Allgemeine Berichte | 28.06.2016

Förderer Mutter-Beethoven-Haus besuchte Schott-Verlag in Mainz

Anregungen bei Beethovens Notenstechern

Mitgliedern der Förderer Mutter-Beethoven-Haus vor dem 200 Jahre alten Verlagsgebäude mitten in Mainz. privat

Mainz. Mitgliedern der Förderer Mutter-Beethoven-Haus gelang es, sich beim Verlag Schott Music GmbH & Co. KG in Mainz über Ludwig van Beethovens Notenstecher gründlich zu informieren. Dem Meister war es wichtig, seine bedeutendsten Werke bei besonders namhaften Notenstechern und Verlegern vervielfältigen zu lassen.

Neben Verlagen unter anderem in Wien und Leipzig war es dem Langmut und der Geschicklichkeit des Mainzer Verlags-Mitinhabers Johann Joseph Schott zu verdanken, dass gerade Beethovens Spätwerke dort unter Vertrag genommen werden konnten: die Missa Solemnis und die 9. Symphonie, die Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“.

Zum einen war die Nachfrage nach Noten zu Beginn des 19. Jahrhunderts allgemein gestiegen, da nicht nur der Adel, sondern auch das Bürgertum nun aktiv am Musikleben teilnehmen konnte, aber auch seine Berühmtheit förderte die Nachfrage nach Beethovens Musik erheblich: Noch 1791 hatte er von Bonn aus dem Verlag ein kleines Werk angeboten, ohne Erfolg. Nachdem ab 1800 sich Beethoven in Wien zunehmend positionieren konnte und in den 1820er Jahren große Erfolge erzielte, war es auch für die international operierenden Verlage attraktiv, mit dem großen Tonkünstler ins Geschäft zu kommen. Es wurde auf beiden Seiten gefeilscht und geschmeichelt, wobei nicht nur das Finanzielle im Blickwinkel stand: Beethoven scheint außer guter Honorierung auch der Kontakt in die ferne Heimat, ins Rheinland, bei seinem Geschäft mit dem Mainzer Verleger in Blick gehabt zu haben – schließlich hatte er mit ihm in den letzten Lebensjahren den häufigsten Briefverkehr und erbat sich heilenden Rheinwein, den er tatsächlich noch kurz vor seinem Tod erhielt, aber leider nicht mehr genießen konnte: „Schade! – Schade! – zu spät!“ sollen sogar beim Anblick der kostbaren Lieferung seine letzten Worte gewesen sein.

So hörten die Teilnehmer der Führerin gespannt zu, sahen Exponate, auch zu Beethovens Werken und zum Stechen der Notenblätter, im über 200 Jahre alten Gebäude mitten in Mainz, in bezaubernden, mit historischem Inventar ausgestatteten Repräsentations-Räumen.

Mit „erweitertem Horizont“ verließ die Gruppe aus Koblenz das weltweit berühmte Verlagshaus, um im Anschuss bei einem gemütlichen Ausklang in einem Weinlokal sich gemeinsam Gedanken zu machen zur Neugestaltung des Mutter-Beethoven-Hauses, welches ja auch einen „Salon aus der Beethoven-Zeit“ zu bieten hat.

Mitgliedern der Förderer Mutter-Beethoven-Haus vor dem 200 Jahre alten Verlagsgebäude mitten in Mainz. Foto: privat

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