Große Kirmes wird dank zahlreicher Unterstützer ein voller Erfolg
An der Nauorter Kirmes kommt keiner vorbei
Am Fest sind von der Gemeinde bis zu den Vereinen alle beteiligt – Mitten auf der Hauptstraße steht die große Bühne, auf der an drei Abenden drei Top-Bands spielen
Nauort. Wenn hier Kirmes gefeiert wird, kommt keiner dran vorbei. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn in Nauort wird Kirmes auf der Straße gefeiert. Irgendwo in Höhe der Blumen-Apotheke hört die Hauptstraße auf, befahrbar zu sein. Hier steht die große Bühne, auf der an vier Tagen vier verschiedene, sehr bekannte Bands spielen. Hier stehen die Buden, in denen die Vereine ihre Getränke oder Crêpes verkaufen. Und auf dem Weiherplatz stehen der riesige Break-Dancer und die anderen Vergnügungsgeschäfte der Schausteller. Sowieso ist das ganze Dorf eingebunden bei der viertägigen Großveranstaltung in Nauort, die Gemeinde und die mit vielen Mitgliedern starken Vereine.
Der „harte Kern“ der Kirmesmacher
Allen voran engagiert sich für die Nauorter Kirmes die vor wenigen Jahren gegründete Kirmesgesellschaft mit ihren rund 40 Mitgliedern, Männer und Frauen packen hier gemeinsam an. In ihrer knuffigen Holzbude verkaufen sie Cocktails – Sex on the Beach und Tequila Sunrise – und Spezialbier. „Am Freitag lief es ziemlich gut, fast besser als erwartet“, sagen die Jungs in der Bar. Besonders gefreut haben sie sich über den Besuch vieler junger und jugendlicher Kirmesgäste. Das war am Samstag nicht viel anders.
Mit der Band „Flutlicht“ bot die Kirmesgesellschaft wieder ein musikalisches Highlight auf der Straßenbühne an. Am Freitag war den Nauortern und den aus umliegenden Ortschaften angereisten Kirmes-Fans schon ordentlich Dampf gemacht worden von der Gruppe „Rocket Radio“ mit ihrer temporeichen Chart-Musik. Fast schon selbstverständlich ist der Besuch befreundeter Kirmesgesellschaften, zum Beispiel aus Deesen, Sessenbach und Stromberg.
Mit den Einnahmen aus ihrem Getränkeverkauf finanziert die Kirmesgesellschaft kommende Ausgaben im nächsten Jahr und ihre Beteiligung am Nauorter Karneval, wo die KG mit einem eigenen, selbst gebauten Wagen beim Umzug mitfährt. Umgekehrt geht natürlich auch der Karnevalsverein beim großen Kirmesumzug Samstagnachmittag mit, genauso wie der Musikverein Nauort, die Feuerwehr, das Kirmespaar und alle, die Spaß an dem vergnüglichen Marsch durch den Ort haben.
Tradition wird gelebt
Kirmesjunge und -Mädchen sind in diesem Jahr Jan Goldhausen und Chantale Mae-Kasper. Die werden zuhause abgeholt, dabei gibt es Getränke und Tanz. Am Ende des Umzugs wird auf dem Kirmesplatz die Eierkrone an den Baum gehangen, den die Kirmesgesellschaft vorher mit eigener Kraft gefällt, geschält, aus dem Wald geholt und aufgestellt hat.
Beim Aufhängen der Kirmesbaumkrone spielt der Musikverein Nauort, der Kirmesjunge hält eine kleine Ansprache und anschließend präsentiert er zusammen mit seinem Mädchen die extra für das Fest einstudierten Kirmestanzschritte.
Um 18 Uhr gingen alle noch mal gemeinsam zum Gottesdienst in die Kirche, bevor dann am Abend die Coverband „Flutlicht“ die Verstärker aufdrehte. In Nauort war die Gruppe zum ersten Mal zu hören, hatte sich aber bereits auf dem Deichstadtfest in Neuwied einen guten Namen gemacht, wo die Nauorter Kirmesgesellschaft auch auf ihren Top-Act 2018 aufmerksam wurde. Am Sonntag spielte die California-Party-Band. Für den Montag hatte man sich in Nauort schon auf die in der Region bekannte Band „Vinnie Cooper“ gefreut – zu Recht, wie sich später herausstellte. Dem musikalischen Teil des montäglichen Musikangebots war ein zünftiger Frühschoppen in der Gaststätte „Zum Brauer“ vorausgegangen.
Viele Aktive tragen das Fest – und die Gäste die Vereine
Der Männergesangverein ist mit einem Getränkestand bei der Nauorter Kirmes dabei, der Partnerschaftsverein Nauort-Condette verkauft französische Weine und Crêpe, der Feuerwehr-Förderverein bietet Speisen und Getränke an, und letztlich hält die Ortsgemeinde ihre schützende Hand über das Fest und gewährleistet auch die sichere Finanzierung.
Heide Hennig vom deutsch-französischen Freundschaftskreis Nauort-Condette berichtet: „Der Freundschaftskreis besteht seit fast 25 Jahren. Immer am 14. Juli findet wechselseitig ein gegenseitiger Besuch statt. Dieses Jahr waren die Franzosen mit 60 Gästen bei uns. Wir haben ein Konzert in Bendorf-Sayn organisiert. Das Mandolinen-Orchester aus Sessenbach war dabei und ein befreundetes australisches Zupforchester aus Melbourne. Von den Franzosen haben ebenfalls einige mitgespielt. Insgesamt waren es 200 Personen bei dem Konzert. Condette ist schön, weil es am Meer liegt, in der Nähe von Calais. Die Menschen sind extrem freundlich und das Essen ist sensationell gut. Mit dem Crêpe- und Weinverkauf auf der Kirmes finanzieren wir unsere Partnerschaftsarbeit und die Besuchsfahrten.“
Der deutsch-französische Freundschaftskreis Nauort-Condette erfreut die Kirmesbesucher mit Crêpe und französischen Weinen.
Kirmesjunge und -mädchen sind in diesem Jahr Jan Goldhausen und Chantale Mae-Kasper. Auf dem Kirmesplatz tanzten sie zu den Klängen des Musikvereins Nauort.
Nachdem die Eierkrone durch den Ort getragen wurde, hängen Mitglieder der Kirmesgesellschaft sie an dem selbst gefällte und aufgestellten Kirmesbaum auf.
„Flutlicht“ begeisterte als Top-Act die Kirmesbesucher. Foto: Privat
