Allgemeine Berichte | 13.05.2022

DRK Kreisverband betreut die städtische Flüchtlingseinrichtung für Ukrainer in der Sporthalle Niederbieber

Ankommen in Neuwied

Bei einem Rundgang durch die Niederbieberer Turnhalle haben sich Bürgermeister Peter Jung, DRK Kreisverbandsgeschäftsführer Marco Bust und DRK Kreisverbandspräsident Dr. Armin Rieger (von links) selbst ein Bild von der Flüchtlingseinrichtung gemacht. Foto: Angela Göbler

Niederbieber. Von außen ist es nur eine schlichte Turnhalle, umgeben von einem Sichtschutzzaun mit schwarzer Brandschutzfolie. Aber im Inneren kann die Sporthalle Niederbieber zum rettenden Hafen für die werden, die gerade alles verloren haben: Die Stadt Neuwied hat hier eine Einrichtung für ukrainische Flüchtlinge geschaffen, in der die Menschen aus dem Kriegsgebiet Zuflucht und Unterkunft finden können und in der bis zu 220 Frauen, Männer und Kinder Platz haben. Deren Betreuung haben nun die Helfer des DRK Kreisverbandes übernommen.

„Rund 800 geflüchtete Ukrainer sind derzeit in der Stadt Neuwied, im ganzen Kreis sind es etwa 1800“, berichtet Neuwieds Bürgermeister Peter Jung. Ausgelastet ist die Niederbieberer Sporthalle zurzeit noch nicht: Sollte es in Niederbieber voll werden, hat die Stadt auch noch die Sporthalle in Heimbach-Weis mit bis zu 100 Plätzen in der Hinterhand.

Sauber, zweckmäßig und so angenehm wie möglich sollen die ukrainischen Neuankömmlinge ihre hoffentlich vorübergehende Bleibe in der Sporthalle erleben, von der sich die Verantwortlichen der Stadt und des DRK Kreisverbandes mit Geschäftsführer Marco Bust und Kreisverbandspräsident Dr. Armin Rieger längst selbst per Rundgang ein Bild gemacht haben: Gleich im Eingangsbereich begrüßt die Eintretenden ein Aufenthaltsraum mit Tischen und Stühlen neben der Essensausgabe. Die hier servierten Mahlzeiten werden in der Küche des Neuwieder Marienhaus Klinikums St. Elisabeth zubereitet, durch ein Taxiunternehmen ins Camp transportiert und hier durch DRK Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer ausgegeben. Speisepläne in ukrainischer Sprache gibt es dazu. Die Tische sind so gruppiert, dass auch größere Familien zusammensitzen können.

Gleiches gilt für die Schlafabteile, die den größten Teil der Halle einnehmen: Eingerahmt von weißen Trennwänden finden hier je bis zu zehn Menschen in Stockbetten Platz und auch Kinderbetten sind verfügbar, so dass Familien zusammenbleiben und sich Privatsphäre bewahren können. Um die Abteile herum reihen sich weitere Funktionsräume auf, vom Sanitärbereich für Männer und Frauen, Spielecken für Kinder und einem Aufenthaltsraum für stillende Mütter bis zum Fernsehraum, wo auf einem Bildschirm dauerhaft Nachrichten aus der ukrainischen Heimat zu sehen sind. Und auch außerhalb des Sporthallengeländes finden die Flüchtlinge Unterstützung, sei es im wöchentlichen Café-Treff der Kirchengemeinde oder bei den Aktivitäten der Sportvereine aus der Umgebung.

Endstation soll die Sporthalle Niederbieber ohnehin nicht für die Ukrainer sein: Wenn die Menschen zur Ruhe gekommen sind, können sie auf die Verbandsgemeinden im Kreisgebiet verteilt werden, wo Wohnraum zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang betonen die Beteiligten die äußert gute Zusammenarbeit von Kreisverwaltung, Stadtverwaltung und Verbandsgemeinden bei der Unterbringung geflüchteter Menschen. Derzeit kann weder auf der kommunalen Ebene noch bei Bund oder Land abgeschätzt werden, wie viele Menschen aufgrund des nach wie vor anhaltenden Krieges sich auf der Flucht befinden oder noch fliehen werden. Zudem sind viele der Neuankömmlinge gut qualifiziert und willens, schnell in den Arbeitsmarkt einzusteigen. So haben die Helfer des DRK genug Zeit, während die Einrichtung nicht voll ausgelastet ist, die Organisationsabläufe zu verfeinern und sich in enger Abstimmung mit der Stadt auf mehr Ankommende vorzubereiten, während natürlich alle Beteiligten hoffen, dass der Krieg in der Ukraine bald zuende geht und überhaupt keine Flüchtlingsunterkünfte für Kriegsopfer mehr benötigt werden.

Pressemitteilung des

DRK Kreisverbandes Neuwied

Bei einem Rundgang durch die Niederbieberer Turnhalle haben sich Bürgermeister Peter Jung, DRK Kreisverbandsgeschäftsführer Marco Bust und DRK Kreisverbandspräsident Dr. Armin Rieger (von links) selbst ein Bild von der Flüchtlingseinrichtung gemacht. Foto: Angela Göbler

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