Arbeitstreffen der Bürgerinitiative Flut
Kreis Ahrweiler. Zum wiederholten Mal trafen sich Vertreter des Arbeitskreises Fluthilfe Heimersheim-Green-Ehlingen, der Bürgerinitiative Ahrflut Sinzig und der Bürgerinitiative Altenburg um sich zu der aktuellen Situation auszutauschen. Mit dem Wissen der Bürger vor Ort sind in allen drei Kommunen konkrete Vorschläge zum verbesserten Schutz der Bürger Entwickelt und der Kreisverwaltung vorgestellt worden. Intensiv wurde über die Bewertung der Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung und zu den Gesprächen mit der Kreisverwaltung diskutiert.
Aus Altenburg wurde positiv berichtet, dass die Anregungen der Bürger zu einer wesentlichen Verbreiterung der Ahr von der Kreisverwaltung und dem beauftragten Ingenieurbüro aufgenommen wurden. Eine positive Reaktion auf den dringend erforderlichen Rückbau der B266 in Heimersheim und einen Abfluss bei Ehlingen steht zweieinhalb Jahre nach der Flut weiterhin aus.
Die Arbeitskreise und Bürgerinitiativen werden nicht nachlassen auf die Entwicklung und beschleunigte Umsetzung von Maßnahmen zur Starkregenvorsorge und zum Hochwasserschutz zu drängen. Weiter Maßnahmen zu diesen Themen wurden vereinbart.
Sehr kritisch wurde die Zusammenarbeit im Kreistag bewertet. Zunehmend entsteht der Eindruck dass die politische Profilierung gegenüber der Kreisverwaltung bei einigen Fraktionen eine höhere Priorität genießt, als eine enge konstruktive Zusammenarbeit zu dem gemeinsamen Ziel einer Risikominimierung im Ahrtal bei zukünftigen Fluten.
Bei aller Wertschätzung gegenüber den handelnden Personen in der Kreisverwaltung, die sicherlich mit hohem Arbeitseinsatz und Engagement arbeiten, stellte sich den anwesenden Vertreter die Frage, ob es nicht einer grundsätzlich anderen Struktur zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben bedarf. Der Aufbau eines diskutierten Hochwasserverbandes Ahr kann sinnvoll sein. Er darf aber nicht dazu führen, dass der notwendige Zeitraum für den Aufbau solch einer Organisation als Alibi für eine weitere Verzögerung sinnvoller Maßnahmen dient.
Eine kurzfristige Verstärkung durch ein im Hochwasserschutz erfahrenes Ingenieurbüro zur übergreifenden Projektleitung für Entwicklung und Koordination der Maßnahmen könnte ein Lösung sine. Entsprechende Kompetenz wird jedoch aus Sicht der Teilnehmer eher im Alpenraum und weniger in Rheinland-Pfalz zu finden sein.
Viel ist in letzter Zeit von sogenannten No-Regrett Maßnahmen die Rede. Vorschläge dazu liegen der Kreisverwaltung vor. Es wäre schön mit deren Umsetzung kurzfristig zu beginnen.
Ab Mai wird es einen gemeinsamen Web-Auftritt der Arbeitskreise und Bürgerinitiativen geben.
