Katholische Erwachsenen Bildung Mittelmosel
Angebote für Fortbildungsnachmittage
Treis-Karden. Das Orgateam der Arbeitsgemeinschaft der Kindergärten des Dekanates Cochem /Gruppe Karden Martental lädt ein zu jährlichen Fortbildungsnachmittagen:
1. Thema: Sensorische Integration – Aus vielen Teilen ein Ganzes machen. - Was versteht man unter Integration der Sinne?
Die Integration der Sinne ist das Ordnen der Empfindungen, um sie gebrauchen zu können. Unsere Sinne (Seh-, Geschmacks-, Geruchs-, Gehör-, Haut-, Gleichgewichtssinn und die Sinneszellen in unseren Muskeln, Sehnen, Gelenken und Organen) geben Informationen über den physikalischen Zustand des Körpers und über die Umwelt um uns herum. Empfindungen fließen ins Gehirn, wie Ströme in einen See fließen. Zahllose „Bits“ sinnlicher Wahrnehmung erreichen in jedem Augenblick unser Gehirn nicht nur von den Augen und Ohren her, sondern auch von jedem Teil des Körpers. Das Gehirn muss alle diese unterschiedlichen Empfindungen ordnen und sortieren, damit ein Mensch sich „normal“ bewegen, lernen und verhalten kann.
Bis zum Alter von sieben Jahren ist das Gehirn vorwiegend eine „Verarbeitungsmaschine“ sinnlicher Wahrnehmungen. (A. Jean Ayres). Das bedeutet, dass das Kind Dinge fühlt und deren Bedeutung direkt über die Empfindungen erfasst.
Sensorische Integration ist nicht eine Sache des Entweder-Oder. Man hat nicht eine vollständig perfekte sensorische Integration oder aber gar keine. Niemand ordnet seine Empfindungen perfekt. Wenn das kindliche Gehirn die sinnliche Wahrnehmung schlecht verarbeitet (Störungen bei der Reizaufnahme, Weiterleitung der Informationen über die Nervenbahnen oder der Koordination im Gehirn), führt dies unter Umständen zu den verschiedensten Schwierigkeiten. Das Kind muss sich mehr anstrengen und hat häufiger Probleme und trotz aller Bemühungen weniger Erfolg und Freude.
„Warum spricht mein Kind so schlecht? Warum verhält sich mein Kind so auffällig? Warum ist mein Kind so ungeschickt? Warum kann mein Kind mit 6 Jahren noch kein Menschenfigur malen? - sind häufige Fragen von Eltern. Wir wollen mit dieser Fortbildung helfen, die Schwierigkeiten der Wahrnehmungsintegration besser zu verstehen und dem betroffenen Kind Hilfen anzubieten.
2. Thema: Geschickte Hände – Grafomotorik und Händigkeit bei Kindern
Im pädagogischen Alltag beobachten wir zunehmend Kinder, denen es große Mühe bereitet einen Malstift zu halten und zu führen, um ein selbst gewünschtes Bild entstehen zu lassen. Diese Frustration führt nicht selten zu einer Verweigerung gegenüber dem Malen und anderen handwerklichen Tätigkeiten am Mal- und Basteltisch. Feinmotorische Fertigkeiten in anderen Spielsituationen bereiten den Kindern oft große Mühe.
Auch hier stellt sich die Frage, zu welchem Entwicklungszeitpunkt sollte Unterstützung erfolgen …?
Mögliche Inhalte der Veranstaltung:
Entwicklung der Handmotorik
Arm- und Handdifferenzierung
Tonus- und Kraftregulation
Pinzettengriff /Dreipunktgriff
Visomotorische Integration
Rechts- und Linkshändigkeit
Häusliches Üben?
Bei Verweigerung – Verpflichtung zu Korrektur? Möglichkeit von Varianten?
Fein- und grafomotorische Fördermaterialien
Termine und Anmeldung
Für das Thema „Sensorische Integration“ haben sich ca. 100 Teilnehmer gemeldet. Vor diesem Hintergrund werden zwei Nachmittage geplant:
Dienstag, 14. März, um 14.30 Uhr bis ca. 17 Uhr (mit Pause) und Donnerstag, 30. März, um 14.30 Uhr bis ca. 17 Uhr (mit Pause)
Veranstaltungsort ist das Haus Propstei in Hambuch, Hauptstr. 33.
Für das 2. Thema „Grafomotorik und Händigkeit“ haben sich ca. 30 Teilnehmer gemeldet. Hier findet eine Veranstaltung statt und zwar am Donnerstag, 16. März, um 14.30 Uhr bis ca. 17 Uhr (mit Pause).
Veranstaltungsort ist das Haus Propstei in Hambuch, Hauptstr. 33.
Weitere interessierte Personen werden um Anmeldung gebeten bei: Elisabeth Schuster / AG Leitung / Kindergarten Landkern, Tel. (0 26 53) 68 55 oder per mail: kiga-landkern@t-online.de.
Der Referent Martin Schmitt (u. a. Ergotherapeut/Schwerpunkte Sensorische Integration und Psychomotorik…) wird die Themen nach einer Grundlageneinführung in einen Praxisteil überleiten und Raum für einen fachlichen Austausch ermöglichen.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und werden über die KEB – Kath. Erwachsenenbildung finanziert.
