Allgemeine Berichte | 16.09.2022

Mit der Waldbreitbacherin wird erstmals eine Frau Bundeskönigin der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Andrea Reiprich erzielt historischen Triumph

Bei der Ankunft großer Empfang in Waldbreitbach mit Bürgermeister Martin Lerbs und 2. Brudermeister Marcus Dötsch.  Foto: privat

Waldbreitbach/Ostenland. Andrea Reiprich ist Bundesschützenkönigin 2022. Mit ihrem Sieg beim Bundesfest im westfälischen Ostenland-Delbrück hat die Floristmeisterin aus Waldbreitbach, die in Neuwied ein anerkanntes Floristikunternehmen führt, zugleich Geschichte geschrieben. Erstmals seit Gründung der Historischen Deutschen Schützenbruderschafen im Jahr 1928 mit 1.300 Vereinigungen und 300.000 Mitgliedern hat eine Frau den Titel einer Bundeskönigin gewonnen. Die 90, zumeist männlichen, Mitwerber ließ die Präsidentin des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Fachverbandes Deutscher Floristen damit erfolgreich hinter sich. Den größten Triumph im traditionellen Schießsport krönte Andrea Reiprich, die ihre sportlichen Ziele für die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1864 Waldbreitbach ins Visier nimmt, mit einem Traumergebnis.

Bei drei Wertungsschüssen innerhalb von fünf Minuten stehend angestrichen mit dem Kleinkaliber-Gewehr schaffte Andrea Reiprich auf dem Schießstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft Hövelhof im Schützen- und Bürgerhaus Hövelhof aus 50 Metern Entfernung das Ideal von 30 Ringen: drei Volltreffer, besser geht es nicht. Erste Gratulanten der neuen Majestät waren ihr Partner und nunmehriger Prinzgemahl Thomas Herschbach sowie Vater Justus Reiprich – Ehrenbrudermeister und Schießmeister bei den Sebastianus-Schützen in Waldbreitbach.

Der offiziellen Proklamation auf den Platz vor dem Sport- und Kulturzentrum Ostenland durch den Schirmherrn NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Bundesschützenmeister Emil Vogt und dem Hochmeister des katholischen Schützenverbandes Emanuel Prinz zu Salm Salm schlossen sich nach Fotoshootings, Briefing und einem Empfang durch den Bürgermeister ein Festzug mit abschließendem Großen Zapfenstreich und Nationalhymne auf dem Festgelände an. Im feierlichen Gottesdienst am Bundesfestsonntag, der von acht Geistlichen unter der Leitung von Bundespräses Monsignore Robert Kleine zelebriert wurde, erhielt Andrea Reiprich aus den Händen von Bundesschützenmeister Emil Vogt mit Königskette und Krone auch die äußeren Zeichen ihres historischen Erfolgs. Derweil durfte sich ihr Prinzgemahl die Insignien der nunmehr weiblichen Macht wie weiland Kaiser Napoleon selbst anlegen.

Finale und Höhepunkt der Feierlichkeiten war der nachfolgende Festzug, an dem das Bundeskönigspaar zunächst in der Festkutsche an der Spitze der Parade teilnahm, um dann die Reverenzen aller Mitwirkenden in Gegenwart des stellvertretenden CDU Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann von der Ehrentribüne aus entgegenzunehmen. Vor 25.000 Zuschauern boten die 188 Schützenbruderschaften aus den Diözesanverbänden Aachen, Essen, Köln, Paderborn, Münster und Trier mit über 12.200 Majestäten, Schützen und Musikern aus 30 Musikvereinen, Tambourcorps und Fanfarenzüge ein farbenfrohes rund dreieinhalbstündiges Spektakel. Damit nicht genug: Bei der Heimkehr nach Waldbreitbach bereiteten rund 200 Mitglieder aller ortsansässigen Vereine sowie Verwandte, Freunde, Bürgermeister Martin Lerbs und der 2. Brudermeister Marcus Dötsch ihrer Triumphatorin einen begeisternden, emotionalen Empfang. Von der Ortsmitte aus setzte sich ein stimmungsvoller Festzug zur Schützenhalle an der Katzenschleife in Bewegung – die Feuerwehr sicherte und flankierte mit Pechfackeln, der Junggesellenclub schoss ein Feuerwerk ab und die Musikvereinigung Wiedklang spielte prächtig, gekonnt und stimmungsvoll auf. An der Katzenschleife sorgten dann die „Brave Jonge“ ebenso uneigennützig für die Bewirtung.

Es waren überwältigende drei Tage für Andrea Reiprich. Nach dem Bundesfest stehen in den kommenden beiden Jahren – das nächste Bundesfest findet erst 2024 im westfälischen Rietberg statt – einige Pflichttermine wie Besuche des Bundesköniginnentages, das Bundesjungschützenfest und der parlamentarische Abend im Düsseldorfer Landtag an. Welche weiteren Termine sie wahrnimmt, kann sich die neue Bundeskönigin dann gemäß ihrer, vor allem berufsbedingten, Notwendigkeiten selbst genau überlegen. Wer sie kennt, weiß, wie verantwortungsbewusst sie mit diesem allem umgeht. Und mit wieviel Gelassenheit und Stärke. Frauen Power durch Flower Power – eine Königin, die in ihrer bunten Vielfalt ins Schwarze trifft.

Bei der Ankunft großer Empfang in Waldbreitbach mit Bürgermeister Martin Lerbs und 2. Brudermeister Marcus Dötsch. Foto: privat

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