellung der Umgehung soll der „Berkumer Weg“ als Kreisstraße möglicherweise entwidmet werden, die Tendenz des Gemeinderats geht dahin, die Straße künftig für den Durchgangsverkehr zu sperren. Deshalb sind einige Wendehammer vorzusehen. Die Entwässerung kann über den Anschluss an das bestehende Kanaltrennsystem sichergestellt werden, das anfallende Oberflächenwasser soll dem im „Berkumer Weg“ vorhandenen Stauraumkanal zugeführt werden.

Der Ausschuss fasste bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung den Aufstellungsbeschluss für das dafür notwendige Bebauungsplanverfahren als „Allgemeines Wohngebiet“, ebenso die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit. JOST

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