Allgemeine Berichte | 04.04.2016, 13:50 Uhr

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz, Kreisgruppe Ahrweiler

Appell an die Hundehalter

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Während die Jungtiere von Wildschwein und Hase bereits erste Gehversuche wagen, erwarten die Jäger im Kreis Ahrweiler in den nächsten Wochen den Nachwuchs vom Reh in ihren Revieren. Mitunter liegt die Wildtier-Kinderstube an oft genutzten Wanderrouten und in unmittelbarer Nähe zu Ortschaften.

Anlässlich der bevorstehenden Brut- und Setzzeit zahlreicher Wildtierarten appelliert die Kreisjägerschaft Ahrweiler besonders an Hundehalter, in der Brut- und Setzzeit grundsätzlich auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner an der Leine zu führen, wenn diese nicht auf Ruf oder Pfiff reagieren. Trotz der guten Tarnung sind die Jungtiere freilaufenden Hunden schutzlos ausgesetzt und bieten, wenn sie einmal entdeckt werden, eine leichte Beute.

Auch für werdende Muttertiere besteht Gefahr: Vor der anstehenden Geburt sind sie stressempfindlich und im Aktionsradius eingeschränkt. Ein freilaufender Hund kann Rehe zu Tode hetzen oder Fehlgeburten verursachen. Hinzu kommt, dass das Rehwild als Kurzstreckenflüchter bei drohender Gefahr auch nicht vor Kreis- und Bundesstraßen halt macht. Hier ist dann wiederum der Wildunfall programmiert, Menschenleben sind gefährdet. Besondere Achtsamkeit ist geboten, wenn Spaziergänger auf eine Bache mit Nachwuchs treffen. Wildschweine sind sehr wehrhaft und verteidigen ihre Frischlinge. Hunde, die sich zu nah an den Nachwuchs wagen, können schwer verletzt oder getötet werden.

Für Erholungssuchende gilt: Abstand halten. Ein kleiner Hase in der Wiese oder ein einsames Kitz am Waldrand - der Beschützerinstinkt wird bei vielen Menschen geweckt. „Allein ist nicht gleich verwaist. Ducken und Tarnen schützt vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Das Muttertier kommt nur zum Füttern vorbei“, so ein Sprecher der Kreisjägerschaft. Haftet menschlicher Geruch am Nachwuchs, verstoßen Reh oder Feldhase ihr Junges - der Hungertod droht. Im Zweifelsfall sollten Tierfreunde den Jagdpächter informieren, der den Zustand der Jungtiere einschätzen kann.

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