Allgemeine Berichte | 24.02.2017, 17:25 Uhr

Erste Trockensitzung in Maxsain

Anette Aller hatte eine glorreiche Idee

Im Verlauf des Nachmittags kamen immer mehr Närrinnen und Narren in die Festhalle

Anette Aller hatte eine glorreiche Idee
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Maxsain. Da in Maxsain keine Gaststätte mehr ihre Pforten geöffnet hat, kamen Anette Aller und Freunde auf die glorreiche Idee, an Schwerdonnerstag kurzfristig eine „Trockensitzung“ zu organisieren. Gesagt, getan. Die Heidehalle in Maxsain war fastnachtsmäßig geschmückt, Tische und Bänke aufgebaut. Sogar ein Musik-Duo spielte live, „Party mit Hardy“ ist der vielsagende Name des Duos.

Als um 15.33 Uhr die „Trockensitzung“ begann, hatten sich viele Maxsainer in der Heidehalle eingefunden. Naturgemäß waren die „Altweiber“ in der Überzahl, viele von ihnen waren dem Anlass entsprechend verkleidet. Jeder der Besucher brachte seinen eigenen Verzehr mit, so entfiel das lästige Kassieren von Bedienungen. Auf und unter den Tischen waren die Mitbringsel deponiert. Kleine Schnäpschen, Bier, Sekt, Piccolos und Wein sowie Berliner und Knabberzeug wurden mitgebracht. Mit der Musik hatten die Veranstalter einen echten Glücksgriff getan, die Jungs spielten echte Partymusik und machten ihrem Namen alle Ehre. Schunkellieder, Mallorca-Hits und aktuelle Hits hatten sie in ihrem Repertoire.

Auf jeden Fall waren die Besucher in echter Feierlaune, alle waren gut gelaunt. Sogar das Kinderprinzenpaar aus Maxsain, Prinzessin Merle I., die sich aufs Trampolin wagt, und Prinz Noah I. vom elektrischen Schlag machte der „Trockensitzung“ mit Gefolge seine Aufwartung. Das Kinderprinzenpaar wurde vom närrischen Volk mit viel Beifall begrüßt.

Den staunenden Gästen wurden sogar richtig lustige Sketche vorgeführt. Die beiden Frauen aus Pottum, „Elfi und Elvira“, wollten die Kulturstadt Weimar besuchen. Zur Vorbereitung hatten sie sich schlaugemacht und fachsimpelten über das, was in Weimar interessant war. Allerdings brachten sie dabei Goethe und Schiller, Wilhelm Tell, Götz von Berlichingen und die Jungfrau von Orléans immer wieder durcheinander. Dieser „Kulturtrip“ war eher ein Kulturschock und erzeugte immer wieder lautes Gelächter.

Etwas später betraten zwei Damen, wiederum aus Pottum, die Bühne. Die eine spielte eine vornehme Frau aus der Stadt, die andere eine „Trotsch“ vom Land. Beide zeigten ihre Vorstellungen davon, wie sich geschminkt wird. Alles geschah ohne Worte, nur mit hinreißender Mimik. Die Stadtfrau hatte ihre Schminkutensilien in einem teuren Beautycase, während die Landfrau ihre Sachen in einem Flechtkorb transportierte. Die Stadtfrau trug Rouge auf, die Landfrau Tomatenmark, die eine puderte sich, die andere benutzte dafür Mehl. Dann schmierte sich die Stadtfrau Anti-Aging-Creme ins Gesicht, die Frau vom Dorf nahm dafür Margarine. Die Frau von Welt benutzte ein Puderpinsel, derweil die Dorfschönheit den Puder im Gesicht mit einer (sauberen) Klobürste reinigte. Ein umwerfender Sketch, der das Publikum begeisterte.

Andreas Aller, der „Aller-Bauer“, nahm sich in einem weiteren Vortrag selbst auf die Schippe. Dazu führte er sogar Videosequenzen vor, die den Alltag auf dem bäuerlichen „Wiesenhof“ zum Inhalt hatten. Er kommentierte diese auf lustige Art, zumal er sich und auch seine Frau Anette dabei gehörig aufs Korn nahm. Über sich selbst zu lachen, das ist auch eine Kunst. Im Verlauf des Nachmittags kamen immer mehr Närrinnen und Narren in die Festhalle und feierten gemeinsam die erfolgreiche Premiere der „Ersten Maxsainer Trockensitzung“.

Ein großes Lob gebührt Anette Aller und ihren Mithelfern für den Mut, eine solche Veranstaltung zu planen und zu organisieren. Es bleibt zu hoffen, dass die „Trockensitzung“ in den folgenden Jahren fester Bestandteil des Maxsainer Karnevals wird.

Anette Aller hatte eine glorreiche Idee
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